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Wenige Privatinsolvenzen in Baden-Württemberg

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Weniger Verbraucherinsolvenzen im ersten Quartal
Die Zahl der Privatpleiten in Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Allerdings hatte 2021 ein Sondereffekt zu mehr Insolvenzanträgen geführt. © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa

Die Zahl der Pleiten von Privatleuten in Baden-Württemberg ist im Bundesvergleich gering. Insgesamt sank die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im ersten Quartal des Jahres deutlich - aus einem einfachen Grund.

Stuttgart/Hamburg (dpa/lsw) - Bundesweit haben im Südwesten im ersten Quartal des Jahres mit am wenigsten Privatleute einen Insolvenzantrag gestellt. Die Wirtschaftsauskunftei Crif zählte in Baden-Württemberg in den ersten drei Monaten des Jahres 20 Privatinsolvenzen je 100 000 Einwohner. Absolut seien es 2202 gewesen. Nur in Bayern gab es im Verhältnis noch weniger Verbraucherinsolvenzen (16). Im Bundesdurchschnitt waren es 27 je 100 000 Einwohner. Spitzenreiter war Bremen (50), gefolgt von Niedersachsen (39) und Hamburg (37).

Insgesamt hat es im ersten Quartal 2022 deutlich weniger Verbraucherinsolvenzen gegeben als ein Jahr zuvor. Mit 22 166 Fällen fiel die Zahl der Privatpleiten um gut 30 Prozent niedriger aus. Allerdings waren die Zahlen in den ersten drei Monaten 2021 infolge einer Gesetzesänderung stark gestiegen, die eine Befreiung von der Restschuld schon nach drei statt nach sechs Jahren möglich macht. Etliche Betroffene hatten nach Einschätzung von Experten daher mit ihrem Insolvenzantrag gewartet. Vergleicht man die jüngsten Zahlen mit dem ersten Quartal 2020, so ergibt sich ein Anstieg um neun Prozent.

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