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News aus Stuttgart: Noch 500 Tage bis zur EM 2024 – OB Nopper freut sich auf das Spektakel in der Stadt

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Update, 31. Januar, 16.02 Uhr: Die Fußballweltmeisterschaft in Katar ist vorüber und in Stuttgart fokussiert man sich bereits auf die UEFA Europameisterschaft 2024. In der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg werden fünf Spiele ausgetragen. Die Stadt möchte ein Fußball-Spektakel mit spielerischen Aktionen, kulturellen Programmen sowie großem Public Viewing feiern. Ab heute sind es noch genau 500 Tage bis zum Anpfiff. Aus diesem Grund begrüßte Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) drei Botschafter im Rathaus: Ex-Fußballprofi und VfB-Spieler Cacau, Kunstturnerin Elisabeth Seitz und Para-Kugelstoßer Niko Kappel.

Thomas Pollack, Matthias Schöck, Cacau, Frank Nopper, Elisabeth Seitz und Niko Kappel
Von links: Thomas Pollack, von der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart, wfv-Präsident Matthias Schöck, Ex-Fußballprofi Cacau, OB Frank Nopper, Kunstturnerin Elisabeth Seitz und Para-Kugelstoßer Niko Kappel bei der Übergabe der gespendeten Bälle. © BW24/Nadja Pohr

„Die Stuttgarter Innenstadt wird eine große Fanzone während dieser fünf Spiele“, fiebert OB Nopper dem Fußball-Event bereits entgegen. „Meines Erachtens ist ein Gruppenspiel in Stuttgart viel schöner als das Finale in Berlin.“ 500 Tage vor der EM soll aber nicht nur der Spitzensport im Fokus stehen. Denn die „Host City Stuttgart“, wie sich das Projekt nennt, unterstützt in diesem Rahmen unter anderem auch den Fußball-Nachwuchs, sowie die Vereine, spezielle Förderprogramme und Schulprojekte mit 500 Fußbällen.

Die ersten 50 davon wurden im Rathaus von Nopper und den drei Botschaftern an den Präsidenten Matthias Schöck vom Württembergischen Fußball-Verband übergeben. Nach der WM in Deutschland 2006 habe es einen großen Andrang im Fußball von Kindern und Jugendlichen gegeben. „Genau diese Euphorie versprechen wir uns auch im nächsten Jahr“, so Matthias Schöck.

Nach fast drei Jahren endet die Maskenpflicht im Nahverkehr

Update, 31. Januar, 9 Uhr: Mit der neuen Corona-Verordnung ist die Maskenpflicht im baden-württembergischen Nahverkehr seit diesem Dienstag (31. Januar) nach fast drei Jahren aufgehoben. Auch das Personal in Arztpraxen kann nun wieder auf den lange vorgeschriebenen Schutz verzichten. Es sind die letzten Auflagen, über die das Land selbst entscheiden konnte.

Wenige Tage lang werden Land und Bund noch getrennte Wege auf der Schiene gehen: Während für den Nahverkehr die Pflicht kassiert wurde, muss die Maske im Fernverkehr der Deutschen Bahn noch bis einschließlich Mittwoch (1. Februar) getragen werden.

Die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen galt in Baden-Württemberg seit Ende April 2020. Es reiche aber derzeit aus, das Tragen des Mund-Nase-Schutzes vor allem in öffentlich zugänglichen Innenräumen und im Nahverkehr zu empfehlen, hatte das Gesundheitsministerium bei der Ankündigung der Verordnung mitgeteilt. Die Corona-Regeln des Bundes sind noch bis zum 7. April gültig, dann entfällt nach aktuellem Stand auch die Maskenpflicht für Patienten und Besucher in Praxen. (dpa)

Steuerzahlerbund findet Pläne für Opern-Sanierung nicht mehr haltbar

Update, 30. Januar, 11.05 Uhr: Angesichts von Inflation und Ukraine-Krieg sind die Pläne für die Sanierung der Stuttgarter Oper aus Sicht des Steuerzahlerbundes nicht mehr haltbar. „Bundeskanzler Olaf Scholz hat die Zeitenwende ausgerufen. Wir leben heute in einer anderen Welt“, sagte Landeschef Eike Möller der Deutschen Presse-Agentur. Die Politik müsse sich auf diese Zeitenwende auch bei den Ausgaben der öffentlichen Hand einstellen. Energiespartipps von der Politik für die private Haushaltsführung reichten nicht aus. „Das Land muss sich bei den Ausgaben beschränken. Eine Möglichkeit ist, wenn man Großprojekte abspeckt.“

Möller sagte, Land und Stadt sollten ernsthaft prüfen, ob eine Sanierung im Bestand möglich sei. „Es ist nicht nachhaltig, eine Interimsspielstätte zu bauen. Ihre Nutzungsdauer ist beschränkt.“ Der Steuerzahlerbund sei nicht gegen die Sanierung der Oper. Das müsse schon gemacht werden. „Aber wenn es eine seriöse und kostengünstige Alternative zu den bisherigen Plänen gibt, sollte diese bevorzugt werden.“

Das Opernhaus Stuttgart spiegelt sich im Eckensee.
Das Opernhaus Stuttgart spiegelt sich im Eckensee. © Bernd Weissbrod/dpa

Die geplante Kreuzbühne sieht Möller gleichfalls kritisch. Sie sei ein weiteres Kostenrisiko, denn hier müsse in die historische Bausubstanz eingegriffen werden. Bei einer Kreuzbühne flankieren ebenso große Räume links, rechts und hinten die Bühne, damit ganze Kulissen schnell gewechselt werden können. „Der Druck auf die öffentlichen Haushalte steigt, da kann man bei geplanten Kulturbauten nicht so weitermachen als sei nichts geschehen.“

Eine Sprecherin des Kunstministeriums teilte mit, Baden-Württemberg sei ein starker Wirtschaftsstandort und ein ebenso starker Kulturstandort. Die vorliegende Planung stelle unter allen geprüften Alternativen „die beste und wirtschaftlichste Umsetzung sicher“. Selbstverständlich würden auch im weiteren Verfahren die Kosten immer wieder überprüft. (dpa)

Polizei fasst 17-jährigen Autoknacker nach Aufbruchsserie

Update, 27. Januar, 10.40 Uhr: Seit Anfang Dezember wurden in Parkhäusern und Tiefgaragen in Stuttgart 20 Autos aufgebrochen. Nun konnte die Polizei einen verdächtigen 17-Jährigen festnehmen. Der Jugendliche aus dem Kreis Ludwigsburg fiel den Beamten am Dienstag (24. Januar) in der Königstraße in der Innenstadt auf. Neben einer Einkaufstüte mit Kleidern und Parfüm, bei dem es sich mutmaßlich um gestohlene Ware handelte, trug er illegales Reizstoffsprühgerät sowie ein auffälliges Metallteil bei sich, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Der 17-Jährige wurde daraufhin festgenommen. Laut Ermittlungen soll der Jugendliche an fünf Autoaufbrüchen beteiligt gewesen sein. Die Beamten überprüfe nun, ob er auch in den weiteren Fällen integriert war. Bis auf Weiteres sitzt der Junge nun in Untersuchungshaft.

Fünf Polizisten wegen Kinderpornografie-Verdachts freigestellt

Update, 25. Januar, 15 Uhr: Weil sie im Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie stehen, sind fünf Polizisten vom Dienst freigestellt worden. Dies teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts am Mittwoch in Stuttgart mit. Die Ermittler waren auf sie im Zuge der Recherche unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung in verschiedenen Chat-Gruppen eines Messenger-Dienstes gestoßen. Bei der Auswertung von Mobiltelefonen sei man auf ein Video mit kinderpornografischem Inhalt gestoßen, hatte die Behörde bereits am Dienstag erklärt. Das Video sei im Sommer 2019 von einem der Verdächtigen in einer Chatgruppe gepostet worden.

Autofahrer fährt gegen acht Autos - über 100.000 Euro Schaden

Update, 25. Januar, 9.12 Uhr: Ein Unbekannter ist in Stuttgart mit seinem Auto gegen acht weitere Fahrzeuge und eine Hauswand gefahren. Laut einer Mitteilung der Polizei vom Mittwoch entstand bei der Unfallfahrt am Dienstagabend (24. Januar) ein Schaden von über 100.000 Euro. 

