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Wirte kämpfen darum, ihre Zelte auf dem Cannstatter Wasen aufbauen zu dürfen

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Von: Nadja Pohr

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Zelt auf dem Cannstatter Volksfest
Beim Stuttgarter Frühlingsfest gab es ein Verbot für die beliebten Festzelte. Einige Wirte hoffen, dass es auf dem Cannstatter Volksfest wieder wie gewohnt zugeht (Archivbild). © Sebastian Gollnow/dpa

Das Stuttgarter Frühlingsfest kam auch ohne Festzelte bei den Besuchern an. Einige Wirte befürchten, dass man auch beim Cannstatter Volksfest auf sie verzichtet.

Stuttgart - Das Frühlingsfest in Stuttgart konnte nach zweijähriger Coronapause in diesem Jahr wieder stattfinden - allerdings nicht in gewohnter Form. Während Maskenpflicht und Zugangsbeschränkungen wegfielen, galt auf dem Stuttgarter Frühlingsfest ein strenges Party-Verbot. Unter anderem mussten Besucher auf die beliebten und viel besuchten Bier- und Festzelte verzichten.

Dennoch wurde das 82. Stuttgarter Frühlingsfest ein voller Erfolg und die Bilanz der Schausteller fiel durchweg positiv aus. Durch das Fehlen der Zelte habe es kaum Alkoholexzesse gegeben und dafür mehr Familienbesuche, berichteten die Betreiber zufrieden. Einige Wirte befürchten nun allerdings, dass dem Cannstatter Volksfest im Herbst aufgrund der positiven Resonanz ein ähnliches Schicksal droht, wie dem Frühlingsfest.

Wirte tun alles, um Zelte auf dem Cannstatter Wasen aufbauen zu dürfen

Wirte und Brauereien haben Bedenken, dass die Stadt Stuttgart mit Blick auf die Zukunft festgestellt haben könnte, dass Feierlichkeiten auf dem Cannstatter Wasen auch ohne Bierzelte funktionieren. Der Veranstalter in.Stuttgart hat angekündigt, die Situation gemeinsam mit den Schaustellerverbänden, den Sicherheitsbehörden, den Festwirten sowie der Stadt zu analysieren, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet. Für die Wirte ist indessen klar: Auf einen Festplatz gehören Festzelte.

„Wir stellen uns der Verantwortung“, versichert Zeltwirt Karl Maier. Die Betreiber würden sich immer wieder selbst überprüfen und hinterfragen und wollten deshalb eine offene Diskussion nicht verweigern. Maier merkt zudem an, dass sowohl die Wirte und Brauereien, als auch der Veranstalter viel Geld in das Volksfest investierten. Dazu gehören etwa Ausgaben für die Werbung auf dem Platz oder für Sicherheitsdienste und Toiletten, um nicht den Ärger der Nachbarn auf sich zu ziehen.

Bisher noch keine Gespräche mit der Stadt Stuttgart - Einige Besucher weiterhin gegen Bierzelte

Aktuell planen die Veranstalter des Cannstatter Wasen ein normales Programm - ohne Maskenpflicht, Einschränkungen oder Kontrollen und mit den beliebten Bierzelten. Ein Gespräch zwischen der Stadt Stuttgart und dem Schaustellerverband habe es bisher allerdings noch nicht gegeben, wie der Vorsitzende Mark Roschmann sagt. Er hofft, „dass man die Sache nicht aussitzen will“.

Nach der Meinung einiger Bürger könnte man durchaus auch auf dem Cannstatter Volksfest auf die Bierzelte verzichten. „Es ist sehr angenehm, ohne die Alkoholleichen. Wegen mir gerne im Herbst auch“, schreibt eine Besucherin des Stuttgarter Frühlingsfestes auf Facebook dazu. „Saufzelte abschaffen“, fordert ein weiterer User. „Mir graut davor, wenn die Saufereien wieder losgehen“, meint ein anderer. Dennoch können sich die meisten Stuttgarter ein Volksfest ohne Bierzelte nicht vorstellen und hoffen, dass die Sehenswürdigkeit in Stuttgart in gewohnter Form stattfindet.

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