1.200 Tier- und 8.500 Pflanzenarten wieder zu bestaunen

Wilhelma: Lockerungen in Stuttgarter Zoo - das müssen Besucher jetzt wissen

Zwei Löwen liegen in einem Außengehege der Wilhelma in der Sonne.
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Wilhelma in Stuttgart: Das Raubkatzenhaus bleibt zwar geschlossen, die Tiere halten sich aber sowieso lieber im Freien auf.
  • Julian Baumann
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Die Lage aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg entspannt sich immer mehr. Durch die weiteren Lockerungen gibt nun auch in der Stuttgarter Wilhelma mehr Möglichkeiten für Besucher.

Stuttgart - In den vergangenen Wochen sind die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg immer weniger geworden. Baden-Württemberg öffnete bereits am 7. Juni mit weitreichenden Lockerungen. Für die Land- und Stadtkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von unter 35 entfiel beispielsweise die Testpflicht in der Außengastronomie. Inzwischen liegt die Inzidenz im Landesdurchschnitt für den Südwesten bei 5,8 und kein Land- oder Stadtkreis weist einen Wert von über 35 auf (Stand: 1. Juli, 16 Uhr). Am 28. Juni traten bereits weitere, weitreichende Lockerungen und eine Anpassung der Corona-Verordnung in Kraft.

Niedrige Inzidenzen, weitreichende Lockerungen und auch das Wetter in Deutschland ist nach den heftigen Unwettern endlich sommerlich. Die perfekte Gelegenheit um mal wieder eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Stuttgart, den Zoo Wilhelma zu besuchen. Seit dem 1. Juli sind in der Wilhelma wieder alle Tiere und botanische Juwelen zu sehen, heißt es auf der Seite des Zoos.

Wilhelma: Zoo der Landeshauptstadt öffnet wieder vollständig

Der beliebte Zoo der Landeshauptstadt Stuttgart öffnete bereits im März seine Türen wieder für die Besucher. Doch aufgrund der wieder steigenden Corona-Zahlen und der „Bundesnotbremse“ musste die Wilhelma wieder schließen. Und das nur drei Wochen nach der Wiedereröffnung. Am Montag, 14. Juni, war es dann endlich wieder sicher genug, zumindest einige Häuser des Zoos zu öffnen. Eine vollständige Öffnung und ein Bestaunen aller Tiere und Pflanzen der Wilhelma ist jedoch erst seit gestern wieder möglich. „Die anhaltend niedrige Inzidenz in Stuttgart erlaubt uns, wieder die gesamte Vielfalt der Wilhelma zu zeigen“, sagt Direktor Thomas Kölpin. „Dazu gehören unsere botanischen Juwelen genauso wie einige besondere Tierarten.“

Die Wilhelma in Stuttgart hat als zoologisch-botanischer Garten so einiges zu bieten. Mit rund 11.000 Tieren in etwa 1.200 Arten und rund 8.500 Pflanzenarten ist der Zoo nicht nur einer der artenreichsten Deutschlands, sondern sogar der Welt. „Diese außergewöhnliche Kombination der Wilhelma ist jetzt wieder vollständig zu erleben“, sagt Thomas Kölpin. Im Giraffenhaus seien nun beispielsweise weitere Tierarten aus Südafrika wie die Wüstenfüchse und Kurzohrrüsselspringer sowie bemerkenswerte Vögel wie die Kongopfauen und die Von der Decken-Tokos zu sehen, heißt es in der Mitteilung.

Wilhelma: Manche Häuser bleiben zu - die Tiere kann man trotzdem sehen

Nach den weiteren Lockerungen in Baden-Württemberg ist also auch die Wilhelma wieder größtenteils für die Besucher geöffnet. Laut der Mitteilung bleiben nur noch wenige Häuser geschlossen. Dabei handele es sich jedoch um die von Tieren, die sich im Sommer sowieso lieber im Freigehege aufhalten:

  • Raubkatzen: Asiatische Löwen, Sumatratiger, Jaguar, Nordpersischer Leopard, Schneeleopard, Gepard und Wildhunde
  • Elefanten
  • Nashorn
  • Tapire
  • Hirscheber
  • Gibbons und Haubenlanguren

In den Häusern dieser Tierarten leben in der Wilhelma auch Begleit-Tiere, die keine Außengehege haben. Bestaunen kann man jedoch auch die ehemals kleinsten Affen der Welt, die im Februar in der Wilhelma geboren wurden. Der Affennachwuchs ist inzwischen wohl etwas größer, aber sicherlich noch immer putzig. Zudem nahm die Wilhelma im Mai auch zwei neue Giraffen auf und erst vor wenigen Tagen zog das Krokodil „Bong“ in Stuttgart ein, hinter dessen Namen ein spannender Fakt steckt.

Einige Corona-Auflagen bleiben jedoch auch bei einem Besuch in der Wilhelma bestehen. Beispielsweise ist der Einlass nach wie vor nur mit einem Online-Ticket mit Zeitfenster möglich, das Tageslimit wurde jedoch auf 7.000 Besucher erhöht. Die Maskenpflicht gilt zudem innerhalb von Gebäuden und in Bereichen mit einem hohen Besucheraufkommen. Zudem muss eine Maske vor gekennzeichneten Außengehegen von Tieren getragen werden, die sich nachweislich bei einem Menschen mit Covid-19 infizieren können, heißt es in der Mitteilung des Stuttgarter Zoos. Dazu zählen hauptsächlich Raubtiere und Affen. Die Testpflicht ist nun jedoch auch im Restaurant entfallen.

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