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Stuttgarter Richter sollen bei Dieselklagen von KI entlastet werden

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Justitia
Eine Statue der Justitia hält eine Waage und ein Schwert in der Hand. © Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Angesichts der Flut an Klagen wegen des Dieselskandals in der Autobranche greift die Justiz in Baden-Württemberg nun zu ungewöhnlichen Mitteln.

Stuttgart (dpa/lsw) - Künftig soll künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt werden, um die Stuttgarter Richter zu entlasten. «Nach Erprobung des Prototyps wird das System jetzt bei den vier Dieselsenaten des Oberlandesgerichts Stuttgart eingeführt», sagte die baden-württembergische Justizministerin Marion Gentges der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Montag).

Wegen der Dieselklagen unter anderem gegen Mercedes sind allein am OLG Stuttgart über 13 000 Verfahren in der Berufung anhängig. Das sei ohne technische Hilfe kaum mehr zu bewältigen, hieß es aus dem Justizministerium. Die KI soll vor allem die Fälle aus den Schriftsätzen herausfiltern, die gleich gelagert sind. Kläger sind Besitzer von Dieselfahrzeugen, bei denen die Firmen unzulässige Abschalteinrichtungen in die Abgasreinigung eingebaut haben sollen.

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