Der Autofahrer war den Angaben nach zu schnell mit seinem Auto unterwegs gewesen und kam von der Straße ab. Danach stieß er gegen acht Autos, die auf der linken und rechten Straßenseite geparkt waren. Anschließend fuhr er den Wagen gegen eine Hauswand. Laut Polizei beobachteten Zeugen, wie zwei Männer zu Fuß von der Unfallstelle flüchteten. Die Polizei beschlagnahmte das schwer beschädigte Auto des unbekannten Fahrers und sucht nun nach weiteren Zeugen. (dpa)

Region Stuttgart wird erste Fairtrade-Region in Baden-Württemberg

Update, 24. Januar, 8.40 Uhr: Die Region Stuttgart wird die erste Fairtrade-Region Baden-Württembergs. Wie die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart mitteilte, wird sie durch den Verein Fairtrade Deutschland zertifiziert. Die entsprechende Urkunde soll demnach am 31. Januar in Stuttgart übergeben werden. „Fairtrade verändert Handel(n) durch bessere Preise für Kleinbauernfamilien und sorgt für menschenwürdige Arbeitsbedingungen für Beschäftigte auf Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern“, sagte Uta Hörmann von der Region Stuttgart.

Das Fairtrade-Logo ist während einer Messe neben diversen Fairtrade-Produkten zu sehen.
Das Fairtrade-Logo ist während einer Messe neben diversen Fairtrade-Produkten zu sehen. © Daniel Karmann/dpa

Voraussetzung für die Zertifizierung ist laut Hörmann unter anderem die dauerhafte Verwendung von fair gehandelten Produkten in der Geschäftsstelle des Verbands Region Stuttgart. Auch müsse innerhalb des Verbandsgebietes eine bestimmte Anzahl von Geschäften, Schulen, Vereinen und Kirchen als Fairtrade zertifiziert sein. Bundesweit gibt es Hörmann zufolge bislang fünf Fairtrade-Regionen.

In der Region Stuttgart sind demnach aktuell 33 Kommunen als Fairtrade-Towns ausgezeichnet, drei weitere sowie der Landkreis Böblingen befinden sich derzeit im Bewerbungsverfahren. Fairtrade-Towns fördern den fairen Handel auf kommunaler Ebene. Zur Region Stuttgart gehören 179 Städte und Gemeinden in den fünf Landkreisen Böblingen, Esslingen, Ludwigsburg, Göppingen, dem Rems-Murr-Kreis sowie die Landeshauptstadt Stuttgart. (dpa)

Veranstalter erwarten hohe Besucherzahl bei Reisemesse CMT

Update, 20. Januar, 15.53 Uhr: Die Veranstalter der Reisemesse CMT haben eine positive Zwischenbilanz gezogen. Bei den Besucherzahlen werde ein sehr guter Wert erwartet, sagte der Geschäftsführer der Messe Stuttgart, Roland Bleinroth, am Freitag in Stuttgart. Der Wert werde wahrscheinlich über dem Durchschnitt der letzten fünf Reisemessen vor der Corona-Pandemie liegen. Einen konkreten Zwischenstand wollte Bleinroth noch nicht nennen. Ein Rekordwert wie 2020 sei jedoch nicht zu erwarten. Damals waren zur CMT rund 300.000 Menschen auf das Messegelände gekommen.

Die nach eigenen Angaben weltgrößte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit hatte am 14. Januar nach Corona-Pause wieder die Pforten geöffnet. Am ersten Wochenende hatten nach Angaben des Veranstalters 80 000 Menschen die Messe besucht. Mehr als 1600 Aussteller präsentieren sich noch bis Sonntag auf rund 120 000 Quadratmetern Fläche. 2021 fand die Messe digital statt, 2022 fiel sie komplett aus.

Gebäude als Sicherheitsrisiko? Ärger um Stromausfall im LKA

Update, 19. Januar, 10.03 Uhr: Ein Stromausfall im Landeskriminalamt treibt die Politik um und wirft Fragen der Sicherheit auf. Nach jetzigem Kenntnisstand seien keine größeren Datenmengen verloren gegangen, aber in Einzelfällen könnten Datenverluste gravierend sein, sagte LKA-Chef Andreas Stenger am Mittwoch (18. Januar) im Innenausschuss. Das müsse nun aufgearbeitet werden. Stenger begründete den Stromausfall mit dem maroden Gebäude und veralteten Stromschienen und plädierte dafür, den Neubau des LKA-Gebäudes zu forcieren. Das LKA-Hauptgebäude wurde 1978 gebaut und war ursprünglich als reines Verwaltungsgebäude konzipiert.

In der Folge eines Kurzschlusses hatten sich am vergangenen Mittwoch (11. Januar) manche Rechner und Server im Landeskriminalamt überhitzt, es entwickelte sich Rauch im Gebäude und es kam zu Problemen mit der IT. Der Ausfall wirkte sich zum Teil auch auf die EDV-Systeme von Polizeipräsidien im Land aus. „Die dadurch ausgelösten Einschränkungen diverser Fachanwendungen betrafen mitunter auch die übrigen Dienststellen und Einrichtungen der Polizei“, heißt es in dem Brief des Landespolizeipräsidiums an die Beschäftigten, der der dpa vorliegt. Die Rede ist von einer „Verkettung mehrerer unvorhersehbarer elektrotechnischer Umstände, die in der Folge zu Einschränkungen im LKA sowie bei landesweiten IT-Anwendungen geführt haben“. Zur Behebung seien Krisenstäbe eingerichtet worden. Am 16. Januar sei die reguläre Stromversorgung wieder ans Netz gegangen.

Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Der Schriftzug „Landeskriminalamt Baden-Württemberg“ ist vor dem Landeskriminalamt zu sehen. © Daniel Naupold/dpa/Archivbild

Der Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Ralf Kusterer, bezeichnete die teils desolaten Gebäudezustände und die veraltete Technik als Sicherheitsrisiko. „Das Landeskriminalamt ist nur die Spitze des Eisbergs“, sagte Kusterer der dpa. Er bemängelte „veraltete Technik, schlechte Bausubstanz, heruntergewirtschaftetes Inventar, das man zu Hause auf dem Sperrmüll entsorgen würde“.

Aus Sicht der SPD hätte der Vorfall verhindert werden können, unter anderem weil es bereits im November zu einem Stromausfall im LKA gekommen sei. „Der jetzige Stromausfall im LKA hätte verhindert werden können, wenn der Minister rechtzeitig gehandelt hätte“, warf SPD-Innenpolitiker Sascha Binder Innenminister Thomas Strobl (CDU) vor. „Die IT-Systeme des LKA und der Polizei sind veraltet und obwohl die Probleme seit vielen Jahren bekannt sind, setzte der Minister andere Prioritäten. Die erforderlichen Vorkehrungen wurden nicht getroffen, auch nicht nach dem Stromausfall im November 2022.“ (dpa)

Nach Brand mit drei Toten – Ermittlungen gegen Bewohnerin des Pflegeheims

Update, 18. Januar, 15.19 Uhr: Nach dem Brand in einem sozialpsychiatrischen Pflegeheim in Reutlingen, bei dem am Dienstag (17. Januar) drei Menschen starben, ermittelt die Tübinger Staatsanwaltschaft wegen Mordverdachts. Im Fokus steht laut Mitteilung der Polizei vom Mittwoch eine 57 Jahre alte Bewohnerin, die bei dem Brand schwer verletzt worden war. Gegen sie werde wegen Verdachts des dreifachen Mordes und elffachen Mordversuchs ermittelt, teilten die Behörden mit. Bei dem Brand waren zwei Männer und eine Frau ums Leben gekommen, elf Bewohner des Hauses wurden verletzt.

Brand in Pflegeheim in Reutlingen
Blumen liegen im Schnee vor einer Pflegeeinrichtung. Nach einem Brand in dem sozialpsychiatrischen Pflegeheim in Reutlingen, bei dem am Dienstag drei Menschen starben, ermittelt die Tübinger Staatsanwaltschaft wegen Mordverdachts. © dpa/Christoph Schmidt

Nach bisherigen Ermittlungen sei das Feuer am Dienstag gegen 19.40 Uhr im Obergeschoss des Hauses im Zimmer der Verdächtigen ausgebrochen. Weitere kriminaltechnische Ermittlungen dauerten an. Auch über ein mögliches Tatmotiv der Frau, die eine psychische Erkrankung habe, sei noch nichts bekannt. Die 57-Jährige, die bei dem Feuer selbst schwer verletzt wurde, sei derzeit noch nicht ansprechbar und werde in einer Spezialklinik behandelt.

