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Trotz steigender Preise: So kann man beim Heizen Geld sparen

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Von: Franziska Vystrcil

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Richtig Heizen will gelernt sein. Doch nicht nur bei der Art und Weise, wie man Räume beheizt, kann man Energie und somit Geld einsparen.

Stuttgart - Wer aktuell beim Tanken einen Blick auf die Preistafeln wirft, kann kaum glauben, was er da sieht. Doch nicht nur Benzin- und Ölpreise schießen immer weiter in die Höhe. Verbraucher haben derzeit in vielen Lebensbereichen mit steigenden Kosten zu kämpfen. So auch in Baden-Württemberg. Leben in Stuttgart wird etwa durch steigende Gebühren für Müll, Wasser und öffentlichen Nahverkehr 2022 teurer.

Einen Aspekt werden aber alle dieses Jahr zu spüren bekommen: Aufgrund des Ukraine-Konflikts fürchten Experten Preis-Schocks für Verbraucher. Die stehen auch beim Thema Heizen ins Haus. Mit einfachen Tricks können Heizkosten jedoch gesenkt werden.

Fenster, Türen und Co.: Diese Mittel helfen, dass die Wärme nicht nach draußen verschwindet

Mit steigenden Kosten für Heizöl und Gas schauen viele beim Verbrauch genauer hin. Der lässt sich mit einfachen Mitteln reduzieren. Zum Beispiel mit richtigem Lüften. Das ist nicht nur wichtig, um für bessere Luft im Raum zu sorgen und Schimmelbildung vorzubeugen, Lüften kann auch Heizkosten einsparen. Dabei kommt es auf die „Technik“ an: stoß lüftet man mehrmals am Tag, anstatt die Fenster dauerhaft auf Kipp zu stellen, spart man Energie. Bei gekippten Fenstern kühlen Wände stärker aus, es braucht anschließend mehr Energie, diese wieder zu erwärmen. Wie der SWR berichtet, lässt sich durch Stoßlüften im Vergleich zu gekippten Fenstern eine Kostenersparnis von bis zu 12,5 Prozent erzielen.

Apropos Fenster: wer gut abgedichtete Fenster und Türen hat, verringert den Wärmeverlust über diese. Dichtungsband ist in jedem Baumarkt erhältlich und kostet nur wenige Euro. Beim Heizen spart man dadurch umso mehr. Ein Zugluftstopper vor Fenstern oder aber Türen ist ebenfalls sinnvoll. Was viele nicht wissen: Auch Rollläden, Jalousien oder Vorhänge haben eine wärmeisolierende Wirkung. Durch sie kann die Wärme des Raumes nicht so schnell und einfach über die Scheibe verschwinden.

Üblicherweise werden nicht alle Räume der Wohnung gleich stark beheizt. Umso wichtiger ist es daher, Türen zu weniger beheizten Räumen stets geschlossen zu halten.

Energiesparen: Heizkörper nicht zustellen und regelmäßig entlüften

Heizkosteneinsparen fängt bereits bei den Heizkörpern an. Damit diese die Wärme richtig an den Raum abgeben können, dürfen keine Möbel direkt vor den Heizelementen stehen. Andernfalls staut sich die warme Luft hinter den Möbeln und kann nicht in den Raum fließen. Ein Abstand von mindestens 30 Zentimetern ist empfehlenswert. Vorhänge sollten ebenfalls nicht vor Heizkörpern hängen, da sich sonst die warme Luft hinter ihnen staut.

Älterer Mann sitz in Decke gehüllt mit einer Tasse in der Hand vor einem Heizkörper
Heizen wird immer teurer. Frieren muss man deswegen nicht. Einfache Tipps helfen, Kosten einzusparen. © imago stock&people

Einmal im Jahr sollten alle Heizkörper in der Wohnung entlüftet werden, da zu viel Luft im Heizkörper verringert die Leistung der Heizung. Sogar Staub auf den Heizkörpern kann die Leistung schmälern, da sie wie eine Art Isolierschicht wirkt.

Richtig heizen: Beim Verlassen der Wohnung Heizkörper zurückdrehen

Wer Kosten einsparen will, muss richtig heizen. Hierbei gilt: Die Temperatur dem Raum anpassen. Im Schlafzimmer sollte etwa eine Temperatur von etwa 18 Grad herrschen. In Räumen, in denen sich vor allem tagsüber viel aufgehalten wird, sind 21 bis 22 Grad ideal. Wer den Heizkörper zurückdreht, kann mit einem Grad weniger Raumtemperatur die Heizkosten um sechs Prozent reduzieren. Das Geld kann man gut anderweitig gebrauchen. Denn auch Möbel werden noch teurer werden. Sogar beim sonst so günstigen Discounter Lidl steigen die Preise.

Die Stufen des Thermostats:

Da sich nachts in den Räumen meist niemand aufhält, kann in dieser Zeit die Temperatur herunterdrehen. Solch eine Nachtabsenkung kann an der Heizungsanlage eingestellt werden.

Wer die Wohnung längere Zeit verlässt, etwa in den Urlaub fährt, sollte die Thermostate zurückdrehen oder die Heizkörper ganz ausschalten. Betrachtet man den reinen Energieverbrauch, ist es günstiger, die Heizung abzustellen, als den Raum durchgängig zu beheizen. Denn zwar kostet das Wiederaufheizen der Räume viel Energie, weil die Wände abkühlen, jedoch braucht es nicht so viel, wie wenn man durchheizen würde.

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