Mehr Platz fürs Publikum

Stuttgart: Weltweihnachtszirkus kehrt trotz Corona zurück - „niemand muss Angst haben“

Generalprobe für den Weltrekord: So sollte die Fahrradpyramide in fünf Metern Höhe aussehen.
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Weltweihnachtszirkus in Stuttgart: 2019 waren die Darsteller noch zu Gast auf dem Cannstatter Wasen. Jetzt kehrt das Ensemble zurück in die Landeshauptstadt (Archivbild).
  • Valentin Betz
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Großveranstaltungen in Stuttgart waren durch Corona lange undenkbar. Auch der Weltweihnachtszirkus fiel aus. Dieses Jahr geht die Show aber weiter.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg bedeutete lange Zeit einen enormen Einschnitt in den Alltag der Menschen. Bei all den alltäglichen Einschränkungen war an Großveranstaltungen deshalb gar nicht zu denken. Auch zahlreiche Veranstaltungen in Stuttgart mussten gestrichen werden.

Davon betroffen war auch eine echte Institution in der Landeshauptstadt Stuttgart: Im Winter war auf dem Cannstatter Wasen bislang alljährlich der Weltweihnachtszirkus zu Gast. Doch die 27. Show war die bisher letzte. Jetzt kehrt das Ensemble nach 703 Tagen in die baden-württembergische Landeshauptstadt zurück, wie Veranstalter Henk van der Meijden den Stuttgarter Nachrichten (StN) berichtete. Trotz der inzwischen besseren Lage wirkt sich das Coronavirus auf das Programm des Zirkus aus.

Weltweihnachtszirkus in Stuttgart: Veranstalter passt komplettes Zelt an Situation an

Vom 9. Dezember bis zum 9. Januar schlägt der Weltweihnachtszirkus wieder sein Zelt auf dem Cannstatter Wasen auf. Das ist in diesem Jahr aufgrund des Coronavirus sogar noch größer - was nicht gleichbedeutend mit mehr Zuschauern ist. Denn um ausreichend Abstand zu gewährleisten, wurde das Zelt von sechs auf acht Masten vergrößert. „Das ist psychologisch wichtig. Obendrein wird damit auch der Luftaustausch besser“, erklärte Veranstalter Henk van der Meijden den Stuttgarter Nachrichten. „Wir sorgen dafür, dass niemand Angst haben muss und dass sich alle bei uns sicher fühlen“, so der 84-Jährige.

Bezüglich der Hygieneregeln im Weltweihnachtszirkus hielt sich der Veranstalter noch bedeckt. Weil in Baden-Württemberg ab 15. Oktober „2G“ herrscht, geht er aber davon aus, dass auch die Zirkusshow nur Geimpfte und Genesene genießen dürfen. „Ohnehin sind immer mehr Menschen geimpft, das ist schön“, so van der Meijden. Ganz ironiefrei bezeichnete der 84-Jährige Stuttgart als „die Zirkushauptstadt von Deutschland“.

Stuttgart: Auch die Show des Weltweihnachtszirkus sieht wegen Corona anders aus

Das Coronavirus bedeutet aber nicht nur strengere Hygieneregeln für den Weltweihnachtszirkus. Auch sein Ensemble musste der Veranstalter deutlich umkrempeln. „Auf Akrobaten aus China und aus der Mongolei müssen wir verzichten. Sie dürfen nicht ausreisen“, erklärt Henk van der Meijden gegenüber den StN.

Stattdessen hat sich der Weltweihnachtszirkus für die Zuschauer nach der entbehrungsreichen Zeit etwas anderes einfallen lassen. Für Henk van der Meijden ist es wichtig „dass das Lachen in unserem Programm wieder triumphiert.“ Deshalb sind gleich mehrere Clowns im Programm. Für alle, die nach den schwersten Phasen der Corona-Pandemie dringend wieder mehr Positivität brauchen, hat er zudem einen Rat: „Man darf das Genießen nicht verlernen. Kunst und Kultur geben Energie.“

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