Nach Polizeiangaben handelte es sich bei den drei Toten um eine 53-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 73 und 88 Jahren. Sie kamen den Rettungskräften zufolge durch Rauchgasvergiftungen ums Leben. (dpa)

Land erteilt Absage für Sanierung des Brunnens am Schlossplatz

Update, 18. Januar, 9.47 Uhr: Dem Brunnenbub Kocher vom Schlossplatz fehlt seit längerem der Unterarm und der Unterschenkel. Bauministerin Nicole Razavi (CDU) teilte nun mit, dass das erstmal so bleiben werde. Es sei „aus denkmalfachlicher Sicht“ nicht notwendig, das „Erscheinungsbild des Brunnens in die Zeit des 19. Jahrhunderts“ zurückzuführen, erklärte Razavi.

Brunnenbub Kocher vom Schlossplatz
Dem Brunnenbub Kocher vom Schlossplatz fehlt seit längerem der Unterarm und der Unterschenkel. (Archivfoto) © dpa/Marijan Murat

FDP-Politiker Friedrich Haag kritisiert gegenüber der Stuttgarter Zeitung (StZ), dass das Land „halbe Sachen beim Denkmalschutz“ mache. Wenn es um eine „Visitenkarte“ der Stadt gehe, dürfe eine mögliche Verbesserung nicht an 10.000 Euro scheitern, äußerte er. Das Land Baden-Württemberg lehnt die Sanierung allerdings ab, da hierfür die Figuren abgenommen werden müssten. Zum einen könnte dies zu einem Materialverlust führen und zum anderen gehe durch eine Beschädigung „das künstlerisch-architektonische Bild des Schlossplatzensembles nicht verloren“.

Prozess nach Bluttat an Esslinger Grundschule - Verdächtiger schweigt

Update, 17. Januar, 16.25 Uhr: Nach einer Messerattacke in einer Grundschule in Esslingen will sich der Angeklagte vorerst nicht zu den Vorwürfen gegen ihn äußern. Er werde zunächst weder zu seiner Person Stellung nehmen noch zum Tag der Tat, sagte sein Verteidiger zu Beginn des Prozesses gegen den 25-Jährigen vor dem Stuttgarter Landgericht. Bei der Suche nach einem möglichen Motiv für die Tat muss das Gericht nun also auf die Aussagen der Zeugen und die Einschätzung von zwei Gutachtern vertrauen. 

Die Staatsanwaltschaft wirft dem angeklagten Mann versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Den Ermittlungen zufolge war das Mädchen mehrfach mit der Klinge eines Küchenmessers auf den Hinterkopf und den Nacken geschlagen und schwer verletzt worden. Auch die damals 61 Jahre alte Betreuerin erlitt Verletzungen durch das Messer.

Nach wie vor ist aber unklar, ob der in Deutschland geborene Mann mit niederländischem Pass überhaupt für die Tat in der Schule zur Verantwortung gezogen werden könne. Denn laut Staatsanwaltschaft gibt es Anhaltspunkte dafür, dass er wegen einer seelischen Störung oder psychischen Erkrankung vermindert schuldfähig und gefährlich sein könnte. Als sicher gilt laut Staatsanwaltschaft hingegen, dass es sich bei dem betroffenen Mädchen um ein Zufallsopfer gehandelt habe. Auch die Betreuerin soll dem Mann aus Esslingen nicht bekannt gewesen sein. (dpa)

Prozess nach Bluttat an Esslinger Grundschule gestartet

Update, 17. Januar, 10.15 Uhr: Nach der Messerattacke in einer Esslinger Grundschule muss sich der 25-jähriger Mann von Dienstag (17. Januar) an vor dem Landgericht in Stuttgart verantworten. Er soll während der Ferienbetreuung ein damals sieben Jahre altes Mädchen im Eingangsbereich des Gebäudes angegriffen haben. Auch eine Betreuerin wurde verletzt. Das Motiv für die Tat ist bislang unklar.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem in Deutschland geborenen Mann mit niederländischem Pass versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung vor. Laut Staatsanwaltschaft gibt es aber Anhaltspunkte dafür, dass er wegen einer seelischen Störung oder psychischen Erkrankung vermindert schuldfähig und gefährlich sein könnte. (dpa)

Mann in Frauenkleidung schlägt 30-Jährigen und flieht – Zeugen gesucht

Update, 16. Januar, 9.50 Uhr: Ein 30-jähriger Mann wurde am Sonntagmorgen gegen 5.20 Uhr von einem Unbekannten am Bahnhof Wernau (Kreis Esslingen) mehrfach in sein Gesicht geschlagen.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge soll der unbekannte Täter dem 30-Jährigen nach vorheriger verbalen Auseinandersetzung am Bahnsteig Wernau zunächst mit seinen Fäusten und anschließend auch mit seinem Fuß in sein Gesicht geschlagen, beziehungsweise getreten haben, wie die Bundespolizei in einer Mitteilung schreibt. Der Grund für diese Auseinandersetzung ist bisher unklar.

Der Täter, der offenbar in Frauenkleidung mit einem schwarzen engen Oberteil und einer braunen Handtasche unterwegs war, entfernte sich anschließend in Richtung Bahnhof Wernau. Laut aktuellem Stand der Ermittlungen soll es sich dabei um einen ca. 183 cm großen Mann im Alter von 25 bis 35 Jahren handeln. Zeugen, die diesen Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Bundespolizei Stuttgart unter der Telefonnummer 0711/87035 0 zu melden

Stadtbahn kollidiert mit Lkw – ein Verletzter

Update, 16. Januar, 9 Uhr: Bei einer Kollision zwischen einer Stadtbahn und einem Lkw in Stuttgart ist der Fahrer des Lastwagens verletzt worden. Rettungskräfte brachten ihn nach dem Unfall gegen Mitternacht mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher am frühen Montagmorgen sagte. Der Stadtbahnfahrer und dessen Fahrgäste blieben demnach unverletzt. Der genaue Hergang und die Ursache des Unfalls waren zunächst ebenso unklar wie das Alter des Verletzten. (dpa)

Wilhelma-Besucherzahlen wieder so hoch wie vor der Pandemie

Update, 13. Januar, 10.06 Uhr: Der Stuttgarter Zoo Wilhelma kommt nach eigenen Angaben wieder auf Besucherzahlen wie in der Zeit vor der Pandemie. Man habe im vergangenen Jahr mit mehr als 1,6 Millionen Besuchern an das Niveau von 2019 anknüpfen können, obwohl bis Ende März 2022 noch Corona-Einschränkungen gegolten hätten, teilte der zoologisch-botanische Garten am Donnerstag mit.

„Nur etwas mehr als 20.000 Besucher*innen fehlten, um das Rekordjahr 2019 zu erreichen“, teilte der Wilhelma-Direktor Thomas Kölpin mit. Der Zoo zog eine positive Bilanz des Jahres, berichtete auch von zahlreichen Nachzuchten in 2022, etwa der fünffache Nachwuchs bei den Geparden und die beiden Okapi-Geburten.

Gepardin und Fünflinge nach Zucht in Stuttgart
Der Zoo zog eine positive Bilanz des Jahres, berichtete auch von zahlreichen Nachzuchten in 2022, etwa der fünffache Nachwuchs bei den Geparden und die beiden Okapi-Geburten. © Harald Knitter/Wilhelma Stuttgart/dpa

Die Zahl der Wilhelma-Besucher hatte sich 2020, im ersten Jahr der Pandemie, auf 805.000 halbiert. Im Jahr 2021 zählte der Zoo 995.000 Gäste. (dpa)

Mann mit Messer in der S6 Richtung Schwabstraße unterwegs – Festnahme

Update, 12. Januar, 10 Uhr: Bei einigen Fahrgästen der S6 Richtung Schwabstraße muss die Angst am Dienstagmorgen (10. Januar) wohl groß gewesen sein, als ein Mann plötzlich während der Fahrt eine Sturmhaube und ein langes Messer hervorholte. Wie die Bundespolizei mitteilte, soll sich der Vorfall in der S-Bahn gegen 9.30 Uhr zugetragen haben.

Zeugen verständigten direkt die Landes- und Bundespolizei, woraufhin eine sofortige Fahndung nach dem Mann eingeleitet wurde. Dieser hatte die S-Bahn derweil verlassen, konnte jedoch schließlich von den Beamten am Haltepunkt Stadtmitte aufgefunden werden.

