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10 bekannte Lebensmittel, die giftig oder sogar tödlich sein können

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Von: Jason Blaschke

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Nicht wenige Lebensmittel können Menschen krank machen, wenn man sie falsch zubereitet oder verzehrt – dazu zählen auch einige deutsche Gemüsesorten.

Stuttgart – Das Thema Lebensmittelpreise beschäftigt seit Wochen die Verbraucher in Deutschland. Und ein Ende ist nicht in Sicht, da selbst im Discounter die Preise für Alltags-Produkte immer teurer werden. Hinzu kommt noch, dass Brancheninsider weiter keine Entspannung in der aktuellen Preiskrise sehen, im Gegenteil: „Das Schlimmste kommt auf die Verbraucher also erst noch zu“, erklärt Aurélien Duthoit, Senior Volkswirt bei Allianz Trade.

Auch in Deutschland: Zehn gefährliche Lebensmittel, die tödlich sein können

Er und seine Kollegen hatten in einer Studie zur Entwicklung der Lebensmittelpreise in Deutschland ermittelt, dass die Produzenten längst noch nicht alle Mehrkosten auf die Verbraucher umgelegt haben. Dass aber nicht bloß die Lebensmittelkosten, sondern auch Dinge wie korrekte Zubereitung und Verzehr essenziell sind, zeigen die gefährlichsten Lebensmittel, die zum Teil so giftig sind, dass sie Menschen töten können – dazu zählen:

Dass gerade exotische Tierarten wie der Kugelfisch, der Namibia-Frosch oder auch Tintenfische tödliche Delikatessen sind, wenn sie falsch zubereitet werden, ist vielen Menschen bekannt. Doch die wenigsten wissen, dass es auch in Deutschland Lebensmittel gibt, die für Menschen extrem gefährlich werden können. Dazu gehören etwa Nahrungsmittel, die das Naturgift Solanin beinhalten – es kann die Leber belasten und Kopfschmerzen sowie Magen-Darm-Probleme verursachen.

Kartoffel und Co. richtig zubereiten: Pflanzengifte für Menschen gefährlich

Daher sollten Lebensmittel wie Kartoffeln gekocht und Gemüsesorten wie Tomaten erst verzehrt werden, wenn sie tatsächlich reif sind. Speziell bei Kürbisgewächsen ist zudem ein bitterer Geschmack ein Zeichen dafür, dass das Gemüse noch nicht reif und somit nicht verzehrt werden sollte. Grundsätzlich nicht essbar ist das Blattgrün von Rhabarber, denn das Pflanzengift Oxalsäure kann die Nieren vergiften und laut web.de Magen- und Atembeschwerden verursachen.

Genau wie Kartoffeln sollten übrigens auch sämtliche Bohnensorten gut gekocht werden. Tut man das nicht, riskiert man aufgrund der Proteinverbindung Phasin Darmschäden, da das Protein rote Blutkörperchen verklumpt. Gefährlich und gesundheitsschädigend ja, aber tödlich sind die meisten Lebensmittel in Deutschland nicht - wenn sie richtig zubereitet werden. Im Ausland sieht das schon anders aus, denn dort kann ein falscher Bissen das Todesurteil sein.

Tomaten hängen an einem Strauch.
Reife, rote Tomaten können gefahrlos verzehrt werden, ist das Gemüse aber noch grün, sollte man besser die Finger davon lassen – Solanin-Gefahr! © Andrea Warnecke/dpa

Gefährliche Lebensmittel im Ausland: Lebende Tintenfische und Maden im Käse

Nichts für schwache Nerven ist Sannakji, eine koreanische Spezialität aus lebenden Baby-Tintenfischen. Giftig sind diese Tiere zwar nicht, aber deren Tentakeln können sich während des Kau- und Schluckvorgangs noch bewegen und zum Erstickungstod führen – das kommt offenbar nicht selten vor, berichtet web.de dazu. Ebenso gefährlich können lebende Maden sein, die im Schafskäse aus Sardinen im Reifeprozess zugefügt werden.

Die Tiere machen den Schafskäse schön cremig, können aber auch den menschlichen Darm angreifen, da sie mit verzehrt werden. Der Preis für eine cremige Konsistenz und ein kräftiges Aroma kann also teuer sein. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist das Fleisch von Grönlandhaien, das zwar verzehrt werden kann, aber nicht frisch. Erst nach langer Lagerung (Fermentierungsprozess) wird es genießbar. Passend dazu der Name der Grönland-Delikatesse: Gammelhai.

In einer Trockenhütte des Bjarnahöfn Shark Museum hängt das fermentierte Fleisch des Grönlandhais zum Abgasen und trocknen.
Gefährliches Lebensmittel in rohem Zustand: Grönlandhai-Fleisch wird erst nach der Fermentierung genießbar. Das Gericht heißt deshalb auch „Gammelhai“. © IMAGO/Seeliger

Vorsicht vor Gerichten aus giftigen Tieren: In Frankreich wird Frosch serviert

Im Fall von Frosch-Gerichten hilft allerdings auch eine längere Lagerzeit nicht. Zwar sind Frösche grundsätzlich essbar, von giftigen Arten sollte man aber die Finger oder besser die Lippen lassen. Dazu zählen Pfeilgiftfrösche, aber auch der Riesen-Ochsenfrosch – und Vorsicht: Schon die Haut der Tiere ist giftig. Das Fazit: Sowohl Obst- und Gemüsesorten, als auch Gerichte tierischen Ursprungs sind im wahrsten Sinne mit Vorsicht zu genießen.

Und gerade hochgiftige Lebensmittel wie Kugelfisch, Tintenfisch oder Haie sollten nur von Fachleuten verarbeitet werden, die mit der Zubereitung vertraut sind. Was die gefährlichen Lebensmittel in Deutschland anbelangt, kann man sich als Faustregel merken: Nur reife Lebensmittel essen und Produkte wie Kartoffeln oder Bohnen immer gut durchkochen. Im krassen Gegensatz dazu listet fr.de Lebensmittel auf, die entzündungshemmend wirken und damit sogar gesundheitsfördernd sind.

Er sieht so putzig aus, trotzdem ist mit dem Fugu, besser bekannt als Kugelfisch, nicht zu spaßen.
In Deutschland ist die Zubereitung von Kugelfisch verboten, in Japan gilt das giftige Tier als Delikatesse. © Archiv/dpa

Haltbarkeit und Zubereitung beachten: An gesunden Lebensmitteln Freude haben

Gefährlich und sogar tödlich einerseits, gesund andererseits – Lebensmittel sind vielfältig. Und die Verbraucher können neben der richtigen Zubereitung auch mit einer korrekten Lagerung dazu beitragen, dass Fleisch und Co. lange genießbar bleiben. Wer etwa zehn Lebensmittel nicht im Kühlschrank lagert, profitiert von einer längeren Haltbarkeit und intensivem Geschmack. Passend dazu: 9 Lebensmittel, die sich gut lagern lassen, ganz ohne Kühlschrank und Gefriertruhe.

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