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Immer wieder Staus: In Bad Cannstatt wird den Autofahrern das „Leben zur Hölle“ gemacht

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Von: Nadja Pohr

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Stau in Bad Cannstatt
Bad Cannstatt ist einer der größten Verkehrsknotenpunkte in der Landeshauptstadt Stuttgart. Autofahrer brauchen hier oft Zeit und Geduld. © IMAGO/Lichtgut/Max Kovalenko

In Bad Cannstatt verschärft sich die Verkehrssituation zunehmend. Die Stuttgarter Autofahrer sind genervt von dem Stau-Hotspot und den vielen Straßensperrungen aufgrund von Veranstaltungen im Stadtbezirk. Doch es gibt eine Chance auf Besserung.

Stuttgart - Nicht nur der Bahnverkehr in Stuttgart ärgert die Menschen in der Schwaben-Metropole regelmäßig. Aktuell kommt es aufgrund vieler Krankheitsfälle wieder zu zahlreichen Ausfällen und Verspätungen bei Regio- und S-Bahnen. Aber auch wer mit dem Auto in der Landeshauptstadt unterwegs ist, braucht starke Nerven. Der Verkehr in Stuttgart ist oft ein einziges Chaos.

Einer der größten und staureichsten Verkehrsknotenpunkte ist Bad Cannstatt. Wer beispielsweise rund um den Wilhelmsplatz, der Mercedesstraße, Daimlerstraße oder der alten B14 unterwegs ist, braucht Geduld und Zeit. Als Abkürzungen werden dann auch mal gerne Nebenstraßen oder sogar Fußgängerzonen genutzt - was die Situation zusätzlich verschärft.

Stuttgart Bad Cannstatt als Stau-Hotspot: Autofahrern wird das „Leben zur Hölle“ gemacht

Bad Cannstatt ist nicht nur der größte Bezirk, sondern auch Stau-Hotspot der Stadt Stuttgart. Viele Autofahrer im Netz bestätigen dies und nennen Gründe für das Verkehrschaos. „Wen wundert es? Statt 2 Spuren für die Autos gibt es nur noch eine! Man sollte einfach mal logisch denken, bevor man die Spuren verringert“, ärgert sich ein User. Auch die gesperrte Rosensteinbrücke und Wilhelmsbrücke seien Ursachen. „Es ist einfach nur noch ätzend, man braucht zwischen 7 und 20 Uhr eine Stunde von einem Ende der Stadt zum anderen Ende“, schreibt eine Nutzerin. „Dem Autofahrer soll einfach das Leben zur Hölle gemacht werden.“

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Erschwert werden die Bedingungen auf den Straßen zusätzlich durch die ganzen Veranstaltungen in Bad Cannstatt. Das weiß auch die Stadt. „Bad Cannstatt liegt nicht nur an der B 10 und damit an der viel befahrendsten Verkehrsachse der Landeshauptstadt, auch die meisten Großveranstaltungen finden nun einmal im Neckarpark statt“, sagte Andreas Hemmerich, Leiter Sachgebiet Allgemeine Verkehrsplanung beim Amt für Stadtplanung und Wohnen, gegenüber der Stuttgarter Zeitung (StZ). Die Stuttgarter kritisieren jedoch, dass trotz dieses Wissens sämtliche Straßen aktuell zusätzlich bei Veranstaltungen wie dem Cannstatter Wasen gesperrt werden. „Wer sowas genehmigt, hat keine Ahnung, wie es tatsächlich auf den Straßen zugeht. Die sollten mal aus dem Büro raus und zu den Stoßzeiten Auto fahren“, klagt ein Nutzer.

Neuer Verkehrsstrukturplan bietet Chance auf Verbesserung in Bad Cannstatt

Andreas Hemmerich sieht jedoch eine Chance, dass sich die Verkehrssituation in Bad Cannstatt künftig verbessern könnte: durch den neuen Verkehrsstrukturplan (VSP). Diesen lässt die Stadtverwaltung gerade erstellen und hofft darauf, ihn bis Ende 2024 dem Gemeinderat zur Diskussion vorlegen zu können. Auch die Stuttgarter werden sich dabei wohl mit einer Bürgerbeteiligung einbringen können. Wann und in welchem Rahmen das stattfinden wird, ist derzeit noch unklar.

Der letzte VSP wurde in den 70er Jahren erstellt - es ist also definitiv an der Zeit für einen neuen. In Bad Cannstatt soll sich jedoch in den kommenden Jahren noch einiges ändern. Zur Fußball-EM 2024 plant die Stadt Stuttgart in das verwahrloste Bahnhofsviertel in Bad Cannstatt Millionen zu investieren. Sicherlich sollte sich bis dahin gleichermaßen jedoch auch der Verkehr im größten Stadtbezirk entzerren, um den zahlreichen Fans einen angenehmen Besuch zu ermöglichen.

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