Eisbär muss umziehen

Stuttgarter Wilhelma: Was passiert mit Besucherliebling Wilbär?

Der etwa vier Monate alte Eisbär Wilbär schaut am Mittwoch (16.04.2008) hinter einem Felsen in einer Außenanlage eines Geheges im Stuttgarter Zoo Wilhelma hervor.
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Als Kind war „Wilbär“ in der Wilhelma in Stuttgart ein Star (Archivbild).
  • Nadja Pohr
    VonNadja Pohr
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Der Eisbär Wilbär muss sich ein neues Zuhause suchen. Was mit dem ehemaligen Besucherliebling der Wilhelma in Stuttgart passiert, ist noch unklar.

Stuttgart - Eisbär Wilbär aus dem zoologisch-botanischen Garten Wilhelma in der Landeshauptstadt Stuttgart* war ein absoluter Besucherliebling. 2009 zog der kleine Eisbär nach Schweden und muss sich jetzt wohl wieder auf Reisen begeben. Doch wie geht es für Wilbär jetzt weiter und kehrt er vielleicht an seinen Geburtsort zurück?

Im Jahr 2008 wurde Wilbär in der Wilhelma in Stuttgart geboren - als erstes und einziges Eisbärenbaby in der Wilhelma. Weil der Platz im dortigen Gehege für ihn und seine Mutter irgendwann zu klein wurde, entschied sich der Zoo dazu, die beiden Tiere in den Bärenpark Orsa Grönklitt nach Schweden abzugeben. Der Park schließt jetzt und Wilbär steht ein erneuter Umzug bevor.

Eisbär Wilbär muss umziehen: Kommt er zurück in die Wilhelma nach Stuttgart?

Die Wilhelma gehört mit ihren rund 11.500 Tiere zu den Sehenswürdigkeiten in Stuttgart*. Erst im vergangenen Jahr konnte sich der Zoo über die Geburt zweier Seelöwen freuen (BW24* berichtete). Auch das Eisbärenbaby Wilbär verzückte 2008 so manchen Besucher. Wilbär galt dort damals als Besucherliebling, weshalb sich jetzt sicherlich viele wünschen, dass der Eisbär zurück in die Heimat kommt.

Nach Baden-Württemberg* wird es für Wilbär jedoch nicht gehen, wie Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin gegenüber dem SWR sagte. Das Gehege, in dem der Eisbär damals gelebt hatte, wird mittlerweile für die Geparden verwendet. „Die Anlage ist auch einfach nicht mehr zeitgemäß für die Eisbärenhaltung“, erklärte Kölpin.

Eisbär Wilbär soll für Nachwuchs sorgen

Es gibt also leider keinen Platz für Wilbär in der Wilhelma. Was jetzt mit dem Eisbären passieren wird, ist weiterhin noch unklar. Seine ehemalige Betreuerin Ulrike Rademacher ist sich jedoch sicher, dass ihr früherer Schützling anderswo eine gute Bleibe finden wird - und dort vielleicht bald auch für weiteren Nachwuchs sorgt. Einen Nachwuchs hat Wilbär* bereits mit Tochter „Miki“.

Vielleicht darf man sich stattdessen auf Gepardenbabys im Stuttgarter Zoo freuen. Man entschied sich nämlich bewusst dazu, ein Geparden-Gehege aus Wilbärs altem Zuhause zu machen, verriet Kölpin im SWR-Beitrag. „Damit wir in die Gepardenzucht einsteigen können.“ Um Geparden, Affen und Co. in der Wilhelma allerdings aktuell besuchen zu können, muss eine Maske getragen werden, denn einige der Tiere können sich mit Corona anstecken*. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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