Nalu und Hollo

Zuwachs im Zoo: Zwei neue Seelöwen in der Wilhelma

Der kleine Seelöwe Hollo.
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Der kleine Seelöwe Hollo ist jetzt sechs Wochen alt und für Gäste gut zu beobachten.
  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Seelöwen sind wegen ihrer verspielten Art oft die Lieblinge der Zoobesucher. In der Wilhelma toben nun fünf statt der bisher drei Kalifornischen Seelöwen.

Stuttgart - Die Wilhelma Stuttgart hat ihre Seelöwen-Familie vergrößert. Bereits im Mai stieß das einjährige Weibchen Nalu aus dem Grünen Zoo Wuppertal zum Harem um den Seelöwenbullen Unesco. Später, im Juni, wurde in der Wilhelma dann Seelöwenbaby Hollo geboren. „Beide Neulinge machen sich sehr gut“, berichtet Revierleiter Markus Kapp.

Mittlerweile ist der kleine Hollo sechs Wochen alt und schwimmt fleißig durchs Seelöwenbecken. Dazwischen gönnt er sich Pausen, um zu schlafen und zu trinken. Die 20-jährige Evi, seine Mutter, säugt ihn nun mindestens ein halbes Jahr. Da die Seelöwenmilch sehr fett und nahrhaft ist, wird Hollo erst nach dem Säugen beginnen, Fisch zu fressen.

Seelöwen in der Wilhelma Stuttgart: Das sind die Regeln im Harem

Noch ein Jahr lang wird Hollo in der Landeshauptstadt Stuttgart beheimatet sein. Nach seinem ersten Geburtstag wird er jedoch - wie alle Jungtiere - die Gruppe verlassen. „Sie würden sich mit dem jeweiligen Haremschef, bei uns also Unesco, nicht vertragen und werden dann in einem anderen Zoo unterkommen“, sagt Markus Kapp. Bei den Kalifornischen Seelöwen sei es gang und gäbe, dass Jungseelöwen nach einem Jahr den Harem wechseln. Das ist auch der Grund, wieso Seelöwin Nalu als Heranwachsende aus Wuppertal nach Stuttgart gekommen ist.

Ähnlich wie Hollo, scheint sich auch Seelöwenmädchen Nalu nach ihrem Umzug gut in der Wilhelma eingelebt zu haben. „Nalu arbeitet beim täglichen Training schon sehr gut mit“, so Revierleiter Markus Kapp. Sie braucht aber noch etwas, bis sie voll ausgewachsen ist. Mit drei bis vier Jahren sind die Weibchen groß und schwer genug, um selbst Nachwuchs zu bekommen.“

Wilhelma Stuttgart: Noch vor 100 Jahren waren Seelöwen fast ausgestorben

Harems-Anführer Unesco, der mit über 250 Kilogramm auch deutlich als Chef der Gruppe identifiziert werden kann, ist derweil besonders aufgeregt. Obwohl er in der Wilhelma eigentlich keine Konkurrenz zu befürchten hat, buhlt er jetzt, in der Zeit kurz nach der Geburt der Jungtiere, um die Gunst der Weibchen. Immer im Juni und Juli ist bei den Kalifornischen Seelöwen Paarungszeit. Elf Monate dauert danach die Tragzeit bis zur Geburt der Seelöwen-Jungtiere. Noch vor rund 100 Jahren waren Kalifornische Seelöwen so gut wie ausgestorben. Dank konsequenter Schutzbemühungen gilt ihr Bestand heute als gesichert.

Die beiden Jung-Seelöwen sind nicht die einzigen Neuzugänge in der Wilhelma. Seit Kurzem lebt auch ein neues Krokodil namens „Bong“ im Stuttgarter Zoo. Zu den neuen Besucherlieblingen könnten auch die drei putzigen kleinen Schneeleoparden werden, die im April in der Wilhelma geboren wurden. Für die Zoobesucher gibt es in diesem Jahr außerdem eine Besonderheit. Erstmals können sie Fotos an die Wilhelma schicken - die besten landen im Jahreskalender. Einsendeschluss ist der 31. Juli auf der Homepage der Wilhelma.

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