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Verkehrschaos in Stuttgart durch gesperrte Rosensteinbrücke - Stadt hofft auf schnelle Lösungen

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Von: Nadja Pohr

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Gesperrte Rosensteinbrücke in Stuttgart
Die kurzfristige Sperrung der Rosensteinbrücke hat vor allem Konsequenzen für den Verkehr in Stuttgart. © Andreas Rosar/dpa

Seit Mitte Mai ist die Rosensteinbrücke im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt gesperrt, was dort zu einem Verkehrschaos führte. Erste Lösungen werden nun diskutiert.

Stuttgart - Seit dem 12. Mai ist die Rosensteinbrücke im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt sowohl für Lkws als auch den Autoverkehr gesperrt. Bei Untersuchungen des 70 Jahre alten Bauwerks haben Experten festgestellt, dass die Brücke marode ist und nicht mehr lange halten wird - sie muss abgerissen werden.

Die kurzfristige Sperrung der Rosensteinbrücke hat nun Konsequenzen für den Verkehr in Stuttgart. Der Bezirksvorsteher von Bad Cannstatt, Bernd-Marcel Löffler, warnte bereits zuvor, dass eine Katastrophe drohe, da der gesamte Verkehr über die ohnehin überlastete König-Karls-Brücke geführt werden müsse. Tatsächlich ist der Weg ins Zentrum von Bad Cannstatt seither nur noch mit erheblichen Umwegen und Staus verbunden.

Stadt Stuttgart hofft auf schnelle Lösungen für gesperrte Rosensteinbrücke

Neben dem Lkw- und Autoverkehr ist auch der Stadtbahnverkehr auf der Rosensteinbrücke gesperrt, was ebenfalls zu einer problematischen Verkehrssituation führt. Die Stadt Stuttgart ist jedoch bemüht, Lösungen zu finden und hofft, diese schnell umsetzen zu können. Unter anderem wird gerade gemeinsam mit den Verkehrsplanern der Stuttgarter Straßenbahnen eine potenzielle Route der Linien U 13 und U 16 über die König-Karls-Brücke geprüft. Diese Option bietet sich allerdings erst ab Oktober, da beide Linien wegen Gleisarbeiten derzeit unterbrochen sind.

Wie Claus-Dieter Hauck vom Tiefbauamt Stuttgart sagt, hätten zudem Gespräche mit der Firma Züblin stattgefunden. Konkret ging es um die fehlende Rampe, die den Verkehr nach dem Rosensteintunnel zur König-Karls-Brücke in Richtung Cannstatter Innenstadt, Neckarpark und Mercedes-Benz führen soll. Würde diese schneller gebaut, könnte sich dadurch das Verkehrschaos in Bad Cannstatt etwas entspannen. Auch über eine Behelfsbrücke wird nachgedacht. Einen genauen Zeitpunkt für die Umsetzung des Interimsbauwerks oder auch für einen Neubau gibt es allerdings noch nicht.

Kritischer Zustand der Brücke zeigt wie wichtig die Sperrung war

Auch wenn der Bad Cannstatter Bezirksvorsteher Bernd-Marcel Löffler zuvor noch über die Ausmaße der Sperrung der Rosensteinbrücke warnte, sagte er nun, dass es sehr wichtig gewesen sei, die Brücke unverzüglich zu sperren. Der kritische Zustand der Brücke verdeutliche dies. „Die Materialprüfung ist noch nicht abgeschlossen – doch jeder weitere Tag zeigt uns, dass die Brücke in keinem guten Zustand ist“, beschreibt Claus-Dieter Hauck.

Die Brückensperrung war somit die einzig richtige Lösung. Auch weil es schwer geworden wäre, das Bauwerk nur für Autos und nicht für Lastwägen freizugeben. Zu Beginn hatte die Stadt noch Ordner an der Brücke positioniert, die dafür sorgen sollten, dass kein Lkw diese überqueren. Auf Dauer wäre das jedoch keine Option gewesen. Noch vor der Sommerpause hofft das Tiefbauamt dem Gemeinderat Auskunft geben zu können, welche Alternativen künftig für die Rosensteinbrücke möglich sind.

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