Schwere Zugänglichkeit?

Verlassene Weinberge für Solaranlagen nutzen: FDP prallt mit ihrer Idee ab

Die Sonne scheint auf die Weinberge und den Neckar
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Die Sonne scheint auf die Weinberge und den Neckar nahe den Stuttgarter Stadtteilen Münster und Hofen.

Hektarweise liegen Weinbauflächen im Südwesten brach. Die FDP schlägt vor, die oft sonnigen Plätze für Photovoltaikanlagen zu nutzen - und wird zurückgewiesen.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Liberalen fordern von der Landesregierung in Stuttgart, Möglichkeiten von Solarstrom-Erzeugung in brachliegenden Weinbergen zu prüfen. «Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf aufgegebenen Weinbergen können einen sinnvollen Beitrag leisten, auch wenn damit nicht die Gesamtherausforderung der Energiewende gelöst wird», sagte der klimaschutzpolitische Sprecher der FDP im Landtag, Daniel Karrais, der Deutschen Presse-Agentur. «So können unwirtschaftlich gewordene Anbauflächen genutzt werden.» Hunderte Hektar Rebfläche liegen im Südwesten brach, für viele gibt es kein Pflanzrecht mehr.

Auf einen Antrag von Karrais antwortete Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU), dass viele Argumente gegen Photovoltaik im Weinberg sprechen - etwa höhere Kosten wegen schwerer Zugänglichkeit und Naturschutzauflagen. Es fehlten aber ausreichend Daten dazu. Allerdings seien bislang keine geplanten oder realisierten Photovoltaik-Freiflächenanlagen in aufgelassenen Weinbergen bekannt.

«Die Landesregierung sollte, wenn sie die Solarenergie in Baden-Württemberg ernsthaft voranbringen will, auch bisher unerforschte Potenziale berücksichtigen», sagte Karrais. «Alle Möglichkeiten, mit geringem Aufwand und Einfluss auf die Natur Solarenergie zu gewinnen, sollten in Betracht gezogen werden.

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