Hersteller lüftet Geheimnis

Fast keiner weiß es: Kleiner Griff am Einkaufswagen erfüllt wichtigen Zweck

  • Jason Blaschke
    VonJason Blaschke
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Der kleine runde Griff am Einkaufswagen wirft Fragen auf. Der Hersteller verrät, was für eine Funktion der Griff hat und was Kunden nicht tun sollten.

Leipheim – Viele Dinge am Einkaufswagen sind offensichtlich: Zum Beispiel, wie der Kindersitz richtig funktioniert oder wie man die Räder auf der Rolltreppe korrekt positioniert. Doch es gibt auch Funktionen, die vielen Menschen unbekannt sind. Dazu gehört auch der kleine runde Griff an der Lehne vom Kindersitz, der von vielen Kunden als Haken für Einkaufstüten mit Obst oder Gemüse benutzt wird. Doch dafür ist er eigentlich gar nicht da.

Griff am Einkaufswagen: Hersteller erklärt Funktion

Der Einkaufswagen-Hersteller Wanzl teilte laut CHIP mit, dass der Griff dazu diene, die Klappe vom Kindersitz richtig zu öffnen und zu schließen. Wenn Kunden von Kaufland oder Lidl aber Tüten an den Griff hängen, könne das die Funktion beeinträchtigen oder den Griff sogar beschädigen, heißt es vom weltweit größten Hersteller von Einkaufswägen mit Sitz in Leipheim.

Der Hersteller empfiehlt, für Tüten stattdessen den Haken an der Vorderseite zu benutzen, der genau dafür gedacht ist. Zudem sind viele Einkaufswagen mit einem abgetrennten Fach ausgestattet, in das die Kunden empfindliche Waren legen können, die nicht im Wagen zerdrückt werden sollen.

Einkaufswagen (Symbolbild) haben viele Funktionen. Der Griff am Kindersitz ist aber nicht für Plastiktüten gedacht.

Kaufland-Einkaufswagen mit seltsamer Aussparung – dazu dient die Halterung

Besonders Einkaufswagen glänzen immer wieder mit neuen Funktionen. Ein aktuelles Beispiel: Die seltsamen Aussparungen an neuen Kaufland-Einkaufswägen, über die aktuell tz.de berichtet. Diese dienen – anders als zunächst vermutet – als Halterung für einen Selbstscanner. „In Deutschland befinden wir uns hierzu aktuell in einer Testphase“, erklärt eine Sprecherin von Kaufland auf Nachfrage von BW24.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Neckarsulm machte zuletzt häufiger Schlagzeilen. Allerdings nicht wegen Funktionen am Einkaufwagen, sondern aufgrund von Preissprüngen als Folge der Lieferengpässe, die der Krieg in der Ukraine mit sich bringt. Wichtige Alltags-Lebensmittel sind deutlich teurer geworden, darunter auch das Speiseöl. In einigen Kaufland-Filialen kostet der Liter aktuell fast 5 Euro, wie Fotos von verärgerten Kunden auf Twitter zeigen.

Kaufland und Lidl in der Kritik: verschärfte Rationierungen und teure Preise

Kritik gibt es mit Blick auf Lieferengpässe und Preissteigerungen aber auch am Discounter-Riesen Lidl. Anders als bei Kaufland stehen neben den neuen Preisen für viele Lidl-Eigenmarken-Produkte die Lieferengpässe im Fokus. Konkret geht es um die nochmals stark verschärfte Rationierung einzelner Lidl-Produkte, die eine Twitter-Nutzerin auf die Palme bringt. Es habe tatsächlich wieder Sonnenblumenöl gegeben, „aber nur drei Flaschen pro Kunde“, so die Kundin.

Jeder Kunde habe auch exakt drei Flaschen gekauft. Da wunderte es eine andere Userin nicht, dass das Speiseöl bei ihr schon wieder ausverkauft war. Andere Nutzer sehen die Preise und Lieferengpässe mit Blick aus das Öl gelassen. „Ich habe glaube ich in meinem ganzen Leben noch keine fünf Flaschen Sonnenblumenöl verbraucht“, schreibt ein User auf Facebook.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa /Kay Nietfeld

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