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Stuttgart warnt vor gefährlichem Tier - Bedrohung für Menschen und Hunde

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Von: Nadja Pohr

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Ein Schädlingsbekämper saugt Eichenprozessionsspinner vom Stamm einer Eiche ab
Der Kontakt mit Eichenprozessionsspinnern ist sehr gefährlich. Ihre Brennhaare können von allergischen Reaktionen bis hin zu Atemnot führen. © Friso Gentsch/dpa

Die Stadt Stuttgart warnt die Bürger vor giftigen Tieren, die sich im Stadtgebiet ausbreiten. Betroffene Bereiche sollten unbedingt gemieden werden.

Stuttgart - Immer mehr gefährliche Tiere siedeln sich in Deutschlands Regionen an. Ausgerottete Tierarten wie der Wolf kehren vermehrt zurück nach Baden-Württemberg. Seit 2015 nimmt die Zahl der Wolfssichtungen in den Wäldern im Südwesten stetig zu. Aber auch in das Stadtgebiet von Stuttgart wagen sich mittlerweile immer mehr Wildtiere.

Die Gefährlichkeit einiger Lebewesen ist dabei nicht immer von der Größe abhängig. Mit der Argentinischen Ameise hält das “größte Raubtier der Welt“ Einzug in den Landkreisen von Baden-Württemberg. Das Insekt stellt laut Experten eine große Gefahr für das Öko-System der Region dar. Aber auch vor einem anderen Tier warnt nun die Stadt Stuttgart ihre Bürger.

Stuttgart: Eichenprozessionsspinner stellt Gefahr für Mensch und Hund dar

In der Landeshauptstadt gibt es mehrere Fälle von sogenannten Eichenprozessionsspinnern. Die Raupen haben rund 1.700 Eichen in der Region befallen und können durchaus gefährlich für Menschen, aber auch Hunde werden. Bei Kontakt mit den giftigen Raupenhaaren (Brennhaaren), die leicht durch den Wind weitergetragen werden, kann es zu allergischen Reaktionen mit Juck­reiz und Haut­ausschlag kommen. Aber auch Augen­entzündungen, Atemnot und Fieber können Symptome nach einem Kontakt mit den Brennhaaren sein.

Die Eichenprozessionsspinnerraupen zählen zu den sogenannten „waldtypischen Gefahren“. Die befallenen Gebiete sollten deshalb vorerst gemieden werden. Betroffen sind meist Außenbereiche von Kindergärten, Schulen, Schwimmbädern, stark frequentierten Straßen sowie Grün‐ und Sportanlagen, teilt die Stadt Stuttgart mit. In den vergangenen Jahren waren vor allem die Waldbereiche Fasanengarten bei Weilimdorf und Waldebene Ost befallen. Von Anfang bis Ende Mai können die Raupen des Eichenprozessionsspinners bekämpft werden.

Bekämpfung der gefährlichen Raupen sollte Fachleuten überlassen werden

Bei Entdeckung eines betroffenen Baumes raten die Experten, die Raupen und Nester nicht zu berühren und die Bekämpfung Fachleuten zu überlassen. Diese erfolgt zunächst durch einen Blattaustrieb. Unmittelbar nach der Behandlung können die Flächen dann wieder betreten werden. Es kann dazu kommen, dass zunächst nicht alle Raupen des Eichenprozessionsspinners verschwinden. In einem weiteren Schritt werden auftretende Nester durch Absaugen entfernt.

Die Stadt bittet darum, entdeckte Nester mit einem Foto und dem genauen Standort zu melden. Dies kann über das Ideen‐ und Beschwerdemanagement oder per E‐Mail an poststelle.67-eps@stuttgart.de erfolgen.

Wer dennoch in die Nähe von Eichenprozessionsspinnern kommt, sollte empfindliche Hautbereiche wie Nacken, Hals und Unterarme schützen. Bei Kontakt mit Raupenhaaren kann eine heiße Dusche helfen. Die Kleidung sollte danach bei 40 Grad gewaschen werden. Gegen den Juckreiz können Antihistaminika helfen. Jedoch sollte bei stärkeren allergischen Reaktionen ein Arzt aufgesucht werden.

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