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Waschen, duschen und Co.: Das sind die größten Energiefresser - und so lässt es sich sparen

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Von: Franziska Vystrcil

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Schaumfestiger sollte nach dem Duschen am besten ins feuchte Haar einmassiert werden. Foto: Patrick Pleul (Archiv)
Die Energiepreise schießen in die Höhe. Vor allem im Haushalt lässt sich jedoch einfach sparen, etwa durch kürzeres Duschen. © Patrick Pleul

In vielen Haushalten lauern versteckte Energiefresser. Diese lassen die Rechnung nach oben schießen. Kleine Tricks können helfen, Geld zu sparen.

Stuttgart - Der Fernseher läuft, das Bügeleisen wartet auf seinen Einsatz, in der Waschküche läuft der Trockner zum dritten Mal am Tag. Alltägliche Dinge, denen so mancher keine Beachtung schenkt. Doch einige Elektrogeräte entpuppen sich als wahre Stromfresser. Spätestens beim Blick auf die Stromrechnung wird das den meisten bewusst. Aktuell steigen nicht nur die Kosten für Lebensmittel oder Benzin, auch für Strom, Gas und Öl müssen Verbraucher mittlerweile tiefer in die Taschen greifen.

Mit einfachen Tricks lässt sich aber auch der Stromverbrauch in den eigenen vier Wänden senken. BW24 verrät, welche Geräte besonders viel Energie verbrauchen und wie es sich am besten sparen lässt.

LED- statt Energiesparlampen: So einfach spart man Geld

So mancher kann es sich schon denken: Der Elektroherd ist einer der größten Stromfresser im Haushalt. Bei den meisten ist er täglich im Einsatz. Wie der Energieversorger E.ON berichtet, verbraucht ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt 445 Kilowattstunden im Jahr. Das schlägt beim aktuellen Strompreis mit etwa 155 Euro zu Buche. Nicht nur beim Lebensmitteleinkauf lässt sich sparen, auch beim Kochen selbst: Topf oder Pfanne sollte von der Größe her immer möglichst genau auf die Herdplatte passen. So geht am wenigsten Energie verloren. Auch die Verwendung von qualitativ hochwertigem Kochgeschirr ist daher ratsam. Wer beim Erwärmen oder Wasserkochen einen Deckel auf den Topf setzt, kann ebenfalls Energie und somit Geld sparen. Auch die Restwärme von Herd sowie von Backofen lässt sich nutzen.

Nicht nur Erhitzen, auch kühlen verbraucht viel Energie. Gefrier- und Kühlschränke können die Stromkosten ganz schön in die Höhe treiben. Nicht allzu überraschend, schließlich sind die Geräte im Dauereinsatz. Ein Gefrierschrank läuft im Schnitt mit 415 Kilowattstunden im Jahr (etwa 145 Euro), ein Kühlschrank mit etwa 330 Kilowattstunden (rund 115 Euro). Auch hier lässt sich der Verbrauch drosseln: Die Türen der Kühlgeräte sollten nur möglichst kurz geöffnet werden, da die warme Luft, die dabei in die Geräte gelangt, erst wieder heruntergekühlt werden muss. Regelmäßiges Abtauen kann ebenso Kosten einsparen.

Vor allem in den dunklen Wintermonaten verbraucht Beleuchtung einiges an Energie. Mit rund 330 Kilowattstunden im Jahr gehören Lampen zu den größten Stromfressern. In den meisten Haushalten haben mittlerweile Energiesparlampen herkömmliche Glühbirnen abgelöst. Zurecht: Mit den neuen Lampen kann ein Fünftel der Stromkosten für die Beleuchtung eingespart werden. Noch besser sind LED-Lampen.

So viel Strom verbrauchen Lampen:

Rund 113 Euro fürs Wäschetrocknen: So hoch ist der Verbrauch von Haushaltsgeräten

Sich in der Wohnung nicht an vollen Wäscheständern vorbeiquetschen zu müssen, sondern Kleidung, Handtücher und Co. trocken und fertig für den Schrank einfach aus dem Trockner holen zu können, ist praktisch. Doch mit 325 Kilowattstunden Verbrauch im Jahr kann die Stromrechnung saftig werden. Etwa 112 Euro muss ein Dreipersonenhaushalt pro Jahr für den Verbrauch des Wäschetrockners rechnen. Bei gutem Wetter in Deutschland lässt sich jedoch auch die Sonne nutzen. Da trocknet die Wäsche ganz ohne Stromverbrauch.

