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Wilhelma: Weil Tiere sich mit Corona anstecken können, müssen Besucher Maske tragen

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Von: Julian Baumann

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Eine Schneeleopardin trägt ihr Jungtier über einen Absatz in einem Gehege in der Wilhelma.
Vor manchen Außengehegen in der Wilhelma gilt die Maskenpflicht. Beispielsweise bei den Schneeleoparden. © Bernd Weissbrod/dpa

Weil sich auch Tiere mit dem Coronavirus ansteckend können, gilt vor bestimmten Außengehegen der Wilhelma in Stuttgart eine Maskenpflicht.

Stuttgart - Der zoologisch-botanische Garten Wilhelma in der Landeshauptstadt Stuttgart ist aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg nur mit Einschränkungen besuchbar. Da seit Montag, 27. Dezember, in Baden-Württemberg neue Corona-Regeln gelten, musste auch die Wilhelma ihre Regeln anpassen. Einlass erhalten durch die geltende Alarmstufe II und die angepasste 2G+-Regel nur noch Besucher, die vollständig geimpft oder genesen sind und zusätzlich noch einen negativen Testnachweis vorlegen können. Ausnahmen der Regel bestehen nur noch für Personen, die entweder innerhalb der letzten drei Monate geimpft wurden oder genesen sind, oder die bereits ihre Auffrischimpfung erhalten haben.

Auch die seit langem geltende Maskenpflicht wurde bei der Anpassung der Corona-Verordnung in Baden-Württemberg nachgeschärft und gilt so auch bei einem Besuch in der Wilhelma. „Es gilt weiterhin die Maskenpflicht in allen Gebäuden sowie am Eingang und in ausgewiesenen Bereichen vor Außengehegen von Tierarten, die ebenfalls durch COVID-19 gefährdet sind“, schreibt der Stuttgarter Zoo auf seiner Seite. Vor diesen Tiergehegen gilt laut Bild auch eine Maskenpflicht im Außenbereich.

Wilhelma: FFP2 im Innenbereich, doch auch vor manchen Gehegen muss Maske getragen werden

Laut der aktuellen Corona-Verordnung in Baden-Württemberg sollen Personen ab 18 Jahren im Innenbereich eine FFP2-Maske oder einen vergleichbaren Mund-Nasenschutz tragen. Aufgrund der Formulierung gab es beispielsweise bei Lidl und Co. Unklarheiten. Zum Schutz mancher Tiere müssen Besucher der Wilhelma aber auch im Außenbereich vor deren Gehegen eine Maske tragen. „Wir haben das so geregelt, weil es Hinweise darauf gibt, dass sich vor allem Raubkatzen und Affen mit Covid anstecken können“, sagte Wilhelma-Sprecher Harald Knitter der Bild.

Zu diesen von Corona gefährdeten Tierarten gehören auch äußerst beliebte Besuchermagneten in der Wilhelma: die Schneeleoparden. „Vor wenigen Wochen starben in einem US-Zoo drei Schneeleoparden an den Folgen einer Corona-Infektion. Deshalb wollen wir hier kein Risiko eingehen“, erklärt Harald Knitter. Beim Löwengehege wurde die Maskenpflicht dagegen laut Bild wieder aufgehoben, da ein ausreichender Abstand zwischen Besuchern und Tieren gewährleistet ist. Bei Waldhunden wird der Mindestabstand von 1,5 Metern aber oft überschritten, da die Tiere nicht besonders scheu sind und bei den Mähnenwölfen sind Tiere und Besucher nur durch einen Maschendrahtzaun getrennt. „Das Virus hätte es hier leicht“, sagt Knitter.

Maskenpflicht in der Wilhelma: Auch Bonobos und Zebramangusten sind Corona-gefährdet

Dass sich Affen ebenfalls mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg infizieren können, ist wenig verwunderlich. „Genetisch sind sie dem Menschen sehr ähnlich, pflegen enge soziale Kontakte untereinander“, erklärt Harald Knitter. „Ein Virus könnte hier die ganze Affensippe anstecken.“ Auch dem Gehege der knuffigen Zebramangusten in der Wilhelma dürfen sich Besucher nur mit Maske nähern. „Auch wenn man es den niedlichen Tieren nicht gleich ansieht: Es sind Raubtiere“, so der Sprecher. „Und die gelten nach neuesten Erkenntnissen als Corona-gefährdet.“

Viele weitere Tierarten wie beispielsweise Elefanten und Nashörner oder auch Tapire leben in der Wilhelma in den großen Tierhäusern. In diesen gilt im Innenbereich sowieso eine Maskenpflicht. Vor den oben genannten Tiergehegen, bei denen aufgrund einer Infektionsgefahr Maskenpflicht besteht, sind laut der Wilhelma sowohl FFP2- als auch normale OP-Masken möglich.

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