Vom Aussterben bedroht

Wilhelma: Flusspferde kehren zurück - in außergewöhnliches Gehege

Eine Zwergflusspferd-Mutter mit ihrem Nachwuchs
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Zwergflusspferde sollen in der Stuttgarter Wilhelma ein besonderes Gehege bekommen.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
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Die Zwergflusspferde kehren zurück: Die Wilhelma in der Landeshauptstadt Stuttgart plant ein Gehege für die Tiere - im Neckar und frei zugänglich für alle.

Stuttgart - Monatelang war ein Besuch der Wilhelma in der Landeshauptstadt Stuttgart* nicht möglich. Aufgrund der Corona-Pandemie hatte der große Tiergarten lange geschlossen. Ende April erst durften Zoos in Baden-Württemberg wieder öffnen. Besucher der Wilhelma dürfen sich seither auf einige tierische Neuzugänge freuen, die in der Schließungsphase nach Stuttgart gezogen sind.

Mit Sala und Nyiri sind zwei neue Giraffen in der Stuttgarter Wilhelma* (BW24 berichtete) heimisch geworden. Die beiden Tiere kommen aus dem Kölner Zoo und bilden nun mit Hanck und Anna das Giraffen-Quartett in der Landeshauptstadt. Eine weitere Viererbande gibt es neuerdings auch bei den Krokodilen: Seit Ende April ist neben Frederick, Tong und Billa nun auch Australienkrokodil Bong in der Stuttgarter Wilhelma*.

Wilhelma in Stuttgart hatte seit 2017 keine Flusspferde mehr

Die Tier- und Pflanzengarten, eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Stuttgart*, umfasst mittlerweile rund 11.000 Tiere. Lange gehörte auch Flusspferde dazu. Vier der Tiere konnten Besucher seit 1967 in der Wilhelma besichtigen. Seit 2017 allerdings - nachdem Großflusspferdbulle Mike nach Tschechien zog - gibt es keine Flusspferde mehr in Stuttgart. Laut einem Bericht der Stuttgarter Zeitung könnte sich das allerdings bald wieder ändern. In Zukunft will die Wilhelma zumindest der kleineren Variante, den Zwergflusspferden, wieder eine Heimat bieten.

Demnach ist ein außergewöhnliches Gehege für die Wassertiere geplant, das direkt im Neckar entstehen soll, auf der Fläche zwischen S21-Eisenbahnbrücke und Wilhelma. Dort sollen dann auch Nicht-Wilhelma-Gäste die Tiere besichtigen dürfen, also ganz ohne Eintritt. „Wir sind mit der Stadt Stuttgart in sehr gutem und regem Austausch“, sagt Thomas Kölpin, der Direktor der Wilhelma, zur Stuttgarter Zeitung. Die Überlassung des Grundstücks sei bereits in trockenen Tüchern.

Wilhelma in Stuttgart hofft auf 2025 - dann soll das besondere Gehege entstehen

Unklar sei allerdings noch der Zeitrahmen, in dem das Gehege entstehen soll. Die Umsetzung hängt von der Umgestaltung des Rosensteinufers ab, die wiederum erst erfolgen kann, wenn der Rosensteintunnel eröffnet ist. „Aufgrund zeitlicher Abhängigkeiten könnte eine Realisierung erst in einigen Jahren erfolgen“, sagt Thomas Kölping.

Die Zwergflusspferde stammen aus Zentralafrika und seien akut vom Aussterben gefährdet. Nur noch 5.000 Exemplare soll es geben. Insofern hält es die Wihelma für wichtig, die Tiere aus Schutzgründen auch in Stuttgart aufzunehmen. Spätestens 2025, so hofft Thomas Kölping, soll es so weit sein. Dann sollen die Zwergflusspferde in das besondere Gehege am Neckar ziehen. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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