Wer überhaupt nicht auf den Trockner verzichten will, kann zu Trocknerbällen greifen. Diese wirbeln die einzelnen Kleiderstücke auf, die heiße Luft kann besser zirkulieren und der Trockenvorgang verbraucht weniger Energie. Die Einstellung „extratrocken“ ist auch meist unnötig. Das Programm verbraucht besonders viel Energie. Viele Geräte drehen die Wäsche nach Programmende weiter in der Maschine herum, damit diese nicht zerknittert. Das ist zwar praktisch, verbraucht allerdings unnötig Strom. Am besten die Wäsche so schnell wie möglich wieder herausnehmen. Wer die Wäsche in der Waschmaschine gut vorschleudert und den Trockner voll belädt, kann ebenfalls Strom sparen. Ein Experte hat BW24 verraten, wie sich Heizöl sparen lässt.

Immer gut befüllt sollte auch der Geschirrspüler sein. Dass sich mit diesem im Vergleich zum Abwasch von Hand nicht nur Wasser sparen, sondern auch Geld sparen lässt, ist mittlerweile den meisten bekannt. Bis zu 30 Prozent Strom kann man mit den Geräten einsparen. Und es geht noch mehr. Denn mit einem Verbrauch von 245 Kilowattstunden jährlich gehören Geschirrspülmaschinen zu den größten Stromverbrauchern im Haushalt. Hier gilt: Das Geschirr und Besteck nicht vorspülen und die Maschine immer voll beladen. Neuere Modelle erkennen mittlerweile auch, wie voll sie beladen sind, und passen Wasser und Verbrauch an. Jedoch verbraucht eine halb beladene Maschine dennoch nicht nur die Hälfte an Strom und Wasser.

Waschen, duschen, zocken: Hier lässt sich der Energieverbrauch einfach senken

In den meisten Haushalten läuft die Waschmaschine mehrmals die Woche. Bei drei Personen liegt der Verbrauch bei etwa 220 Kilowattstunden pro Jahr. Hier lässt sich besonders einfach Strom und Geld sparen. Neue Modelle verfügen über Eco-Programme, die weniger Wasser und Energie brauchen. Zwar benötigen die Waschgänge im Vergleich zu „normalen“ Programmen deutlich länger, der Verbrauch wird aber immens reduziert. Um Kleidung sauber zu bekommen, reichen auch niedrige Temperaturen von 30 oder 40 Grad. Dank neuester Waschmittel und Fleckenentferner gelingt die Reinigung auch bei niedrigen Gradzahlen und ohne Vorwäsche. Das spart nicht nur Geld, sondern ist auch gut für die Umwelt.

Auch die Körperpflege kostet Strom: Wer duscht anstatt badet, kann viel Energie sparen. Baden verbraucht rund dreimal so viel Energie. Ein Spar-Duschkopf reduziert zusätzlich den Strom- und Wasserverbrauch. Zu heiß sollte das Wasser dabei nicht sein. Je heißer das Wasser, desto mehr Energie wird für das Erwärmen benötigt. Beim Einseifen oder Rasieren das Wasser abstellen.

Zu den schlimmsten Stromfressern zählt noch immer der Fernseher. Mit durchschnittlich 190 Kilowattstunden Stromverbrauch in zwölf Monaten haben selbst neue Geräte einen hohen Verbrauch. Flachbildschirme liegen mit 150 Kilowattstunden nur knapp darunter. Immerhin weisen die neueren Geräte mittlerweile einen geringeren Stromverbrauch im Stand-by-Modus auf, als noch in den vergangenen Jahren. Was viele Verbraucher unterschätzen, sind jedoch Geräte, die an den Fernseher angeschlossen sind. Festplattenrekorder, Spielekonsole, Soundanlage und Co. verbrauchen im Standby genauso viel Strom wie früher die Fernseher. Auch hier gilt: Wenn die Geräte gerade nicht genutzt werden, Stecker ziehen. Ladegeräte eingesteckt zu lassen, könnte zudem nicht nur teuer, sondern auch gefährlich werden.

Durch die Corona-Pandemie und deren Nachwirkungen arbeiten viele noch immer verstärkt im Homeoffice. Wenn Laptop, Bildschirm und Drucker acht Stunden in Betrieb sind, treibt das den Stromverbrauch erheblich in die Höhe. Allein ein durchgängig eingeschalteter WLAN-Router kostet etwa 40 Euro im Jahr. Nach Feierabend sollten alle Geräte heruntergefahren und ausgeschalten werden, denn selbst im Stand-by-Modus verbrauchen die Geräte Strom. Multifunktionsgeräte sind um einiges energiesparender als Faxgeräte, Drucker und Kopierer einzeln zu betreiben. 

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