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„Danke, Rewe“: Kunde muss für Pfandabgabe auch noch zahlen

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Von: Kai Hartwig

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Wer sein Leergut zurück in den Supermarkt bringt, bekommt Geld zurück. Ein Rewe-Kunde erlebte bei der Pfandabgabe nun, dass es auch anders geht.

Neustadt am Rübenberge/München – In Supermärkten und Discountern werden Tag für Tag auch viele Getränke verkauft. Die Märkte von Aldi, Lidl, Penny, Rewe, Edeka oder Kaufland verfügen über üppige Getränkeabteilungen. Von Bier über Limonade bis hin zum Wasser ist hier für jeden Geschmack etwas dabei.

Neben dem Kaufpreis müssen Kundinnen und Kunden in der Regel auch ein Flaschen- oder Dosenpfand für das Produkt ihrer Wahl bezahlen. Bringt man das Leergut dann nach dem Genuss des Getränks wieder zurück in den Supermarkt oder Discounter, erhält man den Pfandbetrag zurück. Zumindest normalerweise, wenn nichts schiefläuft. Bei einem Rewe-Kunden lief dieser Vorgang nun offenbar nicht pannenfrei ab, wie tz.de berichtet.

Supermarkt-Kunde muss für Pfandabgabe auch noch zahlen – „Danke, Rewe“

Auf Twitter machte er seinen Fall publik und veröffentlichte ein Foto seines Kassenzettels. Den hatte er in einer Filiale im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge erhalten. Zu seinem Tweet schrieb er voller Ironie: „Danke, Rewe und Veltins, dass die Pülleken-Kiste mit Leergut nicht erkannt wird. Und dann geb ich sie leer ab und darf 1,50 Euro dafür bezahlen. Falsche Eingabe. Ja, hätte direkt vor Ort kontrollieren müssen, bla bla.“

Und tatsächlich, der Kunde hatte auf seinem Kassenzettel einen Kostenpunkt stehen, der stutzig macht. „Kasten leer“ lautete dieser und wurde mit einem Betrag von 1,50 Euro bemessen. Dabei hatte der Kunde doch nach eigener Aussage einen leeren Kasten abgegeben und nicht eingekauft.

Rewe-Kunde bemerkt Fehler zu spät: Leergut abgegeben, aber Kassenzettel enthält Kostenpunkt für leeren Kasten

Was genau am Pfandautomaten schief gelaufen war, lässt sich nicht sagen. Normalerweise springen in Supermärkten Mitarbeiter der Filiale ein und stellen notfalls auch händisch einen Pfandbon aus, sofern der Automat Leergut oder Kästen nicht erkennt. Ob dies in dem geschilderten Fall passierte oder nicht, bleibt unklar.

Ebenso lässt sich nicht genau nachvollziehen, warum der Kostenpunkt „Kasten leer“ auf dem Kassenzettel auftauchte. Sollte ein Pfandbon erstellt worden sein, scannt die Kassiererin oder der Kassierer diesen, so wird automatisch der entsprechende Betrag des Bons in die Gesamtrechnung des Einkaufs übertragen. Bei einem händischen erstellten Pfandbon müsste an der Kasse dessen Inhalt ebenfalls händisch eingegeben werden.

Ein Rewe-Kassenzettel liegt auf einem Tisch
Auf diesem Rewe-Kassenzettel befand sich wohl ein fälschlich eingetragener Kostenpunkt. © Screenshot / twitter.com/nicknightnils

Kunde prangert Supermarkt-Fail bei Rewe an – Unternehmen reagiert bislang nicht

Letztere Variante birgt durchaus Fehlerpotential. Fällt ein falscher Kostenpunkt auf der Quittung einem Kunden – wie in diesem Fall – nicht sofort auf, kann er den Fehler im Nachhinein kaum noch nachweisen. So erging es nun wohl auch dem Rewe-Kunden. Der markierte neben Rewe auch die Brauerei Veltins in seinem Post. Doch bislang reagierten weder die Supermarktkette noch der Bier-Hersteller auf den Tweet.

Den Verlust eines geringen Geldbetrags wird der Rewe-Kunde aus Niedersachsen allem Ärger zum Trotz wohl verschmerzen können. Dass man mit Leergut auch richtig absahnen kann, bewies kürzlich ein Mann aus demselben Bundesland. Er sammelte ein Jahr lang Pfand für eine PlayStation 5 – und bekam bei Real fast 800 Euro ausbezahlt. (kh)

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