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Kunde bekommt bei dm Hausverbot, weil er Maske falsch getragen haben soll

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Von: Jason Blaschke

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Eine Frau kauft in der Drogerie dm ein
Eine FFP2-Maske sollten Kunden immer dabei haben – und auch korrekt tragen, wie jetzt ein Vorfall auf Facebook zeigt. © picture alliance/dpa

Auf Facebook enthüllt ein User, dass er bei dm Hausverbot habe, weil er seine Maske falsch getragen haben soll – ein Vorfall, der für Diskussionen sorgt.

Karlsruhe – Die Drogeriekette dm sorgt immer wieder für Schlagzeilen – oft positive, doch manchmal erlaubt sich der mit mehr als 2.000 Filialen Deutschland ansässige Drogerie-Riese auch Patzer. Das neue Kundenangebot „dmLive“ wird zum Beispiel von Facebook-Usern als „nutzlos“ bewertet. Richtig sauer reagieren zudem viele Mütter, nachdem in den sozialen Netzwerken bekannt geworden war, dass dm ein wichtiges Baby-Produkt aus dem Sortiment kickt.

Doch es müssen nicht einmal Kundenangebote oder fehlende Produkte aktuell ein Thema sein, damit Facebook-Nutzer und dm-Kunden in Rage kommen. Vielmehr reichen schon die aktuellen Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg aus, um eine Situation in einer dm-Filiale eskalieren zu lassen. In einem Facebook-Post hatte sich eine Nutzerin beschwert, dass die Kunden im Markt dazu verpflichtet sind, eine FFP2-Maske zu tragen – die Mitarbeiter aber nicht, für sie reichen OP-Masken aus.

Zwischenfall in dm-Markt wirft Fragen auf – Hausverbot wegen falscher Maske

Für eine Frau war das einfach zu viel, auf Facebook wettert sie: „Warum auf einmal die FFP2 tragen, wenn doch OP-Masken vorher reichten? Ich, für meinen Teil, habe dieses Pingpong-Spiel satt.“ In der Corona-Verordnung des Landes ist geregelt, dass Kunden auch im Einzelhandel verpflichtend eine FFP2-Maske mit DIN-EN-149-Norm tragen müssen, solange die Alarm- oder Warnstufe in Baden-Württemberg greift.

Namedm-drogerie markt
GründerGötz Werner
Gründung28. August 1973
CEOChristoph Werner
Tochtergesellschaftdm drogerie markt GmbH

Für die Mitarbeiter greift die FFP2-Maskenpflicht explizit nicht – sie können nach wie vor auch eine blaue OP-Maske tragen. Daher ist der Vorfall auch nichts Ungewöhnliches. Viel interessanter ist hier die Wortmeldung eines anderen Facebook-Users, der sich im Beitrag der Frau zur Maskenpflicht in dm-Märkten über einen weitaus denkwürdigeren Vorfall auslässt. „Ich habe Hausverbot erhalten, weil ich meine Maske nicht zu 100 Prozent korrekt getragen haben soll.“

dm äußert sich zum Hausverbot – Facebook-Community mit geteilter Meinung

Auf Facebook schreibt der Mann, dass er eine Maske getragen habe, die aber seine Nase nicht vollständig bedeckt hatte. Statt einer ersten Verwarnung wurde der Ex-dm-Kunde – laut eigener Aussage – kurzerhand vor die Tür gesetzt. „Die Drogeriekette hat mich und meine Frau als Kunden endgültig verloren.“ Von dm gibt es inzwischen eine Reaktion zu dem harten Vorgehen. Die Drogeriekette bietet an, der Sache nachzugehen.

„Leider ist uns das über Social-Media nicht möglich. Wir bitten dich daher, dich an unser Service-Center per E-Mail oder über das Kontaktformular zu melden.“ Im Anschluss wolle man sich „angemessen“ um das Anliegen kümmern. Die Story ruft in der Facebook-Community gemischte Reaktionen hervor. Manche Nutzer finden es völlig unangemessen, wie der Mann von dm behandelt wurde. Andere geben wiederum zu bedenken, dass es wirklich keine große Sache sei, eine Maske ordnungsgemäß zu tragen.

Ob der Mann direkt mit dm in Kontakt getreten ist, ist nicht bekannt. Sicher ist bloß, dass auch nach zwei Jahren Corona-Pandemie das Thema Masken immer noch groß diskutiert wird – nicht nur auf Facebook und in Bezug auf dm. Auch in der Welt der Promis ist das Thema immer wieder Anlass für Konflikte. Wie RUHR24* schreibt, nimmt sich Michael Wendler wegen eines Masken-Attests in Deutschland sogar einen Anwalt, um gegen seinen ehemaligen Arzt vorzugehen. *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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