Maßnahmen zum Infektionsschutz

Südwest-Einzelhändler gegen schärfere Corona-Regeln

Eine Kundin stöbert in einem Modegeschäft
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Eine Kundin stöbert in einem Modegeschäft

Die Regeln im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg werden wieder strenger. Der Einzelhandel ist über schärfere Maßnahmen nur wenig erfreut.

Stuttgart (dpa/lsw) - In der Corona-Krise fordern Einzelhändler von der grün-schwarzen Landesregierung im Südwesten, verschärfte Zugangsbeschränkungen zu überprüfen. Die 2G-Regel im Handel führe dazu, dass Internet-Bestellungen für Weihnachtsgeschenke zunähmen, kritisierte die Hauptgeschäftsführerin beim Handelsverband Baden-Württemberg (HBW), Sabine Hagmann, in Stuttgart.

Im Südwesten waren am Mittwoch noch schärfere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus in Kraft getreten. Einkaufen gehen wird für nicht geimpfte Menschen stark eingeschränkt. In Corona-Hotspots dürfen künftig nur noch Geimpfte und Genesene in Geschäfte und auf Märkte. Die Grundversorgung mit Lebensmitteln und anderen Gütern ist dabei aber ausgenommen.

«Die Lage überfordert uns im Einzelhandel komplett», bilanzierte Hagmann. Mit der Landesregierung sei abgesprochen worden, dass es in Geschäften stichprobenartige Überprüfungen geben solle. Ziel sei es dabei auch, Schlangen zu vermeiden. «Wir können am Eingang kein Personal abstellen», sagte Hagmann.

Der Einkauf in den Geschäften sei sicher, sagte die Verbandsgeschäftsführerin. Verbraucherinnen und Verbraucher würden gerne an Ort und Stelle im Einzelhandel einkaufen - das belege auch eine repräsentative Umfrage.

Das Durchschnittsbudget für Weihnachtseinkäufe sei im Vergleich zu den beiden Vorjahren mit rund 378 Euro in etwa stabil geblieben. Besonders hoch in der Gunst der Kundschaft stünden Parfüm sowie Kosmetik- und Körperpflegeprodukte. Auch Schokolade und Pralinen seien beliebt. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben über 40 000 Handelsunternehmen im Land.

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