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Stuttgart sammelt Ideen zur Verbesserung der Stadt – „Wutbürger tippen sich schon die Finger wund“

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Von: Nadja Pohr

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Vom 23. Januar bis 5. Februar können die Bürger der Stadt Stuttgart digital ihre Wünsche, Vorschläge und Ideen für den städtischen Haushalt einreichen. Auf der Online-Plattform lassen sich mehr oder weniger sinnvolle Anregungen finden.

Stuttgart - Seit dem 23. Januar können die Bürger der Landeshauptstadt Stuttgart online ihre Vorschläge und Ideen für den Bürgerhaushalt einreichen. Die Stuttgarter haben dadurch die Möglichkeit mitzuentscheiden, wo die Stadt mehr oder wo weniger Geld investieren sollte.

Fleißig wurden bereits die ersten Wünsche, Überlegungen und Meinungen auf einer eigens eingerichteten Online-Plattform der Stadt eingetragen. Die User im Netz zeigen sich über einige Ideen bereits amüsiert.

Stuttgarter witzeln über Bürgerhaushalt: „Wutbürger tippen sich schon die Finger wund“

Vorschläge wie „Elektronische Ausstattung der Schulen“, „Mehr Mülleimer überall“ oder „Begrünung der Rathausfassade“ sind unter anderem die Wünsche einiger Stuttgarter. Während manche dabei ihre Vorschläge sinnvoll begründen, sind andere in ihrer Wortwahl deutlich härter und fordernder. „Bitte prüfen Sie eine Umsetzbarkeit erneut und sorgen Sie für mehr Sicherheit und ein gutes Gefühl als Anwohner“, schreibt beispielsweise ein Bürger, der sich ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde wünscht. Auf Twitter spottet ein User über die Ideen auf dem Portal deshalb: „Die Wutbürger tippen sich schon die Finger wund.“ „Bei den ganzen Vorschlägen, die man liest, verblödet man kaum“, kommentiert ein anderer ironisch.

Stuttgart Stadtansicht
Stuttgarter können in den nächsten zwei Wochen Vorschläge, Wünsche und Ideen für den städtischen Haushalt einreichen und so die Stadt mitgestalten. © IMAGO/Arnulf Hettrich

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Neben durchaus sinnvollen Anregungen gibt es aber auch einige Wünsche von Stuttgartern, die man weniger ernst nehmen sollte. Eine Bürgerin schlägt zum Beispiel einen „Spielplatz für Erwachsene“ vor. Ein anderer fordert „Döner für 3 Euro“ und will eine „vom Staat klar festgelegte Dönerpreisgrenze“. In den Hinweisen finden sich auch Vorschläge wie „Gaming Stadion“ errichten lassen oder „Gratis Gummibärchen im Rosental an Jogger“ zu verteilen.

Noch bis zum 5. Februar werden die Anregungen für die Verbesserung der Stadt gesammelt

Beim Aussortieren der Vorschläge wird die Stadt Stuttgart wahrscheinlich einiges zu tun haben, wenn nach und nach weitere Wünsche eintrudeln. Bis zum 5. Februar können auf dem Onlineportal noch Einreichungen gemacht werden. Danach werden die Wünsche zur Verbesserung der Stadt zusammengefasst und ausgefiltert, wenn sie den städtischen Haushalt nicht betreffen.

Vom 16. Februar bis 8. März können die Bürger der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg schließlich die übrig gebliebenen Ideen bewerten und entscheiden, ob die Einreichungen gut oder weniger gut für die Stadt sind. Man darf gespannt sein, welche Vorschläge die Stadt und ihre Bürger am Ende überzeugen und umgesetzt werden.

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