Der aggressive und bereits polizeibekannte 47-Jährige sei zu Boden gebracht und festgenommen worden, heißt es in der Pressemitteilung der Bundespolizei. Während der Maßnahmen beleidigte der mit über 2 Promille alkoholisierte Mann außerdem einen Reisenden. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen und das von dem Beschuldigten mitgeführte Messer sichergestellt.

Kinder hantieren mit Spielzeugpistole und lösen Polizeieinsatz aus

Update, 11. Januar, 9.45 Uhr: Drei Kinder im Alter von 12 und 13 Jahren haben am Dienstagmorgen (10. Januar) am Kleinen Schlossplatz mit einer Pistole hantiert und dadurch einen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 61-jähriger Zeuge beobachtete die Jungen gegen 8.40 Uhr, wie sie mit einer Pistole herumspielen und schließlich über die Königstraße in Richtung Hauptbahnhof liefen, heißt es in der Pressemitteilung der Polizei Stuttgart.

Die alarmierten Polizisten trafen die Drei auf Höhe der Theaterpassage an und kontrollierten sie. Dabei stellten die Beamten fest, dass es sich bei der vermeintlichen Waffe um eine Spielzeugpistole handelte. Der Hintergrund, warum sie die Pistole dabei hatten: Die Schüler waren für ein Schulprojekt in der Innenstadt unterwegs und wollten ein Video zum Thema „Gewalt mit Waffen“ drehen, welches sie sich selbst ausgedacht hatten. Die Polizisten führten mit den drei Jugendlichen ein sensibilisierendes Gespräch und übergaben sie ihren Eltern.

Pitbull alleine mit Bus durch Stuttgart unterwegs

Update, 10. Januar, 10 Uhr: Ein herrenloser Pitbull ist in Stuttgart in einen Bus eingestiegen und hat sich für ein Nickerchen auf den hinteren Sitzen bequem gemacht. Friedlich schlummerte der Hund in dem Linienbus von Stuttgart-Degerloch nach Nürtingen (Kreis Esslingen).

Die Fahrt des besonderen Gastes fand schließlich jedoch ein zügiges Ende. Der Busfahrer verständigte die Leitstelle der Stuttgarter Straßenbahnen, die wiederum die Polizei alarmiert, wie eine Polizeisprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erzählte. „Eine Fahrscheinkontrolle ergab, dass der Hund OHNE FAHRSCHEIN unterwegs war“, scherzte die Polizei Stuttgart auf Facebook.

Der Hund, der sich „ruhig und lieb“ verhalten habe, besaß kein Halsband, weswegen seine Identität zunächst nicht geklärt werden konnte. Die Beamten übergaben ihm deshalb dem Tiernotdienst. Glücklicherweise konnte das Herrchen schnell gefunden werden, denn der Besitzer meldete sich in der Zwischenzeit per Notruf. Der Vorfall ereignete sich bereits vergangenen Dienstag (3. Januar).(dpa/nap)

Riesenrad-Betreiber kündigt sich für nächsten Winter wieder an

Update, 4. Januar, 10.49 Uhr: Als das Riesenrad auf dem Schlossplatz aufgebaut wurde, gab es viele Diskussionen, ob eine solche Attraktion in Zeiten der Energiekrise sinnvoll sei. Immerhin brauche die Technik einiges an Strom und die Furcht vor einem „Blackout“ im Winter war groß. Doch so schlimm wie befürchtet ist es nicht gekommen und der Betreiber des Riesenrads zeigt sich zufrieden.

Das Fahrgeschäft, das inzwischen laut Finanzminister Danyal Bayaz ein „Teil des Stadtbilds“ geworden ist, wurde von den Menschen in der Region positiv angenommen. Zwar habe der Betreiber den Umsatz vom vorangegangenen Jahr nicht übertreffen können, dennoch sei er zufrieden. Aus diesem Grund möchte der Schausteller mit seinem Riesenrad auch im nächsten Winter wieder nach Stuttgart kommen, wie die Stuttgarter Zeitung (StZ) berichtet.

Riesenrad in Stuttgart
Trotz „Blackout“-Gefahr soll das Riesenrad auf dem Schlossplatz wie auch im letzten Jahr leuchten - jedoch müsse man auch prüfen, inwieweit man Strom sparen könne. © IMAGO/Arnulf Hettrich

Auch die Betreiber der Rollschuhbahn auf dem „Wintertraum“ zeigen sich zufrieden. „Unsere Erwartungen wurden erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen“, sagt Stefan Kinzler gegenüber der StZ. Ob in diesem Jahr statt Rollschuh wieder Eislaufen angeboten werde, wolle man noch in Ruhe beraten. Auch die Entscheidung über das Comeback des Riesenrads ist noch nicht getroffen. Wenn die Politik erneut grünes Licht für die Attraktion gibt, will die Veranstaltungsgesellschaft „in.Stuttgart“ zunächst „ein Auswahlverfahren starten“, so ein Sprecher.

15-Jähriger rettet Mann aus dem Neckar

Update, 3. Januar, 10 Uhr: Ein 15 Jahre alter Jugendlicher hat am Neujahrsmorgen (01. Januar) einen 32-jährigen Mann gerettet, der auf Höhe des Theaterschiffs an der Überkinger Straße in Bad Cannstatt im Neckar trieb. Der 15-Jährige lief gegen 7 Uhr in diesem Bereich am Neckar entlang, als er auf Höhe des Theaterschiffs auf die Hilferufe des Mannes aufmerksam wurde.

Der Junge griff nach einem Rettungsring und warf ihn dem 32-Jährigen beherzt zu, damit er sich daran festhalten konnte, wie die Polizei Stuttgart in einer Pressemitteilung schreibt. Alarmierte Kräfte der Feuerwehr seien nur wenige Minuten später vor Ort gewesen und zogen den Mann schließlich aus dem Wasser. Er war stark unterkühlt und wurde sofort von Rettungskräften, medizinisch versorgt und zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

„Wir bedanken uns bei dem Retter mit Zivilcourage“, schreibt die Polizei im Netz. Auch Thomas Ruhland, der Einsatzleiter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die vor Ort war, lobt den gegenüber der Stuttgarter Zeitung (StZ) den „reibungslosen“ Ablauf sowie das richtige Handeln des 15-Jährigen.

Bilanz der Einsatzkräfte zur Silvesternacht – teils „herausfordernd“

Update, 2. Januar, 10.47 Uhr: Die Stadt Stuttgart feierte mit einer zentralen Silvesterparty am Schlossplatz den Jahreswechsel. Für die Einsatzkräfte in der Region war der 31. Dezember dennoch zum Teil sehr unruhig. Die Feuerwehr wurde in der Silvesternacht unter anderem zu 72 Einsätzen gerufen und insgesamt mehr als 100 Mal alarmiert. „Es gab recht viel zu tun, auch mehr als noch vor Corona“, sagte Daniel Anand, Pressesprecher der Feuerwehr, gegenüber der Stuttgarter Zeitung (StZ). Im Vorfeld habe man daher für zusätzliche Kapazitäten gesorgt.

Während sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr um Kleinbrände und größere Einsätze kümmerte, hatte auch das Klinikum Stuttgart eine „herausfordernde“ Nacht. Mehrere Patienten mussten behandelt werden, darunter drei mit schweren Verletzungen, insbesondere im Gesichtsbereich. „Bei zwei Patienten war das Augenlicht bedroht. Sie hatten sich über Feuerwerksbatterien gebeugt und hineingeschaut, als diese explodierten“, sagte der geschäftsführende Oberarzt der Notaufnahme, Dr. Alexander Krohn, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Einige Menschen wurden zudem durch Feuerwerkskörper verletzt, die in die Menge abgefeuert wurden. „Es war eine herausfordernde Nacht“, sagte Krohn und berichtete auch von „zunehmend gewaltbereiten Patienten.“

Neujahr in Stuttgart
Die Silvesternacht in Stuttgart war für Einsatzkräfte zum Teil „herausfordernd“. © Christoph Schmidt/dpa

Die vorläufige Bilanz der Polizei Stuttgart fällt dagegen positiv aus. Mit mehreren hundert Beamten war die Landespolizei an Silvester präsent. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Bereich der Innenstadt und der eingerichteten Feuerwerksverbotszone. Die Polizei kontrollierte hier die Personen an den Durchlassstellen. Nach derzeitigem Stand nahm die Polizei vierzehn Anzeigen auf –überwiegend wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz durch nicht zugelassene Feuerwerkskörper.

