Tiefhängendes Heck

Transporter auf A8 bei Stuttgart fährt seltsam: Der Blick ins Innere erstaunt die Polizisten

In dem Transporter sind bei offenen Türen mehrere Tonnen Steine zu sehen.
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Auf der A8 bei Stuttgart hielt die Polizei einen Transporter mit fünf Tonnen Bauschutt an.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Bei einer Verkehrskontrolle auf der A8 bei Stuttgart bemerkte die Polizei einen Transporter, der ein seltsames Fahrverhalten zeigte. Schuld war die Ladung.

  • Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg führte am Mittwoch Verkehrskontrollen auf der A8 bei Stuttgart durch und machte eine überraschende Entdeckung.
  • Ein kontrollierter Transporter wog mit über fünf Tonnen Gesamtgewicht, fast zwei Tonnen mehr als zulässig.
  • Die äußerst schwere Ladung bestand aus Steinen und Bauschutt.

Ludwigsburg - Die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg führte am Mittwoch Verkehrskontrollen auf der Bundesautobahn A 8 zwischen dem Kreuz Stuttgart und der Anschlussstelle Leonberg-Ost durch, die ein wichtiger Knotenpunkt für den Verkehr in Stuttgart ist. Ein Transporter fiel ihnen auf, weil das Heck zu tief hing und die Reifen nach außen drückte.

Das Fahrzeug der Marke Mercedes hatte ein zulässiges Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Die Beamten prüften bei ihrer Kontrolle nahe dem Kreuz Stuttgart den verdächtigen Transporter. Sie bemerkten, dass die Reifen so heiß waren, dass man sie fast nicht berühren konnte. Die Polizei stellte ein Gesamtgewicht fest, das deutlich über dem zulässigen Gewicht lag.

Kontrollierter Transporter bei Stuttgart war fast zwei Tonnen zu schwer

Bei der Kontrolle des Mercedes-Transporters um 17:10 am Mittwochabend stellte die Verkehrspolizeiinspektion Ludwigsburg fest, dass die Ladung aus schweren Steinen und Bauschutt bestand. Mithilfe einer Bodenwaage überprüfte die Polizei das Gewicht des Fahrzeugs.

Mit 5,34 Tonnen überstieg der Transporter, der auf der A8 Richtung Stuttgart unterwegs war, das zulässige Gesamtgewicht um 1,84 Tonnen - was 52,6 Prozent entsprach. Daneben war die Ladung nicht gesichert und hätte nach Angaben der Polizei Ludwigsburg bei einer entsprechenden Situation ins Rutschen kommen können.

Dem Fahrer des Mercedes-Transporters untersagte die Polizei die Weiterfahrt Richtung Stuttgart. Durch das Übergewicht des Fahrzeugs und die nicht ordnungsgemäße Sicherung der Ladung sieht er sich mit einem Bußgeld konfrontiert. Auf Anfrage von BW24 erklärte das Polizeipräsidium Ludwigsburg, dass bei bereits einer Überladung von mehr als 30 Prozent mit einem Bußgeld von 380 Euro zu rechnen sei.

Die nicht gesicherte Ladung, die eine Gefahr für den allgemeinen Verkehr darstellt, wird mit 80 Euro und einem Punkt in Flensburg bestraft. Das Bußgeld für den Fahrer des Transporters auf der A8 bei Stuttgart, beläuft sich demnach auf mindestens 460 Euro.

Geringer Verkehr in Stuttgart durch Coronavirus verleitet Autofahrer zum Rasen

Vergangenes Wochenende erwischte die Polizei Ludwigsburg mehrere Raser auf den Autobahnen A8 und A81 bei Stuttgart. Allein auf der A81 bei Herrenberg fuhren 232 Fahrer mit deutlich erhöhter Geschwindigkeit. Laut Polizeivizepräsident Frank Spitzmüller nutzen viele Raser den geringeren Verkehr durch das Coronavirus in Baden-Württemberg aus, um mit deutlich zu hoher Geschwindigkeit zu fahren. Der schnellste der kontrollierten Verkehrssünder raste mit 221 km/h in Richtung des Schönbuchtunnels zwischen Herrenberg und Nufringen.

Am Mittwochabend geschah in der Region Stuttgart ein Unfall. Nach einer Chaosfahrt auf der Bundesstraße 312 in Plieningen verursachte ein 37-Jähriger durch den Unfall einen Schaden von 60.000 Euro. Der Mann stand offenbar unter Drogeneinfluss und flüchtete nach dem Unfall zu Fuß.

Am Dienstag gelang der Polizei Stuttgart, in Kooperation mit der Polizei Ludwigsburg und Reutlingen ein Schlag gegen das organisierte Verbrechen. Sie verhafteten elf Mitglieder eines Rauschgiftrings - die Verhafteten waren zum Teil noch minderjährig.

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