1. bw24
  2. Stuttgart

Erste Sicherheitskonzepte für Stuttgarts Party-Hotspots - Waffenverbotszone soll kommen

Erstellt:

Von: Nadja Pohr

Kommentare

Freitreppe am Stuttgarter Schlossplatz
Milde Temperaturen haben es bereits früher als gewöhnlich ermöglicht, länger draußen zu bleiben. Das Sicherheitskonzept für die Stuttgarter Innenstadt soll deshalb bereits ab Mitte April greifen (Archivbild). © Christoph Schmidt/dpa

Ab Mitte April soll in der Stuttgarter Innenstadt das erarbeitete Sicherheitskonzept der Stadt greifen. Weitere Maßnahmen zum Schutz der Bürger werden geprüft.

Stuttgart - Die Sicherheit in der Innenstadt von Stuttgart ist weiterhin ein großes Thema. Besonders durch die Ausschreitungen in Stuttgart im Jahr 2020, bei der Teile der Innenstadt zerstört und Läden geplündert wurden, hat das Sicherheitsgefühl gelitten. Weil es immer wieder zu Partys und Krawallen kommt, will die Politik in Stuttgart nun durchgreifen.

Die Stadt veröffentlichte bereits vor einigen Wochen ein Gesamtkonzept, an dem man schon seit längerem gearbeitet hatte. Das Konzept sieht vor allem verschiedene Veranstaltungsformate zur Bespielung des öffentlichen Raums sowie eine verbesserte Infrastruktur vor. Durch das Bündeln von Maßnahmen wolle man die Sicherheitslage weiter verbessern und das „friedliche und fröhliche Feiern aller Besucher“ sicherstellen - unter anderem mittels einer Durchmischung des Publikums.

Stuttgart: Sicherheitskonzept soll erstmals Mitte April angewandt werden

Nachdem laut Baykar Tavit von der Mobilen Jugendarbeit Süd überraschenderweise bereits in den Faschingsferien die ersten größeren Partys auf dem Marienplatz stattgefunden haben, will man für die Osterferien gewappnet sein. Mitte April könnte also zum ersten Mal das Sicherheitskonzept der Stadt Stuttgart angewandt werden.

Das Wetter in Deutschland, mit milden Temperaturen bereits im Februar, ermöglicht den Jugendlichen das Feiern im Freien. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren hat die Stadt nun allerdings ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Dieses soll dann nicht nur auf dem Marienplatz, sondern auch an verschiedenen anderen Orten, wie dem kleinen Schlossplatz oder dem Feuersee, umgesetzt werden. Ein privater Sicherheitsdienst soll ab Mitte April dann ebenfalls an Hotspots im Einsatz sein.

Zusätzliche Sicherheit in Stuttgarter Innenstadt durch Waffenverbotszone

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) setzt sich zudem für eine weitere Maßnahme für die Stuttgarter Innenstadt intensiv ein: Eine sogenannte Waffenverbotszone soll hier eingeführt werden. Die notwendige Rechtsverordnung soll laut einem Sprecher des Innenministeriums „rasch auf den Weg gebracht werden“. Weiter heißt es, dass Kriterien und mögliche Ausnahmeregelungen noch rechtssicher verfasst werden müssten.

Auch Oberbürgermeister Frank Nopper hatte sich für eine Waffenverbotszone ausgesprochen, nachdem es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Messerangriffen in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg gekommen war. Andere Politiker finden jedoch nicht, dass die Innenstadt unsicher ist. Luigi Pantisano (Linke) kritisierte beispielsweise, dass nach außen das Bild erzeugt werde, Stuttgart sei eine Stadt, in der man nachts Angst haben müsse. „Hier ist nicht Gotham City“, sagte der Linken-Politiker.

Auch interessant

Kommentare