140 Tatverdächtige erkannt

Stuttgart: Super-Recogniser der Polizei haben die Hälfte aller Tatverdächtigen der Krawallnacht wiedererkannt

Eine Gruppe von Menschen dringt in einen Laden ein.
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Bei der Krawallnacht in Stuttgart plünderten Randalierer in einigen Läden.

Im vergangenen Jahr erschütterten Ausschreitungen in der Stuttgarter Innenstadt die Landeshauptstadt. Inzwischen wurde jeder zweite Tatverdächtige wiedererkannt.

Stuttgart (dpa/lsw) - Nach der Stuttgarter Krawallnacht im Sommer des vergangenen Jahres ist etwa jeder Zweite der bislang rund 140 Tatverdächtigen von sogenannten Super-Recognisern der Polizei wiedererkannt worden. Diese Beamten und Ermittler haben die besondere Fähigkeit, Gesichter nicht vergessen oder Menschen auf noch so verschwommenen Fotos wiedererkennen zu können. So können sie Gesichter von Verdächtigen nicht nur auf Bildern identifizieren, sondern auch in Menschenmassen besonders gut herausfiltern.

Das baden-württembergische Innenministerium setzt immer mehr auf die Super-Recogniser. Entsprechend begabte Beamte sollen künftig flächendeckend an allen Polizeipräsidien im Land eingesetzt werden. «Dieses Potenzial wird uns helfen, mehr Kriminelle zu identifizieren und damit der Strafverfolgung zuzuführen», sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU) im Frühjahr. Mittlerweile kann jeder Polizeischüler sich auf die Begabung testen lassen.

Die Londoner Polizei hat bereits vor Jahren eine Einheit aufgestellt, auch die Polizei in Hessen und Bayern nutzt die Wiedererkenner. Im Polizeipräsidium Stuttgart werden bereits rund 50 Super-Recogniser koordiniert.

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