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Honig im Test: Pestizide und Dreck in teuren Marken-Produkten entdeckt

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Von: Jason Blaschke

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Das Verbrauchermagazin Öko-Test hat Honig-Produkte geprüft und bedenkliche Entdeckungen gemacht: Verunreinigungen in drei teuren Marken-Produkten.

Stuttgart – Die Themen über Lebensmittel oder auch Haushaltsgeräte schaffen es immer wieder in die Schlagzeilen der Medien. Die Gründe dafür sind aktuell der Krieg in der Ukraine und die davon ausgelöste Energie- und Preiskrise in Deutschland. Nach Heizöl, Gas und Co. sind es primär die Nahrungsmittel, für die die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen müssen. Und jetzt im Winter, wo sowohl Energie- als auch Lebensmittel-Kosten zusammenkommen, kann es im Haushaltsbudget eng werden.

Öko-Test testet Honig: Drei Eigenmarken bekommen die Note „sehr gut“

Damit nicht genug, fehlen bei Kaufland, Edeka und Co. eine ganze Reihe von Produkten, die entweder ausgelistet sind oder schlicht vom Hersteller nicht mehr geliefert werden. Der Hintergrund ist ein erbitterter Preiskampf, den sich Einzelhändler und Produzenten liefern. Unabhängig davon versuchen viele Verbraucher gerade im Energie- und Lebensmittelsektor ihre Kosten zu senken – etwa mit günstigeren Eigenmarken-Produkten als Alternative zu teuren Marken.

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NameÖko-Test
VerlagÖko-Test Verlag GmbH & Co. KG
BeschreibungVerbrauchermagazin
Erscheinungsweisemonatlich
Reichweite1,27 Mio. Leser
Auflage118.316 Exemplare

Und dass viele Eigenmarken von Kaufland, Lidl und Co. nicht nur günstiger, sondern oft sogar besser oder den teureren Marken-Produkten gleichwertig sind, zeigen die Tests der Stiftung Warentest und Öko-Test. Unter anderem in der neuen Ausgabe 11/2022 von Öko-Test, wo mehrere Honig-Produkte genau unter die Lupe genommen werden. Das Ergebnis der Laboruntersuchung überrascht, gleich drei günstige Produkte gehören zu den Testsiegern:

Drei Marken-Honige enttäuschen: Tester finden Pestizide und sogar Dreck

Auch die Akazien-Honige von Alnatura und der dm-Marke schneiden im Test mit der Note „sehr gut“ ab, berichtet das Verbraucher-Portal CHIP 365 zum Testergebnis von Öko-Test der November-Ausgabe. Groß ist die Enttäuschung bei drei bekannten Marken-Produkten, die von Öko-Test mit der schlechtesten Note „ungenügend“ (6) bewertet werden (mehr Verbraucher-News auf BW24) – darunter der Honig von Langnese. Der Grund soll Dreck im Honig sein.

Im Testbericht von Öko-Test wird es folgendermaßen beschrieben: „Leicht bräunlicher Untergrund, schwach trachttypisch, starke Verunreinigung.“ Und auch der Marken-Honig von Glück „Honig aus Rapsblüten cremig“ kommt im Produkttest nicht gut weg, was an den gefundenen Pestiziden Acetamiprid, Thiacloprid und Carbendazim liegt, die in der Laboranalyse in erhöhter Konzentration nachgewiesen worden sind.

Honig-Test von Öko-Test überrascht: 19 Top-Produkte – sechs Marken verlieren

Ebenfalls unbefriedigend schneidet im Produkttest von Öko-Test der „Blütenhonig cremig“ der Marke Dennree ab. Bei dem Produkt waren nicht Pestizide oder Dreck das Problem, sondern Fremdzucker. Als Naturprodukt darf Honig keine Fremdzusätze haben und muss naturbelassen sein. Auch ein Kritikpunkt im Test, denn im Dennree-Honig konnten die Tester erhöhte Hydroxymethylfurfural-Werte nachweisen, was auf das Erhitzen des Honigs schließen lässt.

Insgesamt haben im Test 19 Honige die Note „sehr gut“ (1) bekommen, drei Produkte die Note „gut“ (2) und zwei weitere die Note 3 „befriedigend“. Ganze sechs Honige bewerten die Tester von Öko-Test jedoch mit „mangelhaft“ (5) oder „ungenügend“ (6). Hier bietet es sich an, auf eines der günstigeren Eigenmarken-Produkte zurückzugreifen, wo Verbraucher nicht nur sparen können, sondern auch eine hervorragende Qualität bekommen.

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