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Um Stau-Chaos loszuwerden: Verkehr in Stuttgart wird live kontrolliert

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Von: Nadja Pohr

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Stadtverkehr in Stuttgart
Mithilfe der neuen Verkehrszentrale in der Heilbronner Straße soll künftig den Staus in Stuttgart vorgebeugt werden. © IMAGO/Arnulf Hettrich

Mithilfe eines neuen Verkehrszentrums in der Nähe des Pragsattels in Stuttgart soll sich der Verkehr in der Landeshauptstadt deutlich verbessern.

Stuttgart - Der Stadtbezirk Bad Cannstatt ist der Stau-Hotspot in der Stuttgart. Viele Verkehrsteilnehmer klagen über die Situation vor Ort, die sich mit Veranstaltungen wie dem Cannstatter Wasen oder an Heimspieltagen des VfB Stuttgart immer wieder zuspitzt. Allgemein ist der Verkehr in Stuttgart oft eine Geduldsprobe.

Wer am Morgen mit dem Auto zur Arbeit fährt, steht meistens im Stau. Dasselbe Leid zeichnet sich zum Feierabend ab. Nun soll allerdings das Problem in Angriff genommen werden. Hierzu arbeiten der Verband Region Stuttgart (VRS) mit dem Land sowie den Kreisen Esslingen, Böblingen, Ludwigsburg, Rems-Murr und weiteren elf Städten und Kommunen aus der Region zusammen. Das Ziel: „Den Verkehr in der gesamten Region Stuttgart flüssiger zu machen“, sagte VRS-Regionaldirektor Alexander Lahl.

Stuttgart: Verkehrszentrale kontrolliert künftig Stau-Gefahr mit Livedaten

Als ersten Schritt haben Alexander Lahl, Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne), sowie Vertreter der beteiligten Landkreise in Baden-Württemberg eine neue Zentrale für regionales Verkehrsmanagement vorgestellt. Wie die Stuttgarter Zeitung (StZ) berichtet, steht dabei besonders die sogenannte Ringzentrale im Mittelpunkt, mit Standort in der Nähe des Pragsattels in Stuttgart in der Heilbronner Straße.

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Hier laufen künftig alle notwendige Daten zusammen. Dafür werden in der Ringzentrale gerade die Verkehrsrechner aller teilnehmenden Städte und Kreise der Region zusammengelegt, die letztlich die Livedaten zum Verkehrsgeschehen, Baustellen, Sperrungen, Ampeln oder über die Anzahl freier Park-and-Ride-Parkplätze liefern. Der Verkehrsminister sieht den Schlüssel für einen besseren Verkehrsfluss vor allem in bedarfsorientierten, steuerbaren Ampeln. „Leider haben wir noch viel zu viele dumme Ampeln, die also nichts weiter können als auf Grün, Gelb oder Rot zu schalten“, weiß Hermann jedoch. Hier sei in Zukunft noch viel Luft nach oben.

Experten sollen in Zukunft auf das Verkehrsgeschehen in Stuttgart reagieren

Durch die Ringzentrale am Pragsattel haben Verkehrsexperten in Zukunft jedoch verbesserte Möglichkeiten, auf das Verkehrsgeschehen in der Schwaben-Metropole rechtzeitig reagieren zu können. Es gilt dabei, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, um zu vermeiden, dass woanders Staus entstehen.

In monatlichen Workshops werden sich daher die Experten mit Vertretern des Landes, der Region, der Kreise, Städte und Kommunen treffen, um nach Lösungen für die regionalen Verkehrsprobleme zu suchen, wie die StZ schreibt. Bereits jetzt wurden rund 200 relevante Verkehrsprobleme durch die Experten identifiziert. Winfried Hermann hofft, dass später einmal auch durch die Hilfe von Künstlicher Intelligenz der Verkehrsfluss erhöht werden kann. Nun soll sich jedoch erstmal das neue Verkehrszentrum unter Beweis stellen.

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