Minis im Gehege

Wilhelma: Diese Tierbabys sind gerade im Stuttgarter Zoo zu sehen

Totenkopfäffchen mit Babys
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Kleine Neulinge in der Wilhelma können derzeit bei vielen Tierarten beobachtet werden - auch bei den Totenkopfäffchen gab es kürzlich Nachwuchs.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Tierbabys sind häufig die Stars unter den Zootieren. In der Wilhelma gibt es gerade ganz viel Nachwuchs. Wir zeigen euch, bei welchen Tieren ihr Babys entdecken könnt.

Stuttgart -Man muss die kleinen, tapsigen Wesen einfach mögen: Tierbabys haben auf uns Menschen eine faszinierende Wirkung. Viele könnten ihnen stundenlang zusehen, wie sie ihre Umgebung erkunden und spielen. Beim Besuch in der Wilhelma Stuttgart haben Besucher jetzt die Möglichkeit, eine ganze Reihe von Tierbabys zu beobachten. BW24 zeigt euch alle Jungtiere, die hier kürzlich zur Welt gekommen sind.

Flamingo-Küken: Flauschige, graue Vögelchen

Flamingo-Nachwuchs in der Wilhelma: Die flauschigen Kleinen stechen im Gehege hervor.

Zu den rosaroten Flamingos im Gehege, wenige Schritte entfernt vom Eingang der Wilhelma, haben sich kürzlich auch kleinere, graue gesellt. Es handelt sich um sechs Flamingo-Küken, die Anfang Juni geschlüpft sind. Bis auch sie das rosarote Gefieder tragen, braucht es mindestens zwei Jahre. Um groß und stark zu werden, werden die Jungtiere mit einer nahrhaften „Kropfmilch“ von beiden Elternteilen gefüttert. Dabei würgen die Eltern das Sekret aus Vormagen und Speiseröhre hoch und träufeln ihn in den Schnabel des Kükens.

Seelöwen-Baby Hollo: Putzmunterer Neuling erobert das Becken

Seelöwin Evi mit ihrem Jungtier Hollo, das dank der Muttermilch schnell wächst.

Auch die Seelöwen-Familie in der Wilhelma hat sich vergrößert. Im Juni hat die 20-jährige Seelöwin Evi in der Wilhelma ihr Baby namens Hollo geboren. Mittlerweile ist der kleine Hollo acht Wochen alt und schwimmt fleißig durchs Seelöwenbecken. Dazwischen gönnt er sich Pausen, um zu schlafen und zu trinken. Seine Mutter Evi säugt ihn nun mindestens ein halbes Jahr. Da die Seelöwenmilch sehr fett und nahrhaft ist, wird Hollo erst nach dem Säugen beginnen, Fisch zu fressen.

Premiere in der Wilhelma: Erstmals Baby-Yaks geboren

Die schwarz-braune Yak-Kuh Salome hat mit Sonam ihr erstes Kalb geboren. Es ist schwarz-weiß wie sein Vater Skunk.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Wilhelma sind im Zoo zwei Yak-Kälber geboren. Am 27. Juni erblicke der kleine Sonam das Licht der Welt, am 1. Juli folgte ihm seine Halbschwester Tashima. Vater ist in beiden Fällen der schwarz-weiße Bulle Skunk. Originell ist dabei, dass die schwarz-braune Kuh Salome mit Sonam ein schwarz-weißes Kalb bekam, dagegen die schwarz-weiße Kuh Tara mit Tashima ein ganz schwarzes Kalb in die Welt setzte. Die Yaks teilen sich in der Wilhelma seit Juni 2020 ein neues Gemeinschaftsgehege mit den Kamelen.

Tapsiges Trio: Schneeleoparden-Babys erobern Herzen der Besucher

Drei kleine Schneeleoparden-Mädchen liegen in ihrem Gehege in der Wilhelma.

Im April kamen drei kleine Schneeleoparden in der Wilhelma zur Welt. Dawa, Karma und Nyima lebten Anfangs bei ihrer Mutter in der Wurfbox. Seit Mitte Juni können sie jedoch regelmäßig von Besuchern im Schneeleoparden-Gehege beobachtet werden. Besonders Zoologie-Fachleute freuen sich über den wichtigen Zuchterfolg bei dieser seltenen Abstammungslinie der bedrohten Schneeleoparden - mit weniger als 4.000 Tieren in der Natur gilt sie als gefährdet. „Zu erleben, wie die drei lebensfrohen Kätzchen unbekümmert aufwachsen, ist herrlich“, sagte Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin. Die Raubkatzen-Mädchen haben eine tragische Familiengeschichte. Ihre Großmutter hatte kein so einfaches Leben. In Tadschikistan geboren, geriet sie dort in eine Falle von Wilderern und wurde verstümmelt. Später wurde sie gerettet und in den Züricher Zoo gebracht. Dort konnte sie trotz der Verletzungen überleben und brachte mehrfach Junge zur Welt.

Eselfohlen: Schwarzes, glattes Plüschfell statt Zotteln

Eselfohlen in der Wilhelma: Die kleine Lucille kam im Juni zur Welt.

Statt des typischen braunen Zottelfels, das erwachsene Poitou-Esel tragen, trägt das kleine Fohlen in der Wilhelma ein eng anliegendes Plüschfell ganz in Schwarz. Mit noch schlaksigen Beinen und schlackernden Ohren tollt das Jungtier um die geduldige Mutter Brise herum, die sich altersgemäß geruhsam-behäbig bewegt. Die auch „Riesenesel“ genannte Rasse der Poitou-Esel bringt mit bis zu 450 Kilogramm die schwersten Esel der Welt hervor. Bei einer Schulterhöhe von bis zu 1,50 Metern zählen sie auch zu den größten Eselrassen.

Totenkopfäffchen: Fünf Jungtiere sorgen für turbulente Tage

Huckepack auf dem Rücken der Mutter lernen die Kleinen die Welt kennen.

Nachdem im Februar in der Stuttgarter Wilhelma kleine Zwergseidenaffen geboren wurden, gibt es erneut Nachwuchs bei kleineren Affen zu vermelden. Die Rasselbande der ohnehin turbulenten Totenkopfäffchen hat sich im Mai und Juni um fünf neue Mitglieder erweitert. Bereits kurz nach der Geburt starteten die Jungtiere in ein bewegtes Leben - zunächst mit Klettereinheiten auf dem Rücken der Mutter. Über drei bis vier Monate erlangen die jungen Affen schrittweise ihre Selbstständigkeit. Bald schon wird man sie huschen, hangeln, balancieren und mit Artgenossen balgen sehen. Scheu sind sie dabei nicht: Manchmal stecken sie sogar ihre Hände durchs Gitter. Damit sie nicht krank werden, darf man sie aber auf keinen Fall füttern.

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