Außer insgesamt mehr als ein Dutzend zumeist kleinerer Brände im Stadtgebiet, die von Feuerwerkskörpern verursacht worden waren, gab es keine schwerwiegenden Vorkommnisse. „Unser Einsatzkonzept ging voll auf. Wir sind mit dem Verlauf der Silvesternacht sehr zufrieden“, sagte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Stuttgart, Timo Brenner, in einer Pressemitteilung.

Stuttgarter müssen 2023 wieder mit erheblichen Bahn-Einschränkungen rechnen

Update, 30. Dezember, 11.55 Uhr: Für Pendler in der Region Stuttgart war das Jahr 2022 wieder von einigen Problemen mit der Deutschen Bahn geprägt. Die Liste der Störungen und Ausfälle ist lang: Im Juli sorgte unter anderem eine kaputte Oberleitung am Hauptbahnhof für einen Totalausfall des Zugverkehrs. S-Bahnen fielen dieses Jahr aus, weil die Bahn einige Mängel an den Zügen feststellte und vor wenigen Wochen wurde der Bahnverkehr von Luftballons lahmgelegt.

Auch die Instandsetzung der Stammstrecke, die in mehreren Abschnitten jährlich gesperrt wird, sorgt für Einschränkungen – das wird sich auch 2023 nicht ändern. In den Sommerferien wird die Strecke zwischen dem Hauptbahnhof Stuttgart und Vaihingen vom 29. Juli bis 8. September 2023 wieder gesperrt sein. Weitere Termine im Jahr sind ebenfalls bereits bekannt, in denen auf der Strecke nachts gearbeitet wird:

An diesen Tagen kommt es zwischen 22.30 Uhr und 4.30 Uhr zu Fahrplanänderungen. Die S3, S4 und S6 fahren dann von und bis zu den Gleisen des Kopfbahnhofs. Die S1 nutzt diese Gleise ebenfalls, wechselt jedoch zwischen Hauptbahnhof und Vaihingen auf die Panoramastrecke, um von Kirchheim/Teck bis Herrenberg zu fahren. Die S2 und S5 sind auf ihren üblichen Routen unterwegs, es kann jedoch zu früheren Abfahrtszeiten kommen, wie die S-Bahn Stuttgart mitteilt.

Großer Andrang auf „Monets Garten“ – Ausstellung wird verlängert

Update, 29. Dezember, 11.35 Uhr: In der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle wird derzeit ein ganz besonderes Erlebnis geboten: Seit dem 1. Dezember ermöglicht die Ausstellung „Monets Garten“, in eine bunte und interaktive Welt einzutauchen. Die Werke des französischen Künstlers Claude Monet (1840-1926) werden durch aufwendige Projektionen, Installationen und Musik lebendig. BW24 hat das begeisternde 360-Grad-Erlebnis bereits getestet.

Bis zum 23. Februar sollte die Ausstellung ursprünglich in Stuttgart gastieren, doch der Andrang ist so groß, dass sie jetzt verlängert wird. „Die Besucher sind durchweg begeistert“, sagte Elisabeth Schedensack, Geschäftsführerin der StuttgartKonzert Veranstaltungs GmbH, im Gespräch mit unserer Redaktion. In den ersten Wochen des neuen Jahres soll der Abschlusstermin bekannt gegeben werden, wie die Stuttgarter Zeitung (StZ) berichtet.

Da die Schlangen vor der Schleyer-Halle riesig sind, empfehlen die Veranstalter, erst nach dem 9. Januar einen Besuch zu planen. Dann dürfte etwas Entspannung beim Ansturm eintreten, heißt es. Birgit Hohl, Sprecherin der Ausstellungsmacher, bittet außerdem, nicht ohne eine vorherige Online-Buchung zu kommen. Aktuell gibt es nur vereinzelte Restkarten für Besuchszeiten am Vormittag um etwa 10 Uhr, schreibt die StZ. Sobald der neue Abschlusstermin bekannt ist, werden die neuen Ausstellungstage ins Netz eingepflegt und zur Buchung zur Verfügung stehen.

Stadt sieht von Bürgerhaus für alle ab

Update, 27. Dezember, 16.23 Uhr: In vielen Ländern der Welt gibt es bereits sogenannte Bürgerhäuser, die für die Menschen für alles abseits des Kommerzes offen stehen. Auch in der Landeshauptstadt Stuttgart spielt man mit der Idee, ein solches Gebäude zu schaffen. „Es braucht Gebäude, die offen für alle sind“, sagt Martina Baum, Professorin am Institut für Städtebau an der Universität Stuttgart. Doch das Konzept versandet, wie die Stuttgarter Nachrichten (StN) berichten.

Stuttgarter Studenten haben einige Gebäude ins Visier genommen, die sich theoretisch für ein Bürgerhaus eignen könnten. Dazu zählen unter anderem das Marstallareal gleich zu Beginn der Königstraße, die ehemalige Sportarena in der Königstraße 23 sowie die Schwabenbräu-Galerie in Bad Cannstatt. Wie die Studenten ermittelten, hätten die Bürger in dem Stuttgarter Stadtteil tatsächlich bereits einige Ideen, was die Nutzung des leerstehenden Gebäudes angeht. Auch Grünen-Stadtrat Björn Peterhoff könne sich das vorstellen.

Menschen stehen vor der Impfstation an der Königstraße in Stuttgart an.
Die ehemalige Sportarena in der Königstraße in Stuttgart, die zwischenzeitlich als Impfstation genutzt wurde, könnte aus Sicht von Studenten zu einem Bürgerhaus umfunktioniert werden. (Archivfoto) © Nadja Pohr/BW24

Allerdings verfolge die Stadt die Ideen für die Schwabenbräu-Passage erstmal nicht weiter. Viel eher sehe man die Möglichkeiten in Bad Cannstatt im Neckarpark, wo etwa die Kulturinsel im Alten Zollamt weiterentwickelt werden könnte, sagte Stadtsprecher Oliver Hillinger gegenüber den StN. Darüber hinaus wird bereits für den neuen Stadtteil Rosenstein über solche Begegnungsorte diskutiert und die Bauvorhaben seien aufgrund der Internationalen Bauausstellung IBA 27 ohnehin ausgelastet. „Das bedeutet, dass Stuttgart derzeit ohnehin bereits ein Experimentallabor im Bereich Planung und Bauen ist“, äußerte der Sprecher.

„Letzte Generation“ plante Störaktion bei Stuttgarter Weihnachtsgottesdienst

Update, 27. Dezember, 10.45 Uhr: Die Umweltschutzbewegung „Letzte Generation“ hatte für den TV-Gottesdienst an Heiligabend in der Auferstehungskirche in Stuttgart-Möhringen eine Störaktion geplant, die jedoch verhindert werden konnte. Nachdem es Hinweise darauf gegeben hatte, wurde der Gottesdienst bereits bei der Generalprobe am Vortag aufgezeichnet. Die Aktivsten der „Letzten Generation“ fanden mittags schließlich ein verschlossenes Gotteshaus vor.

Nach eigenen Angaben hatten die Gruppierung jedoch nicht vor, den Gottesdienst zu stürmen. „Die evangelische Auferstehungskirche in Stuttgart-Möhringen hatte alle dazu eingeladen, ‚sich zur Krippe zu stellen und Hoffnung zu tanken: Hoffnung auf einen Neubeginn‘“, schrieb die Gruppierung auf Twitter. Dieser Einladung hätten zwei Unterstützer folgen wollen. „Sie wollten sich im Verlauf des Gottesdienstes mit Warnweste bekleidet friedlich an die Krippe stellen als Zeichen dafür, dass die Geburt dieses Kindes, von dem man sagt, dass es die Welt verändern wird, auch uns Hoffnung macht.“

Im Netz sorgte die geplante Störaktion für Aufregung und Unverständnis. „Kein Respekt und nicht einmal an Heiligabend. Das hat mit Aktivismus nichts mehr zu tun“, schreibt ein Facebook-User. „Dumm gelaufen“, spottet ein anderer. „Diesen Schwachköpfen darf man keine Bühne bieten“, ärgert sich ein weiterer Nutzer.

