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Facebook-User machen fiese Entdeckung bei Haribo – kleinere Tüte, teurere Preise

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Von: Jason Blaschke

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Der Süßwarenproduzent Haribo zieht die Preise an und spart künftig auch am Inhalt – davon betroffen sind auch Produkte von Kaufland, Lidl und Co.

Bonn – Der tobende Krieg in der Ukraine, die Folgen der Coronavirus-Pandemie, aber auch die teuren Energiepreise in Deutschland machen der Wirtschaft zu schaffen. Die Verbraucher spüren das an immer teureren Produkten. Erst vor wenigen Wochen etwa sind auch viele Discounter-Produkte von Lidl und Aldi rund 60 Prozent teurer geworden, dazu zählen Fleisch, Milchprodukte, aber auch viele Tiefkühlartikel.

Süßigkeiten nicht nur teuer: Goldbären-Tüte von Haribo künftig kleiner

Mehr noch, als erstes Tiefkühlprodukt wurden sogar Fischstäbchen knapp, als bekannt wurde, dass der nötige Alaska-Seelachs zum größten Teil aus russischen Gewässern stammt. Hinzu kommt, dass gerade die Herstellung von Tiefkühlkost sehr energieintensiv ist. Weniger energieintensiv, aber auch kostspielig, ist die Produktion von Süßwaren. Hier seien es primär die Zutaten, für die Konzerne tiefer in die Tasche greifen müssen, teilte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) mit.

Zeitweise war die Situation sogar dermaßen angespannt, dass eine Brancheninsiderin im BW24-Interview Versorgungsengpässe im Einzelhandel nicht ausschließen konnte. Mittlerweile ist wieder etwas Ruhe eingekehrt – zumindest, was die Engpässe betrifft. Auf Facebook haben einige User längst festgestellt, dass die Süßwarenproduzenten nicht nur an der Preisschraube drehen. Konkret geht es um die Gummibären-Marke Haribo, die kleinere Packungen ausliefert.

UnternehmenHaribo-Holding GmbH & Co. KG
GründerHans Riegel
Gründung13. Dezember 1920, Bonn
CEOHans Guido Riegel
Mitarbeiterzahl7.000 (2014)

Facebook-User entdecken fiese Masche – „Haribo ist ja ein Fuchs!“

Die User bemerkten rasch, dass in der neuen Haribo-Verpackung auch weniger Bärchen enthalten sind. Statt 250 sind in der Packung nur noch 160 Gramm, teilt eine Nutzerin mit und postet als Beweis ein Foto der Packung. „Also Haribo ist ja ein Fuchs, statt Preise zu erhöhen – kleinere Verpackungsgrößen.“ Passend hierzu schreibt ein anderer Nutzer: „Ist mir gestern erst aufgefallen.“

In einem haben die Facebook-User recht: Die Packung Haribo-Gummibären wird kleiner, doch auch die Preise ziehen an. Aus Sicht von Haribo Deutschland-Vertriebschef Gordon Kaup ist das auch kein Geheimnis. All das geschehe „ganz transparent“, erklärte der Haribo-Chef gegenüber der Lebensmittel-Zeitung (LZ). Ganz konkret werde die klassische Goldbären-Tüte künftig nicht mehr 200 Gramm, sondern 175 Gramm schwer sein, sagte Kaup.

Haribo-Chef macht düstere Prognose: teurere Preise und Lieferengpässe

An den Größen der großen Haribo-Packungen, wie es sie in Filialen von Kaufland, Lidl und Co. zu kaufen gibt, werde sich allerdings nichts ändern. Der Preis pro Gummibärchen-Packung steige aber von 1,29 auf 1,39 Euro an. Nach Informationen der LZ fordert Haribo von Händlern in ähnlichem Umfang mehr Geld. Ebenso wie Produzenten in anderen Branchen begründet Kaup die Maßnahmen mit „stark gestiegenen Kosten“.

Und nicht nur das, auch Engpässe schließt der Süßwarenproduzent mit Sitz in Bonn nicht aus. Kaup: „Wir können derzeit nicht jeden Beutel verkaufen, der nachgefragt wird.“ Dass andere Süßwarenkonzerne mit ähnlichen Problemen kämpfen, legen Facebook-Kommentare nahe. „Auch bei Kinderschokolade früher 10 Riegel, jetzt nur noch acht“, schreibt ein Nutzer. „Das macht nicht nur Haribo so“, ergänzt ein anderer mit Blick auf das gesamte Süßwarensortiment.

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