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Aldi Nord verkürzte Öffnungszeiten! Bei Aldi Süd spricht man erneut über eigene Vorgaben

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Von: Dominik Jahn

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Im Handel wird immer wieder über kürzere Öffnungszeiten diskutiert, Aldi Nord hat sich dabei offensiv zu Wort gemeldet. Aldi Süd, Kaufland und Lidl hatten bereits Ende September auf die Debatte reagiert.

Mit der aktuellen Energiekrise in Deutschland ist vor wenigen Wochen eine intensive Debatte über kürzere Öffnungszeiten im Handel entbrannt. Die Lebensmittel-Riesen Kaufland und Lidl haben sich zu ihren Planungen bereits auf echo24.de-Nachfrage geäußert. Jetzt hat sich auch Aldi Nord offiziell zu Wort gemeldet.

Erst Ende September hatte echo24.de bei Aldi Süd zum Thema „Kürzere Öffnungszeiten“ angefragt. Die Aussagen waren eindeutig. Bei der Discounter-Kette hatte man zunächst auch auf die bereits umfangreichen Energeisparmaßnahmen verwiesen. So würde man die Temperaturen in den Filialen so weit senken, wie es die „gesetzliche Vorgabe für öffentliche Gebäude vorsieht“.

Aldi Süd bleibt entspannt bei kürzeren Öffnungszeiten beim Einkaufen

Nach dem offensiven Vorgehen von Aldi Nord, hat sich Aldi Süd gegenüber echo24.de erneut geäußert, um Spekulationen zu einer Veränderung der Öffnungszeiten vorzubeugen. Der Discounter hat dabei seine früheren Aussagen bekräftigt und sich zu den bestehenden Zeiten bekannt: „Wir richten unsere Öffnungszeiten nach den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden aus.“

UnternehmenAldi
Gründung1913
Umsatz22,8 Mrd. Euro (Aldi Nord, 2019) / 59 Mrd. Euro (Aldi Süd, 2019)
Sitz Aldi NordEssen
Sitz Aldi SüdMülheim an der Ruhr

Man werde sich an die gesetzlichen Vorgaben halten und berücksichtigt dabei auch bei Bedarf „gesellschaftspolitische Themen“. In früheren Aussagen gegenüber unserer Redaktion hat Aldi Süd zudem darauf hingewiesen, dass Öffnungszeiten bis 20 Uhr schon jetzt keine Seltenheit sind - eher die Regel. Spätestens schließen die Filialen aber um 21 Uhr.

Aldi Nord mit Stellungnahme zu kürzeren Öffnungszeiten

Von Aldi Nord gab es jetzt eine offensive Stellungnahme zu kürzeren Öffnungszeiten, wie auch die hna berichtet hat. Und die Deutsche Presse-Agentur schreibt dazu, dass das Unternehmen über Twitter mitgeteilt hatte, dass man „in der Energiekrise mehrere Filialen abends früher schließen“ wolle.

Ab November würden diese Märkte um 20 Uhr schließen. Die Maßnahme soll dann für die Winterzeit 2022/2023 gelten. Bisher sind viele Aldi-Nord-Märkte in Großstädten wie Hannover oder Hamburg länger geöffnet, etwa bis 21 Uhr. Wie viele und welche Märkte von kürzeren Öffnungszeiten betroffen sind, teilte Aldi Nord nicht mit.

Kürzere Öffnungszeiten beim Einkaufen: Das sagen Rewe und Rossmann

Angestoßen wurde die Debatte um kürzere Öffnungszeiten beim Einkaufen durch die Forderung von Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet, auf diese Weise eine angemessene Reaktion in der Energiekrise zu zeigen. Wie die dpa schreibt, ist Energie ein großer Kostenblock im Einzelhandel und fällt insbesondere für die Kühlung von Waren und die Beleuchtung an.

Kürzere Öffnungszeiten sind in der Branche aber umstritten. So hatte Rewe-Chef Lionel Souque unlängst gesagt, man habe an eine Verkürzung der Öffnungszeiten bisher noch nicht gedacht. Man wolle demnach aber „einen größtmöglichen Beitrag zu den bundesweit notwendigen Einsparungen leisten“. Die Kunden sollten darunter aber nicht leiden. Dieses Ziel teilt Rewe wohl mit den meisten anderen Händlern. So versprach auch Rossmann kürzlich, die Sparmaßnahmen würden für Kunden „kaum spürbar sein“.

Maskenpflicht beim Einkaufen ebenfalls heiß diskutiert im Handel

Neben kürzeren Öffnungszeiten im Handel wird auch immer wieder über eine Maskenpflicht beim Einkaufen diskutiert. Für Kaufland und Lidl ist die Vorgabe klar. Aus Baden-Württemberg kommen gerade von Handelsverband deutliche Töne, wenn es um schärfere Regelungen geht, wie echo24.de berichtet hat.

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