Kleiner Schlossplatz

Stuttgart hält an Verweilverboten fest - hier gelten sie

Zahlreiche Menschen genießen auf dem Schlossplatz das schöne Wetter und besuchen die Stuttgarter Innenstadt.
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Kein Verweilverbot für den Kleinen Schlossplatz - einige Wirte dürfte die Entscheidung enttäuschen.
  • Berkan Cakir
    VonBerkan Cakir
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Die Stadt Stuttgart setzt die Verweilverbote für den Marienplatz und den Feuersee fort. An anderen Orten, wo es heftige Beschwerden gab, sieht das Rathaus keine Notwendigkeit.

Stuttgart - Die Landeshauptstadt Stuttgart hat die Verweilverbote für den Marienplatz und den Feuersee verlängert. Bis zum 1. August ist demnach der Aufenthalt von Samstag 24 Uhr bis Sonntag 6 Uhr dort weiterhin nicht erlaubt. Grund dafür sind Sicherheits- und Sauberkeitsbedenken.

Im Juni trafen sich an den besagten Plätzen zahlreiche junge Menschen, um bis zu später Stunde zu feiern. Anwohner beschwerten sich über den zunehmenden Lärm und die starke Vermüllung der Plätze. Die Stadt Stuttgart verhängte ein Aufenthaltsverbot bereits am letzten Juni-Wochenende, um Versammlungen zu verhindern.

Landeshauptstadt Stuttgart: Der Kleine Schlossplatz gilt als Brennpunkt

Ziel sei es mit der Verlängerung der Verbote nach wie vor, „Partyexzessen vorzubeugen und die Anwohner vor nächtlichem Lärm zu schützen“, verkündete die Stadt in einer Mitteilung. Das Vorgehen sei mit der Polizei und der städtischen Abfallwirtschaft abgestimmt. Ein Sicherheitsdienst soll an den Orten weiterhin eingesetzt werden.

Auch der Kleine Schlossplatz gilt mittlerweile als Brennpunkt. Dort kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Auseinandersetzungen und Handgreiflichkeiten. Ein Video, das eine brutale Schlägerei in Stuttgart zeigt, ging zuletzt viral. Einige Anwohner beschwerten sich darüber, dass der Kleine Schlossplatz zu einem Treffpunkt für Leute geworden sei, die auf Krawall aus seien. Mehrere Wirte äußerten die Sorge, dass sich das auf ihre Kundschaft auswirke. In der Folge wurden Forderungen nach einem Verweilverbot laut.

Landeshauptstadt Stuttgart sieht von weiteren Verweilverboten ab

Ein solches komme am Kleinen Schlossplatz allerdings nicht infrage, sagte ein Sprecher der Stadt gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Die Entscheidung sei nach einer gründlichen Prüfung dagegen gefallen, „weil die polizeiliche Lage eine andere ist als am Marienplatz und am Feuersee“. Zudem sei der Platz nicht so gut abgrenzbar wie die anderen zwei Standorte.

Überlegungen zu einem Verweilverbot für den Bereich, der auch der Oberen Schlossgarten betreffen sollte, hatte es bereits Anfang Juni gegeben. Ordnungsbürgermeister Clemens Maier verwarf die Idee allerdings mit der Begründung, dass dann auch diejenigen betroffen wären, „die sich friedlich und ordnungsgemäß verhalten“. Man möchte nicht, „dass das Fehlverhalten Einzelner zu einem Kollektivverbot für alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter und Besucher der Stadt führt.“

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