Reaktionen auf das Vorhaben kamen auch aus der Politik. Wer an Weihnachten einen Gottesdienst stürmen wolle, um für politische Ziele zu werben, dem sei nicht mehr zu helfen, schrieb unter anderem Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) auf Twitter. „So findet man keine Unterstützer, sondern bloß Gegner.“ Innenminister Thomas Strobl (CDU) sprach ein Lob für Kirche und Polizei aus, die vorbildlich gehandelt hätten. „Das ist der Weg, wie wir in Baden-Württemberg mit der ‚Letzten Generation‘ umgehen: besonnen, unaufgeregt und konsequent“, sagte Strobl.

Gegenüber BW24 zeigte sich die Gewerkschaft der Polizei Baden-Württemberg im Hinblick auf das kommende Jahr besorgt, dass die „Letzte Generation“-Proteste zunehmen. Man fürchtet, dass die Auseinandersetzungen bei den Aktionen der Gruppierung eskalieren könnten. (dpa/nap)

Bahnhof Bad Cannstatt wird nach tödlichem Unfall wieder angefahren

Update, 23. Dezember, 13.03 Uhr: Wie die Bahn mitteilt, kann der Bahnhof Bad Cannstatt wieder angefahren werden. Die Linien S1, S2 und S3 verkehren nun wieder auf ihren vollen Strecken, nachdem dies aufgrund des Notarzteinsatzes zwischenzeitlich nur auf Teilabschnitten möglich war.

Bahnhof Bad Cannstatt nach tödlichem Unfall gesperrt

Update, 23. Dezember, 11.58 Uhr: Wegen eines Notarzteinsatzes ist der Bahnhof Bad Cannstatt in Stuttgart am Freitagvormittag gesperrt worden. Dies beeinträchtigt bis auf unbestimmte Zeit sowohl den Nah- als auch den Fernverkehr, teilte ein Bahn-Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mit. Verkehrsgäste werden gebeten auf Verkehrsmittel der Stadt, wie den Bus, umzusteigen.

Wie die Stuttgarter Nachrichten unter Berufung auf eine Sprecherin der Bundespolizei schreiben, sei ein Mensch gegen 10 Uhr rückwärts in den Gleisbereich gestürzt, von einem Zug erfasst worden und dabei ums Leben gekommen.

Nach Angaben der Bahn fährt die S1 in den zwei Abschnitten Herrenberg bis Stuttgart Hauptbahnhof (tief) und zwischen Kirchheim (Teck) und Neckarpark. Die S2 sei zwischen Schorndorf und Waiblingen und zwischen Filderstadt und Stuttgart Hauptbahnhof (oben) unterwegs. Die S3 fährt laut Bahn auf der Strecke Backnang und Waiblingen. Durch die geänderte Linienführung sollen Auswirkungen auf die Linien S4, S5 und S6 vermieden werden.

Aktivisten montieren Eisen-Schienen ab, um auf „Skandal“ aufmerksam zu machen

Update, 21. Dezember, 10.58 Uhr: Um auf einen ihrer Meinung nach „wirklichen Skandal“ aufmerksam zu machen, haben Aktivisten wohl in der Nacht zum Sonntag auf einer Länge von 15 Metern insgesamt 60 Eisen-Schienen in der Nähe des Stuttgarter Hauptbahnhofs abmontiert. Diese befanden sich auf Steinblöcken vor einem Gebäude in der Lautenschlagerstraße 2, das neben Büroräumen auch das bekannte Restaurant „Amici“ beherbergt.

Auf der linken Internetplattform indymedia teilten die unbekannten Personen sowohl ein Video als auch ein Statement zu der Aktion. Daraus wird schnell klar, was die Intention der Aktivisten war. „Die Eisen-Schienen sollten verhindern, dass sich wohnungslose Menschen dort ausruhen oder übernachten. Wir haben diese menschenfeindliche Architektur entfernt, die allein die Funktion erfüllt, ‚problematische Personengruppen‘ aus dem Stadtbild fern zu halten“, schreiben sie unter das Video.

Aktivisten montierten insgesamt 60 Eisen-Schienen in der Nähe des Stuttgarter Hauptbahnhofs ab.
Aktivisten montierten insgesamt 60 Eisen-Schienen in der Nähe des Stuttgarter Hauptbahnhofs ab. © Screenshot Instagram/solidaritaet_klassenkampf

Auch die linke Aktivisten-Gruppe „Solidariät_Klassenkampf“ aus Stuttgart teilte das Video auf Instagram. Dabei betonte sie jedoch, dass sie nicht die Initiatoren der Aktion sei, sondern lediglich auf „das wichtige Thema aufmerksam“ machen wolle: die „defensive Architektur“.

Diese Form der Architektur ist laut den Aktivisten nämlich kein Einzelfall. Ob Poller, schmale Sitzflächen oder wie in diesem Fall Schienen aus Eisen: Bereits seit vielen Jahren werden Bereiche des öffentlichen Raums strategisch so designt, dass Personen sich dort nicht länger aufhalten können oder wollen.

Polizei stoppt betrunkenen S-Bahn-Fahrer nach Chaostrip

Update, 16. Dezember, 10.06 Uhr: An manchen Stationen ließ er die Türen geschlossen, an anderen fuhr er gleich ganz vorbei: In Stuttgart hat die Bundespolizei einen S-Bahn-Fahrer aus dem Verkehr ziehen müssen. Zuvor hatte er per Durchsage erklärt, was er von seinem Job und Arbeitgeber hält.

Mit satten 2,8 Promille im Blut ist ein sturzbetrunkener S-Bahn-Fahrer in Stuttgart von der Bundespolizei aus dem Verkehr gezogen worden. Der 43-Jährige hatte zuvor an mehreren planmäßigen Stationen nicht gehalten, wie ein Polizeisprecher sagte. Teilweise soll er die Türen auch gar nicht oder erst mit Verspätung geöffnet haben. Die Durchsagen habe der Mann genutzt, um über seinen Job und Arbeitgeber zu lästern, sagte der Sprecher.

S-Bahn Stuttgart
Als die S-Bahn an der Station Rutesheim ohne Halt vorbeirauschte, verständigte eine dort wartende Frau die Polizei. Sie hatte ihre Tochter an dem Bahnhof abholen wollen. (Symbolfoto) © Tom Weller/dpa

Als die S-Bahn an der Station Rutesheim ohne Halt vorbeirauschte, verständigte eine dort wartende Frau die Polizei. Sie hatte ihre Tochter an dem Bahnhof abholen wollen. Nachdem der Mann eine ungeplante Schleife fuhr, konnten ihn Beamte der Bundespolizei festnehmen. Ein freiwilliger Alkoholtest bestätigte den Verdacht, dass er nicht mehr ganz nüchtern war. Gegen den Mann wird nun wegen des Verdachts auf gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr ermittelt.

Brand in Stuttgarter S-Bahn-Station bremst Verkehr aus

Update, 15. Dezember, 10.30 Uhr: Wegen eines Brandes in der S-Bahn-Station Feuersee in Stuttgart haben Reisende am Mittwochabend auf allen Linien Probleme bekommen. Die Ursache für das Feuer war zunächst ebenso unklar wie die mögliche Dauer der Streckensperrung. Wer vom Weihnachtsmarkt nach Hause wollte, musste Umwege in Kauf nehmen.

Manche S-Bahnen fuhren nur bis zum Hauptbahnhof, wie die S-Bahn über den Kurznachrichtendienst Twitter informierte. Andere hielten sogar noch weiter von der Innenstadt entfernt, etwa in Feuerbach oder Zuffenhausen. Nach Angaben der Deutschen Bahn sollte die Strecke nach Möglichkeit noch am Mittwoch wieder freigegeben werden.

Haltestelle der S-Bahn im Hauptbahnhof Stuttgart
Wegen eines Brandes in der S-Bahn-Station Feuersee in Stuttgart haben Reisende am Mittwochabend auf allen Linien Probleme bekommen. © IMAGO/Arnulf Hettrich

Es habe in einer Dehnfuge gebrannt, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Offene Flammen seien zu sehen gewesen. Beim Löschen habe es Funkenschlag gegeben. Die Feuerwehr sei mehr als eine Stunde im Einsatz gewesen. Auch die Oberleitung sei abgeschaltet worden.

