Verweilverbot am Max-Eyth-See

Lärm und Dreck: Stuttgart sperrt ganzen See am Wochenende ab

Menschen entspannen am Max-Eyth-See.
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Der Max-Eyth-See wird zum Teil gesperrt.
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
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In Stuttgart wird an öffentlichen Orten teils laut und ausgelassen gefeiert. Am Max-Eyth-See hat das jetzt Konsequenzen: Am Wochenende herrscht ein Verweilverbot.

Stuttgart - Baden-Württembergs Landeshauptstadt Stuttgart hat offenbar ein Problem. Regelmäßig versammeln sich zahlreiche Menschen an beliebten Plätzen. Das alleine wäre noch kaum der Rede wert. Allerdings geht es bei den Feiern ganz schön laut zu - und es bleibt ganz schön viel Müll liegen.

Der Marienplatz in Stuttgart wurde so regelrecht zum Schandmal. Die öffentlichen Party wurden auch durch die Corona-Pandemie begünstigt - viele Bars, Clubs und Diskotheken waren lange Zeit geschlossen, junge Menschen suchten nach Alternativen. Die Stadt fand aber keine adäquate Lösung. Stattdessen verhängte Stuttgart Aufenthaltsverbote an den „Hotspots“. Ein solches Verweilverbot gilt jetzt auch am Max-Eyth-See. Zumindest für eine Nacht am Wochenende.

Verweilverbot am Max-Eyth-See: Anwohner haben genug von feiernden Massen

Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, tritt das Verweilverbot am Max-Eyth-See am Samstag, 18. September, um 20 Uhr in Kraft und dauert bis Sonntag um 6 Uhr an. Lediglich der Zugang zu Gaststätten und Vereinsgebäuden bleibt bestehen.

Damit reagiert die Stadt Stuttgart auf Beschwerden der Anwohner über nächtlichen Lärm und Müll. Allein am ersten Septemberwochenende sollen nahezu 2.500 Menschen am Max-Eyth-See gefeiert und damit die Anwohner um ihren Schlaf gebracht haben.

Party an öffentlichen Plätzen: Problem am Max-Eyth-See kein Einzelfall

Die Bezirksbeiräte des Stadtteils Mühlhausen wandten sich schließlich mit einer Resolution an Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper. Darin fordern sie ein Ende der Partys in dem Naherholungsgebiet.

Ob die Stadt dem Problem mit Verweil- und Aufenthaltsverboten Herr wird, bleibt indes fraglich. Denn der Max-Eyth-See ist inzwischen nur ein Ort in einer langen Liste. Selbst am Kleinen Schlossplatz machten Randalierer Gästen das Leben schwer. So scheint das Verweilverbot nur das Warm-up für die nächste Party zu sein.

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