Einkaufszentrum in der Innenstadt

Kopfnuss-Eklat: Mann täuscht in Einkaufszentrum vor, sich an Maskenpflicht zu halten - dann stößt er zu

Eingang Einkaufszentrum mit Verzerrung
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Am Eingang des Einkaufszentrums Gerber in Stuttgart kam es zu einer Tätlichkeit eines Maskenverweigerers.
  • Anna-Lena Schüchtle
    vonAnna-Lena Schüchtle
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Ein Maskenverweigerer in Stuttgart zog sich nach Aufforderung des Personals eines Kaufhauses eine Maske übers Gesicht. Dann griff er einen Sicherheitsmitarbeiter unvermittelt an. 

  • Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln und Läden Maskenpflicht.
  • In Stuttgart kam es am Dienstagvormittag zu einem Vorfall, bei dem ein Maskenverweigerer das Sicherheitspersonal eines Einkaufszentrums attackiert.
  • Laut Polizeiangaben versetzte er einem der Kaufhausmitarbeiter einen Kopfstoß.

Stuttgart - Nicht jeder scheint von der Wirksamkeit eines Nasen-Mund-Schutzes zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg überzeugt zu sein. Obwohl sich die meisten Bürger im Südwesten an die nach wie vor gültige Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Läden halten, sieht man vereinzelt auch immer wieder Personen, die meinen, sich über die Regeln hinwegsetzen zu können.

Aus diesem Grund wurde das Mindestbußgeld für Maskenverweigerer erst vergangene Woche erhöht. Ein Nasen-Mund-Schutz hilft erwiesenermaßen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg. In vielen Fällen wollen sich Maskenverweigerer jedoch nicht einmal dann ihre Maske über Nase und Mund ziehen, wenn Fremde sie darauf aufmerksam machen. Ein Soziologe erklärte jüngst, warum man das bei manchen Personen sogar gar nicht erst tun sollte.

Einkaufszentrum in Stuttgart: Maskenverweigerer attackiert Sicherheitspersonal mit Kopfstoß

Immer wieder kommt es sogar zu tätlichen Übergriffen. In einem Zug Richtung Offenburg eskalierte beispielsweise erst kürzlich die Situation, weil ein Fahrgast einen Maskenverweigerer auf dessen fehlenden Nasen-Mund-Schutz hinwies. Und auch in Stuttgart häufen sich Vorfälle, bei denen sich Personen trotz Coronavirus in Baden-Württemberg auf zum Teil irre Weise gegen die Maskenpflicht zur Wehr setzen - so auch geschehen am Dienstagvormittag am Eingang des Einkaufszentrums Gerber.

Laut Polizei Stuttgart betrat ein Mann das große Kaufhaus in der Innenstadt kurz vor 9 Uhr, als ihn ein Sicherheitsmitarbeiter darauf hinwies, dass er im Gebäude eine Maske wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg tragen muss. Zunächst schien alles ganz harmlos: Der 44-Jährige verließ das Kaufhaus und zog sich wie gefordert vor dem Eingang den Nasen-Mund-Schutz übers Gesicht.

Erst als er das Einkaufszentrum kurz darauf wieder betrat, eskalierte die Situation. Völlig unvermittelt griff der Mann den 22-jährigen Sicherheitsmitarbeiter an und versetzte ihm einen Kopfstoß. Als er flüchten wollte, folgten ihm der Attackierte sowie dessen 38 Jahre alter Kollege. Sie konnten ihn wenig später fassen und benachrichtigten die Polizei. Während sie auf diese warteten, soll der 44-Jährige mehrmals erfolglos versucht haben, den älteren Sicherheitsbeamten zu schlagen.

Auch gegen die Polizisten wehrte sich der Täter, während er die Sicherheitsbeamten weiterhin beleidigte. Rettungssanitäter mussten sich im Anschluss um das 22-jährige Opfer der Kopfnuss kümmern und ins Krankenhaus bringen. Auch der Täter klagte über Schmerzen, die ihm angeblich bei der Festnahme durch die Polizisten zugefügt worden waren. Ein Arzt attestierte nach einer medizinischen Untersuchung, dass keine stationäre Aufnahme in einer Klinik notwendig wäre. Am selben Tag kam der Täter noch auf freien Fuß.

Maskenverweigerer in Stuttgart zieht sich erst Mundschutz übers Gesicht - dann folgt ein Kopfstoß

Auch am Hauptbahnhof in Freiburg tickte kürzliche ein Frau aus, die in einem Geschäft keine Maske wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg tragen wollte. Sie hatte im Vorfeld versucht, sich das T-Shirt als Maskenersatz über den Mund zu ziehen. Als Mitarbeiter des Ladens, sie darauf ansprachen, tickte sie aus.

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