Polizisten seien am Abend nicht nur an der Station Feuersee im Einsatz gewesen, um die Zugänge abzuriegeln. Auch an den Haltestellen Schwabstraße und Stadtmitte würden Beamte und Beamtinnen Passanten informieren, dass keine S-Bahnen fahren, sagte die Sprecherin. (dpa)

Pferdeäpfel auf Polizisten geworfen bei Demo gegen Polizeigewalt

Update, 14. Dezember, 10 Uhr: Bei einer Demonstration gegen Polizeigewalt in Stuttgart haben Teilnehmer Einsatzkräfte nach Angaben der Beamten mit Pferdeäpfeln beworfen. Zudem sei am Dienstagabend am Rande des Demozugs Pyrotechnik abgefackelt worden, sagte ein Polizeisprecher.

Laut Polizei führten Teilnehmer der Demonstration zwei Banner mit, die nicht den Vorgaben entsprachen. Daraufhin stoppten die Beamten den Aufzug und forderten die Teilnehmer auf, die Banner zu entfernen. Diese weigerten sich den Angaben zufolge trotz mehrfacher Aufforderung, der Anweisung nachzukommen, woraufhin die Einsatzkräfte die Banner beschlagnahmten. Zudem hätten zwei Demonstrationsteilnehmer die Beamten angegriffen. Einer von ihnen sei vorläufig festgenommen worden. Er sei aber wieder auf freiem Fuß.

Polizisten in der Silvesternacht in Stuttgart
Zwischenzeitlich hatte die Polizei den Aufzug wegen der Vorkommnisse stoppen wollen. Über Twitter rief sie auf: „Unterlassen Sie das Werfen von Gegenständen auf unsere Einsatzkräfte.“ (Symbol- und Archivfoto) © Christoph Schmidt/dpa

Zwischenzeitlich hatte die Polizei den Aufzug wegen der Vorkommnisse stoppen wollen. Über den Kurznachrichtendienst Twitter rief sie auf: „Unterlassen Sie das Werfen von Gegenständen auf unsere Einsatzkräfte.“ Die Demonstranten durften schließlich aber weiter durch die Innenstadt ziehen. Wie die Polizei am Abend ergänzte, beendete die Versammlungsleiterin die Demonstration gegen 19.40 Uhr am Rotebühlplatz vorzeitig. Zur Zahl der Teilnehmer und der Einsatzkräfte machte die Polizei keine Angaben.

Anlass der Demo war dem Polizeisprecher zufolge das Datum, der 13.12. Aus den ersten drei Buchstaben des Alphabets ergibt sich in dieser Reihenfolge die Kombination ACAB. Das Kürzel steht für „All cops are bastards“ („Alle Polizisten sind Bastarde“). (dpa/lsw)

Riesen Bahn-Panne am ersten Tag auf der Neubaustrecke nach Ulm

Update, 13. Dezember, 9.30 Uhr:  Eigentlich sollte die Fahrt zwischen Stuttgart und Ulm um eine Viertelstunde schneller werden. Feierlich wurde am vergangenen Freitag die Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm eingeweiht. Seit Sonntag (11. Dezember) fahren die Züge offiziell auf der neuen Bahnverbindung. Doch nur einen Tag nach dem Auftakt hat es auf der Neubaustrecke bereits erhebliche Verzögerungen gegeben.

Ein ICE auf der Neubaustrecke Wendlingen - Ulm
Die Bahn machte am Montagmorgen eine Rolle rückwärts: Wegen einer technischen Panne mussten Züge Richtung Stuttgart zurück nach Ulm geführt und über die alte, langsamere Strecke über die Alb geleitet werden. © IMAGO/Arnulf Hettrich

Die Bahn machte am Montagmorgen (12. Dezember) eine Rolle rückwärts: Wegen einer technischen Panne mussten Züge Richtung Stuttgart zurück nach Ulm geführt und über die alte, langsamere Strecke über die Alb geleitet werden. Züge hatten mitunter mehr als eine Stunde Verspätung. „Wir können uns nicht auf der neuen Strecke einwählen“, sagte ein Zugführer. „Am ersten Tag tut uns das selber leid.“ Fahrgästen, die lange Zeit in einem Tunnel feststeckten, wurde ein Heißgetränk als Entschädigung angeboten.

Das Zugsicherungssystem ETCS sei wohl der Grund für das Problem gewesen und habe dem Zugverkehr wohl auch schon am Sonntag zu schaffen gemacht, wie der SWR berichtet. Die Deutsche Bahn macht hingegen den Bedienfehler eines Lokführers für die Verspätungen auf der Neubaustrecke verantwortlich. (dpa/nap)

Bahn-Chaos verhindert Esslinger Wasserballspiel - „Sinnloser Tag“

Update, 12. Dezember, 9.30 Uhr: Probleme bei der Bahn haben am Samstag offenbar zur Absage des Spiels in der Wasserball-Bundesliga zwischen dem OSC Potsdam und dem SSV Esslingen geführt. „Dank der ‚Zuverlässigkeit‘ der Deutschen Bahn fand das Kellerduell der Wasserball-Bundesliga zwischen dem OSC Potsdam und dem SSV Esslingen nicht statt“, begann am Sonntag eine Pressemitteilung der Esslinger mit ironischem Unterton. 

Zunächst habe der ICE, in dem der Tabellenletzte der Hauptrunden-Gruppe A von Stuttgart nach Berlin fahren sollte, immer mehr Verspätung angesammelt. Im hessischen Fulda habe es dann auf einmal geheißen, dass der Zug bereits in Erfurt statt in der Bundeshauptstadt ende. Von dort sei kein passender Anschlusszug gefahren, um rechtzeitig zum geplanten Beginn des Spiels um 16.30 Uhr in Potsdam zu sein, hieß es in der Mitteilung weiter. Also sei die Mannschaft um Kapitän Marvin Thran von Erfurt wieder zurück in die Heimat gefahren. „Ein sinnloser Tag in und dank der Deutschen Bahn“, schrieb der SSVE. 

Schwimmhalle des SSV Esslingen
Zunächst habe der ICE des SSV Esslingen immer mehr Verspätung angesammelt. Schließlich hieß es, dass der Zug bereits in Fulda endet. Also traten die Wasserballer aus Stuttgart wieder die Heimreise an. (Symbol- und Archivfoto) © IMAGO/Pressefoto Rudel/Robin Rudel

Gegner Potsdam und die Liga hätten aber Verständnis für die Schwaben gezeigt. Das Spiel werde daher voraussichtlich am 19. März nachgeholt - und nicht zugunsten der Potsdamer gewertet. Schon zu Beginn der Reise war offenbar der Wurm drin gewesen, bereits der Regionalzug von Esslingen zum Stuttgarter Hauptbahnhof sei ausgefallen, erklärte der Verein. Und die S-Bahn auf derselben Strecke habe Verspätung gehabt. Daher sei das Team mit Taxis nach Stuttgart gefahren. (dpa)

Expressbus fährt heute zum letzten Mal

Update, 9. Dezember, 12 Uhr: Im Herbst 2018 wurde in der Landeshauptstadt der Expressbus X1 von Bad Cannstatt in die Innenstadt eingeführt - nur vier Jahre später wird das Projekt vorerst eingestellt. Am Freitagabend wird die Buslinie zum letzten Mal zur Fahrt aufbrechen. Die Gründe für die Einstellung des Angebots der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB): Fahrgastmangel und Baustellen.

Die Expressbus wurde eingeführt, um eine Alternative zu den überfüllten Stadtbahnen der Linien U1 zu bieten. Darüber hinaus sollte dadurch die hohe Schadstoffbelastung am Neckartor verringert werden. Früh stellte sich jedoch heraus, dass der Expressbus kaum Zeit einspart. Der Bus braucht nur eine Minute weniger als die Stadtbahn und bietet außerdem weniger Gelegenheiten zum Ein- und Ausstieg, wie die Stuttgarter Zeitung (StZ) berichtet. Folglich sank die Nachfrage nach dem X1. Dieser Aspekt sowie weitere Kritikpunkte führten bereits dazu, dass die Linie zunächst nicht mehr wie anfangs im Fünf-Minuten-Takt, sondern nur noch werktags in den Morgen- und Abendstunden verkehrte.

