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Schön cool bleiben: 5 Tipps gegen starkes Schwitzen

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Von: Franziska Vystrcil

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Frau kühlt sich bei Hitze an einem Brunnen mit einer Wasserflasche ab
Bei hohen Temperaturen kommt man schnell ins Schwitzen. Da ist jede Abkühlung recht. © Grgo Jelavic/PIXSELL/imago images

Der Sommer ist da. Die hohen Temperaturen haben allerdings einen negativen Effekt: Wir schwitzen mehr. Einfache Mittel helfen, den Körper nicht unnötig aufzuheizen.

Stuttgart - Wenn das Wetter in Deutschland auf Hochtouren ist, schießen auch die Temperaturen auf dem Thermometer in die Höhe. Egal ob wir die heißen Tage an den schönsten Badeseen Baden-Württembergs, im Biergarten oder einfach auf dem heimischen Balkon verbringen - im Sommer lockt es uns nach draußen. Doch so schön das Sommerwetter auch sein kann, ab gewissen Temperaturen kann es draußen auch zur Qual werden. Vor allem, wenn man dabei ins Schwitzen kommt.

Doch keine Bange: Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich übermäßige Schweißbildung stoppen. BW24 verrät, wie sich Schweißflecken und Co. künftig vermeiden lassen.

Du schwitzt, was du isst: Die Ernährung beeinflusst die Schweißproduktion

Eigentlich ist Schwitzen eine gute Sache. Der Körper reguliert so seine Temperatur und schützt uns vor Überhitzung. Nicht nur bei hohen Temperaturen, auch beim Sport, wenn wir aufgeregt sind oder scharf essen, beginnen wir zu schwitzen. Doch vor allem im Sommer kann das sehr unangenehm werden. Bei Meetings, im Büro oder aber in der Nacht ist Schwitzen lästig. Schweißflecken auf der Kleidung, verlaufenes Make-up oder strenger Geruch sind nur drei von vielen unangenehmen Nebeneffekten. Doch gerade, wenn das Schwitzen von hohen Temperaturen ausgelöst wird, kann man mit einfachen Mitteln gegensteuern. Denn der Körper lässt sich bis zu einem gewissen Grad austricksen.

Die richtige Ernährung kann dabei den entscheidenden Unterschied machen. Ungesundes Essen, ebenso wie scharfe Speisen, erhöhen die Schweißproduktion. Ideal sind im Sommer leicht verdauliche Speisen wie Gemüse, Obst oder Fisch. Vor allem zu Abend sind solche Speisen perfekt, um bei Hitze gut schlafen zu können. Wer gerne scharf isst, sollte das im Sommer lieber lassen. Bei scharfen Gerichten reizen die verantwortlichen Stoffe im Mund die Nervenzellen. Die senden dem Hirn das falsche Signal. Denn anstatt „scharf“ wird dem Gehirn „heiß“ übermittelt. Das wiederum regt den Stoffwechsel und folglich auch die Schweißproduktion an. Dank Gurke, Joghurt und anderen Alltagslebensmitteln für heiße Tage lässt sich die Hitze besser aushalten.

Auch, wenn es bei Temperaturen über 30 Grad Überwindung kostet: Anstatt eiskalte Säfte, Cola oder Limos zu verzehren, sollte man lieber zu lauwarmen Getränken greifen. Kalte Getränke liefern nämlich nur kurzzeitig Erfrischung. Denn der Körper benötigt besonders viel Energie, um den großen Temperaturunterschied wieder auszugleichen. Die Schweißproduktion wird nur noch mehr angekurbelt. Auch alkoholische Getränke haben diesen Effekt. Besser ist es, zu lauwarmen Früchte- oder Kräutertees zu greifen.

Doch nicht jeder Tee ist im Kampf gegen das Schwitzen die richtige Wahl. Lindenblütentee etwa wirkt sogar schweißtreibend. Auch schwarzer Tee hat solch einen Effekt. Salbeitee hingegen ist im Sommer eine wahre Wunderwaffe gegen das Schwitzen. Die Wirkstoffe des Salbeis, vor allem seine ätherischen Öle, normalisieren die Schweißdrüsenabsonderung. Außerdem regulieren sie das zentrale Nervensystem, das für die Steuerung der Schweißdrüsen zuständig ist. Den Salbeitee hierfür abkühlen lassen und über den ganzen Tag verteilt trinken. Viel trinken hilft auch beim Schwitzen viel. Bei Hitze sollte in etwa das Doppelte an Flüssigkeit zu sich nehmen, als das sonst der Fall ist. Etwa 3 Liter am Tag sind im Sommer empfehlenswert.  

Wechselduschen anstatt Eiswasser gegen Schweiß und Hitze

Auch in der Wohnung kann man oft der Hitze nicht entfliehen. Mit einfachen Tricks bleibt die Wohnung im Sommer kühl. Wenn nichts zu helfen scheint, ist eine kalte Dusche im Sommer sehr verlockend. Doch auch hier geschieht im Körper ähnliches, wie bei zu kalten Getränken. Zwar fühlen wir uns im ersten Moment erfrischt, doch das ist nur von kurzer Dauer. Der Körper will die Temperatur wieder auf „Normalwert“ bringen, die Schweißproduktion wird wieder angekurbelt. Unter Umständen schwitzt man nach einer kalten Dusche sogar noch mehr als zuvor.

Wechselduschen ist hingegen sogar empfehlenswert. Dabei duscht man mit lauwarmen und kalten Wasser im Wechsel und beendet den Vorgang mit lauwarmen Wasser. Das fördert den Kreislauf und bringt zugleich Erfrischung. Besonders morgens im Sommer ist eine solche Wechseldusche ideal.

Gewisse Stoffe und Kleidung bringen uns ebenfalls mehr ins Schwitzen. Synthetikfasern sind nicht atmungsaktiv, die Wärme staut sich dadurch darunter an - wir schwitzen stärker. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch dementsprechend schlecht riechen. Stoffe wie Leinen, Baumwolle oder Viskose sind im Sommer hingegen ideal. Beim Thema Kleidung im Sommer kommt es auch auf die richtige Wäsche an. Weichspüler sollten nicht nur der Umwelt zuliebe vermieden werden. Zwar werden die Stoffe weicher, jedoch werden die Fasern auch wasserabweisend umhüllt. Mit Weichspüler gewaschene Kleidung kann daher den Schweiß nicht mehr aufnehmen.

Zum Schluss ein Tipp für Raucher: Dass Rauchen nicht gesund ist, wissen mittlerweile alle. Spätestens die hohen Temperaturen im Sommer liefern aber einen weiteren Grund, warum man damit aufhören sollte. Denn was viele nicht wissen: Rauchen hat einen Einfluss auf die Schweißregulierung unseres Körpers.  Kurzum: Wer raucht, schwitzt mehr.

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