Porsche Aktie in Planung

„Wertvollster Autokonzern Deutschlands“: VW will überraschende Entscheidung bei Porsche treffen

Der Porsche 718 beschleunigt.
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„Wertvollster Autokonzern Deutschlands“: VW will überraschende Entscheidung bei Porsche treffen
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Insidern zufolge plant Volkswagen, die Porsche AG an die Börse zu bringen. VW-Chef Herbert Diess startet damit eine Aufholjagd auf Tesla.

Wolfsburg/Stuttgart - Die traditionellen Autobauer aus Deutschland liegen an der Börse meilenweit hinter E-Auto-Pionier Tesla zurück. Elon Musks Unternehmen ist aktuell etwa dreimal so viel Wert wie die Daimler AG, VW und BMW zusammen. 630 Milliarden Euro soll Tesla inzwischen wert sein und lässt die Konkurrenz damit weit hinter sich. So beläuft sich der Börsenwert von VW auf rund 90, der von Daimler auf 70 und der von BMW auf rund 46 Milliarden Euro. Volkswagen wagt nun einen weiteren Vorstoß und erwägt, seine Tochter, die Porsche AG, an die Börse zu bringen.

Eine Porsche-Aktie in dem Sinne gibt es aktuell nicht. Der Grund ist simpel: Die Aktien der Porsche AG sind derzeit im vollständigen Besitz von VW und werden daher nicht an der Börse gehandelt - zumindest nicht in direkter Form. So findet man bislang lediglich Aktien der Porsche Automobil Holding SE, bei der es sich um ein eigenständiges Unternehmen handelt. Das könnte sich bald ändern. VW prüft einen mittelfristigen Börsengang von Porsche, wie das Manager Magazin unter Berufung auf Insider berichtet. Allerdings werde Volkswagen höchstens 25 Prozent seiner Anteile abgeben, heißt es. 20 bis 25 Milliarden Euro kalkulieren die Wolfsburger für das Aktienpaket.

Das Analyse-Portal „Alle Aktien“ sieht den Schritt als positiv an und bezeichnet Porsche gar als „wertvollsten Automobilkonzern in Deutschland“.

VW-Chef Herbert Diess fürchtet Konkurrenz von Tesla am Aktienmarkt - und schickt Porsche ins Rennen

Laut Manager Magazin ist VW-Chef Herbert Diess schon länger unzufrieden mit dem Aktienkurs der Volkswagen AG. So fürchtet er offenbar Finanzierungsnachteile gegenüber rein auf Elektroautos spezialisierten Konkurrenten wie Tesla. Doch VW zieht nach und plant bis 2030, den Anteil an verkauften E-Autos im Konzern auf 70 Prozent zu steigern. Auch Tochter Porsche schafft den Verbrenner womöglich in den kommenden zehn Jahren ab.

Herbert Diess will den VW-Konzern nachhaltig vom reinen Fahrzeugbauer zum Software-getriebenen Mobilitäts- und Technologiekonzern umformen. Dieser Schritt scheint unumgänglich, um sich gegenüber der Marktmacht von Tesla abzusichern. Auch ein anderes Unternehmen aus dem Silicon Valley könnte in Zukunft auf dem Markt der Elektrofahrzeuge mitmischen und für gefährliche Konkurrenz sorgen: Zum Schrecken von deutschen Autobauern baut Apple an einem E-Auto, das laut Insidern „bahnbrechend wie das iPhone“ sein soll.

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