Der Expressbus X1 in Stuttgart
Der Expressbus X1 von Bad Cannstatt in die Innenstadt tritt heute seine letzte Fahrt an. © IMAGO/Arnulf Hettrich

Das Ende des Expressbusses wird nun offiziell mit der Baustellensituation in der Cannstatter Straße begründet. Das Tiefbauamt muss dort einen großen Abwasserkanal neu bauen, was eine erhebliche Beeinträchtigung der Busspuren mit sich bringt. Nach dem Fahrplanwechsel am Sonntag (11. Dezember) wird künftig die neu eingerichtete Buslinie 47 die Haltestellen ansteuern. Statt der Route aus der Innenstadt nach Bad Cannstatt fährt sie allerdings nach der Innenstadtschleife durch den Wagenburgtunnel in den Stuttgarter Osten.

Stadt startet bald Verkehrsversuch in der Lautenschlagerstraße

Update, 8. Dezember, 15 Uhr: Wie die Stadt Stuttgart in einer Pressemitteilung bekannt gibt, wird ab Mitte Dezember in der Lautenschlagerstraße ein Verkehrsversuch gestartet. Künftig werde die Straße zwischen der Thouret- und der Bolzstraße von 11 bis 5 Uhr für Autos gesperrt sein. Dadurch soll mehr Fläche für Rad- und Fußverkehr entstehen und so die Aufenthaltsqualität für Stuttgarter erhöht werden. Der Verkehrsversuch läuft unter dem Rahmen des Zielkonzepts „Lebenswerte Innenstadt“ und bringt einige Veränderungen mit sich.

Die Lautenschlagerstraße in Stuttgart
Ab Mitte Dezember wird in der Stuttgarter Lautenschlagerstraße ein Verkehrsversuch gestartet. © BW24/Nadja Pohr

Ein Sperrpoller für die Lautenschlagerstraße werde bereits eingerichtet. Darüber hinaus werden neue Radabstellanlagen aufgestellt und der bestehende Behindertenparkplatz für eine uneingeschränkte Nutzung verlegt. „Für die Sperrung wird die Einbahnstraßenregelung in der Stephanstraße aufgehoben und der Verkehr in beide Richtungen ermöglicht“, heißt es in der Mitteilung der Stadt weiter. Zudem werde eine Ladezone eingerichtet. Der Verkehrsversuch wird zunächst für ein Jahr eingerichtet.

Familie Weeber hat den schönsten Stand auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt

Update, 7. Dezember, 15.30 Uhr: Im vergangenen Jahr musste der Stuttgarter Weihnachtsmarkt kurz vor der Eröffnung wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagt werden. Der Frust saß damals bei vielen Budenbesitzern tief, die ihre Stände schon aufgebaut hatten. In diesem Jahr kehrt der Weihnachtsmarkt ganz ohne Einschränkungen und in seiner vollen Pracht wieder zurück. Wie auch in den vergangenen Jahren haben die Stuttgarter auch 2022 nun den schönsten Stand in Stuttgart gewählt.

Armin und Claudia Weeber haben sich in diesem Jahr mit ihrem Imbissstand auf dem Marktplatz an der Ecke zur Kirchstraße den Sieg und die Gewinnprämie von 300 Euro gesichert. Die Freude bei den Betreibern aus Stuttgart war groß. „Wir haben es geschafft“, jubelt Claudia Weeber und rennt stolz zu ihren Mitarbeitern. Der Stand der beiden bietet einige Besonderheiten: Auf dem Dach lassen sich nicht nur Sehenswürdigkeiten aus Stuttgart, wie der Fernsehturm oder das Mercedes-Benz-Museum, wiederfinden, sondern die Weebers können es auch schneien lassen. Eine Maschine bläst zarte Schaumflocken auf die Gäste.

Claudia und Armin Weeber halten die Urkunde für den schönsten Stand auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt in der Hand
Die Stuttgarter haben gewählt: Claudia und Armin Weeber haben den schönsten Stand auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt. © BW24/Nadja Pohr

„Die Weebers standen bereits im vergangenen Jahr mit ihrem besonderen Stand in den Startlöchern, bevor der Weihnachtsmarkt dann leider kurzfristig abgesagt wurde“, sagt Marcus Christen, Abteilungsleiter für Feste und den Cannstatter Wasen bei „in.Stuttgart“. Die Ideen und die Gestaltung kamen von Claudia Weeber selbst - und sie macht auch gleich eine Kampfansage für das nächste Jahr. „Ich hab noch einiges in Petto“, grinst sie. Die Siegerprämie will das Paar nun an eine wohltätige Stiftung spenden.

Der zweite Platz und ein Preisgeld von 200 Euro gingen an Christine Winkle und ihren Stand „D‘r Schbätzles-Schwob“. In den Jahren 2015, 2016, 2018 und 2019 hat sie den Wettbewerb auch schon gewonnen. Platz drei holte sich Christine Rasper mit ihrem Leuchtsterne-Stand auf dem Schlossplatz. Insgesamt beteiligten sich 200 Stuttgarter an der Wahl zum schönsten Weihnachtsmarktstand. Noch bis zum 23. Dezember können die prämierten Stände sowie alle weiteren Buden auf dem Stuttgarter Weihnachtsmarkt besucht werden.

OB Nopper widerspricht Kretschmann hinsichtlich Maskenpflicht-Ende im ÖPNV

Update, 7. Dezember, 10.13 Uhr: Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU) hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) bei der Debatte um die Maskenpflicht im ÖPNV widersprochen. Während Kretschmann an der Maske im Bus und Bahn festhalte, fordert Stuttgarts OB Nopper das Ende der Pflicht. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum in Bussen und Bahnen weiterhin eine Maskenpflicht bestehen soll, während etwa im engsten Gedränge auf Weihnachtsmärkten, im Einzelhandel, in Fußballstadien, in Verkehrsflugzeugen die Maskenpflicht längst entfallen ist“, sagte Nopper.

Polizeibeamte sprechen an einer Haltestelle in Stuttgart drei Männer an. Um die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg zu verlangsamen, gilt eine Maskenpflicht.
In Baden-Württemberg wird weiter an der Maskenpflicht in Bus und Bahn festgehalten. © Sebastian Gollnow/dpa

Andere Bundesländer werden künftig auf die Maskenpflicht in Bus und Bahn verzichten. Bayern und auch Sachsen-Anhalt hatten am Dienstag als erste Bundesländer entschieden, dass keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr getragen werden muss.

Luftballon sorgt erneut für Kurzschluss am Hauptbahnhof

Update, 6. Dezember, 11.02 Uhr: Vergangenen Donnerstag kam es zu Störungen bei allen S-Bahnen in Stuttgart. Der Verursacher dafür schien harmlos, hatte aber große Auswirkungen: Der Luftballon eines Mädchens flog in die Oberleitung am Hauptbahnhof, löste einen Kurzschluss aus und legte den Bahnverkehr lahm. Mehrere Schilder weisen im Tiefbahnhof eigentlich daraufhin, dass Ballons dort verboten sind. Nun kam es am Montagabend erneut zu einem Zwischenfall.

Gegen 20.30 Uhr kam es im S-Bahnverkehr in Stuttgart zu Verspätungen und Ausfällen auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Vaihingen. Auf Twitter lieferte S-Bahn Stuttgart auch den Grund dafür: Erneut ist ein Luftballon in die Oberleitung geflogen und löste einen Kurzschluss aus. In den sozialen Medien melden sich Fahrgäste, die den lauten Knall mitbekommen hatten. Der Schaden sei im Vergleich zur vergangenen Woche größer gewesen, da auch ein Teil der Brandmeldeanlage beschädigt wurde, teilte die Polizei Stuttgart mit.

Menschen warten am Hauptbahnhof Stuttgart, daneben ein Verbotsschild für Luftballons
Zum zweiten Mal innerhalb von wenigen Tagen legte ein Luftballon den S-Bahnverkehr in Stuttgart lahm. © Fotomontage BW24/IMAGO/Arnulf Hettrich/Screenshot Twitter/S-Bahn Stuttgart

Die Polizei appellierte in einer Pressmitteilung deshalb noch einmal an die Fahrgäste: „Wir weisen darauf hin, dass Luftballons an Bahnsteigen verboten sind. Bei einem zu geringen Abstand zur Oberleitung kann durch die hohe Spannung in der Oberleitung ein lebensgefährlicher Lichtbogen entstehen.“ Auch die Bürger im Netz zeigen sich verärgert über den erneuten Vorfall innerhalb kürzester Zeit. „Lernen die Leute nichts?“, oder „Ey, wie blöd müssen diese Menschen sein?“ fragen sich die User unter anderem. Die Bundespolizei sucht nun nach den Verursachern und bittet um Mithilfe von Zeugen.

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