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Stuttgarter reagieren geschockt auf Russlands Angriff auf die Ukraine - „Das macht mir Angst“

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Von: Nadja Pohr

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Wladimir Putin neben dem Stuttgarter Schlossplatz (Montage)
Russlands Präsident Wladimir Putin (Foto) sei schwer einzuschätzen, finden die Passanten in Stuttgart. © Lino Mirgeler/dpa & Alexei Nikolsky/dpa (BW24-Collage)

Angesichts des Angriffs von Russland auf die Ukraine zeigen sich auch die Menschen in Stuttgart betroffen und schockiert, wie eine Umfrage in der Stadt ergeben hat.

Stuttgart - Am Donnerstagmorgen (24. Februar) eilten die schrecklichen Nachrichten in die Medien: Russland hat die ersten Bomben auf die Ukraine abgefeuert. Trotz wochenlangen Gesprächen von verschiedenen Regierungsoberhäuptern mit Wladimir Putin konnte der Angriff nicht verhindert werden. Nach Angaben des ukrainischen Militärs starben bereits mehr als 40 Soldaten. Auch viele Zivilisten sind betroffen und teilweise schwer verletzt worden.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) verurteilt den Angriff durch Russlands Präsident Putin, der „Europa und die Welt in eine tiefe Krise stürzt, die an die dunkelsten Zeiten des europäischen Kontinents erinnern.“ Und auch die Menschen in der Region zeigen sich schockiert über die Geschehnisse in den vergangenen Stunden. Unter anderem boykottieren Europapark-Fans bereits die Russland-Attraktion.

Angriff von Russland auf Ukraine: Stuttgarter haben klare Meinung - „Traurig und krank, was dort passiert“

BW24 hat sich auf den Straßen in der Landeshauptstadt Stuttgart umgehört, wie die Bürger über die neueste Entwicklung in der Ukraine denken. „Das macht mir Angst“, sagt ein Passant. Generell finden die Befragten die Situation durchweg „schrecklich“ und sind „fassungslos“, dass es jetzt zum Angriff durch Russland gekommen ist. „Das ist einfach nur traurig und krank“, findet Martin aus Filderstadt. „Gestern Abend konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass es tatsächlich passieren würde.“

„Wladimir Putin kann man nur schwer einschätzen, deshalb war ich total überrascht“, erzählt Judith, die Mitarbeiterin der UNO-Flüchtlingshilfe ist. „Ihm ist alles egal. Ich glaube, er will dadurch sein Lebenswerk vollenden“, sagt sie und erklärt, dass ihre Organisation auch Flüchtlinge aus der Ukraine unterstützen werde. Viele Passanten stellen sich ebenfalls die Frage, ob man nicht schon früher Maßnahmen gegen Putin hätte ergreifen müssen.

Ukraine-Krieg: Bedenken über Konsequenzen für Deutschland in Baden-Württemberg

Darüber hinaus fürchten die Bürger in Baden-Württemberg, dass der Angriff von Russland auf die Ukraine auch für Deutschland Konsequenzen haben könnte. Allerdings glauben sie weniger, dass es sich dabei um einen militärischen Angriff handeln werde. „Ich glaube nicht, dass es über die Ukraine hinaus geht“, sagt eine Passantin. Für Putin sei erstmal nur die Ukraine wichtig, meint eine andere Befragte.

Die Menschen in Stuttgart sind sich jedoch sicher: Man werde die Auswirkungen zum Beispiel durch steigende Energiepreise zu spüren bekommen. Aber: „Man darf es nicht unterschätzen und sich nicht in Sicherheit wiegen“, sagt Maria aus Waiblingen. Für sie seien die Geschehnisse jedoch noch sehr weit weg.

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