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Saharastaub vom Auto waschen: Experten geben Tipps für die richtige Reinigung

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Von: Jason Blaschke

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Der Saharastaub hat in Baden-Württemberg zahlreiche Autos verschmutzt. Fahrer sollten jetzt schnell, aber vor allem richtig reagieren, sagen Experten.

Stuttgart – Viele Autofahrer in Baden-Württemberg und ganz Deutschland plagt im Moment vor allem eine Sorge: der Spritpreis-Irrsinn an der Tankstelle. Der Konflikt in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland lassen die Preise für Energie und Rohstoffe explodieren. Das merken die Verbraucher am Spritpreis, aber immer öfter auch im Supermarkt, denn immer mehr wichtige Alltags-Lebensmittel werden knapp und teuer. Ganz vorne mit dabei sind Speiseöl und Klopapier.

Doch abseits von steigenden Preisen, Lebensmittel-Engpässen und Ukraine-Krieg schaffte es noch eine andere Meldung in die Schlagzeilen: die Saharastaub-Wolke aus Nordafrika, die auch im Südwesten für „Blutregen“ gesorgt hatte. Der Saharastaub färbe den Niederschlag bräunlich-rot, daher der Name, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung das Phänomen. Die Folge: Alle Autos, die nicht zufällig überdacht geparkt waren, sind seit Mittwoch völlig verdreckt.

Auto von Saharastaub befreien: ADAC-Experten mit Tipps – kein trockenes Tuch

Autofahrer sollten jetzt schnell reagieren, denn: Solange der Saharastaub noch nicht im Lack eingebrannt ist, lässt er sich noch gut entfernen. Die Technik-Experten vom ADAC raten deshalb, möglichst schnell eine Waschanlage aufzusuchen. Das Waschen vor der eigenen Haustür ist übrigens kein guter Einfall, denn vielerorts ist das Abspritzen des Autos mit Wasser verboten. Die Autowäsche ist in den meisten Regionen bloß auf versiegelten Flächen von Waschanlagen und SB-Waschanlagen gestattet. 

NameADAC
Mitglieder21,2 Millionen (2020)
HauptsitzMünchen, Bayern
PräsidentChristian Reinicke
Gründung24. Mai 1903, Stuttgart

Auf keinen Fall sollten Autofahrer versuchen, den Saharastaub mit trockenen Tüchern vom Fahrzeug zu entfernen. Die Sandpartikel können Kratzer in Lack und Scheiben verursachen, für die die Versicherung im Zweifelsfall nicht aufkommt. Die Fahrt zur nächsten Waschanlage ist deshalb die richtige Entscheidung. Wichtig ist nach der Wäsche auch die Nacharbeit. Die Empfehlung der ADAC-Experten: „Bei offenen Türen und Klappen die sonst verdeckten Blechflächen reinigen.“

Nach Saharastaub-Wolke – ein Autoteil jetzt besonders unter die Lupe nehmen

Dabei sollte der feuchte Lappen stets ausgewaschen werden, damit der Staub nicht weitergetragen wird. Gut zu wissen: Der Staub kann nicht bloß außen, sondern auch im Fahrzeug Probleme verursachen – Stichwort Pollenfilter. Wenn der schon vorher mit Pollen und Staub beladen war, kann der zusätzliche Sand einen sofortigen Wechsel erfordern. Die Experten vom ADAC warnen davor, den vollen Filter nicht zu wechseln. Im schlimmsten Fall verteilt sich der Saharastaub im ganzen Auto.

„Je nach Auto kann man den Innenraumfilter selbst wechseln“, heißt es vom ADAC. Mittlerweile gebe es Pollenfilter, die gasförmige Verschmutzungen zurückhalten können. Solche Modelle würden oft als „Aktivkohle-Folter“ oder als „anti-allergen“ bezeichnet. Aber egal, ob anti allergen oder nicht – es ist auf jeden Fall ratsam, den Innenraumfilter jetzt zu kontrollieren und bei Bedarf zu wechseln. Immer wieder geben die ADAC-Experten gute Ratschläge, zuletzt auch mit Blick auf die Spritpreise.

ADAC-Experten mit wertvollen Tipps: Im Spritpreis-Irrsinn leicht Geld sparen

Wer zum Beispiel auf eine ordentliche Fahrweise achtet, kann in Zeiten extremer Spritpreise bis zu 20 Prozent Kraftstoff einsparen und so sein Portemonnaie etwas entlasten. Und auch der Tankzeitpunk ist ein entscheidender Faktor, den Verbraucher unbedingt mit berücksichtigen sollten. „Wir haben ermittelt, dass man zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am günstigsten tanken kann“, hatte ADAC-Experte Alexander Schnaurs im BW24-Interview verraten.

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