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Stuttgarter Fraktionen stimmen Neubau in der Schulstraße zu - „Lange genug ein Schmuddel-Eck“

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Von: Nadja Pohr

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Die ehemalige Sportarena in der Schulstraße
Aus der ehemaligen Sportarena an der Ecke König-/Schulstraße wird ein neues Geschäftshaus entstehen. © BW24/Nadja Pohr

Die Pläne für die ehemalige Sportarena an der Ecke König-/Schulstraße nehmen Formen an. Die Firma Signa plant dort ein neues Geschäftshaus. Stuttgarts Fraktionen stimmten dem nun zu.

Stuttgart - Über die Pläne in der Schulstraße, die im Herzen der Stuttgarter Innenstadt liegt, wurde in der Vergangenheit heftig diskutiert. Das Gebäude der ehemaligen Sportarena an der Ecke zur Königstraße soll abgerissen werden und dafür ein neues Geschäftshaus inklusive zweier Ladenflächen entstehen.

Mit dem Neubau an sich haben die Geschäftsinhaber in der Schulstraße keine Probleme – im Gegenteil, man erhofft sich sogar eine Magnetwirkung. Allerdings fürchtet man sich vor der Belastung, die durch die Bauzeit entsteht. Ein Kritikpunkt ist darüber hinaus auch, ein mögliches Platzproblem. Kritisiert wurde bei den Bauplänen unter anderem, dass die Rampe, die in die Gasse führt, von sechs auf maximal 2,05 Metern am unteren Ende reduziert werden soll. Im Gemeinderat in Stuttgart ist nun die Entscheidung über das Projekt vom österreichischen Investor René Benko endgültig gefallen.

Stuttgarter Fraktionen stimmen Neubau zu - „Lange genug ein Schmuddel-Eck“

Am Dienstag (24. Januar) hat die deutliche Mehrheit der Fraktionen im Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik für den Neubau der Firma Signa in der Schulstraße gestimmt. Die Stadträte sehen, anders als die Anrainer, keine größere Belastung für die Geschäfte, wie die Stuttgarter Zeitung (StZ) berichtet. Tobias Sauerbier, Deutschland-Chef von Signa, versprach den Betroffenen bereits, dass man nicht mehr Platz als nötig in Anspruch nehmen werde. Diese werden sich nun mit der zweieinhalb Jahre andauernden Baustelle arrangieren müssen.

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Die Fraktionsvorsitzenden Andreas Winter (Grüne) und Alexander Kotz (CDU) haben lobende Worte für den Signa-Neubau. Ihnen gefällt beispielsweise die Optik sowie der geringe Energiebedarf des Gebäudes und der gelungene Übergang auf die Galerie, schreibt die StZ. Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) ist sich sicher es stelle eine „städtebauliche Aufwertung dar“. Auch einige Bürger im Netz sehen die Pläne positiv. „Lange genug ein Schmuddel-Eck“, schreibt eine Facebook-Userin beispielsweise. Lediglich das Linksbündnis ist gegen den Bau.

Edeka zieht in den Signa-Neubau in der Schulstraße

Vor wenigen Wochen wurde bereits von Tobias Sauerbier bekannt gegeben, dass in den Signa-Neubau der Lebensmittelhändler Edeka Südwest einziehen werde. Im Untergeschoss wird der Supermarkt auf 1.500 Quadratmetern seine Produkte anbieten. Aus Rücksicht zur gegenüberliegenden Bäckerei Katz verzichtet Edeka darüber hinaus auf einen eigenen Backshop. Für die Stuttgarter klingt das nach einem fairen Angebot. „Wenn das stimmt, ist das ein sehr edler Zug von Edeka“, kommentiert ein Nutzer. „Ich finde es hervorragend“, äußert ein weiterer.

Das neue Gebäude wird auf eine „nachhaltige und ressourcenschonende Holz-Hybridbauweise“ gebaut. Die Fertigstellung für das Projekt ist für 2025 vorgesehen. Wann der Bau beginnt, ist derzeit noch unklar.

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