Qualm und Rauch

Stuttgart: Elektro-Lastenrad löst Feuerwehreinsatz aus - Akku fängt an zu brennen

Links: Mann ist von hinten auf einem Lastenrad zu sehen. Rechts: Drei Feuerwehrleute bei Löscharbeiten.
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In der Olgastraße in Stuttgart wurde die Feuerwehr zu einem qualmenden E-Lastenrad gerufen.
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Ein Lastenrad in Stuttgart fing an zu qualmen und löste einen Einsatz der örtlichen Feuerwehr aus. Die Olgastraße musste für die Löscharbeiten gesperrt werden.

Stuttgart - In der Landeshauptstadt Stuttgart sieht man sie bisher selten: Lastenräder. Dabei gibt es sie schon lange. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts kamen die ersten davon auf den Markt. Früher wurden sie vor allem von Kurieren oder etwa Bäckern genutzt, um Waren auszufahren. Heute gibt es wieder einen Trend hin zu den praktischen Rädern.

Doch ab und an sorgen die Räder auch für Aufregung, wie etwa am Montag in Stuttgart: Ein E-Lastenrad rief die Polizei und Feuerwehr auf den Plan. In einem Fahrradgeschäft in der Olgastraße hatte ein Akku eines E-Lastenrades angefangen zu qualmen.

E-Lastenrad ruft Feuerwehr auf den Plan: Qualm zieht in gegenüberliegendes Gebäude

Wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, wurden die Einsatzkräfte gegen 16 Uhr zum Geschäft gerufen. Womöglich wegen eines technischen Defekts hatte der Akku des dreirädrigen E-Lastenrades im Lagerraum des Shops angefangen zu rauchen. Die Feuerwehr Stuttgart brachte das qualmende Rad nach draußen und kühlte es.

Der Rauch zog auch in ein naheliegendes Gebäude, das daher noch belüftet werden musste. Für den Einsatz und die Löscharbeiten war die Olgastraße in beide Richtungen gesperrt. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

E-Lastenräder werden von der Stadt Stuttgart gefördert - 800 Euro Zuschuss

In Stuttgart gab es in den letzten Jahren einen wahren E-Lastenrad-Boom. Die Stadt fördert seit 2018 die Anschaffung eines solchen Rads mit 800 Euro. Förderberechtigt sind Familien mit mindestens einem Kind. Gerade für Familien sind Lastenräder in der Stadt ein praktisches Fortbewegungsmittel. Durch die Konstruktion sind die Räder kippsicher und mit ihrer relativ großen Ladefläche hervorragend zum Transport von Waren geeignet, schreibt e-lastenrad.de. Gut für die Umwelt ist das CO2-freie Transportmittel allemal.

Auch aus diesem Grund wurde es zuletzt Bestandteil des Wahlkampfes der Grünen. Die Partei will künftig eine Million private Lastenräder mit jeweils 1.000 Euro Zuschuss fördern. Doch das grüne Lieblingsprojekt hat es ausgerechnet in Stuttgart schwer. Der Grund: die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg ist besonders hügelig, es gibt dadurch viele Gefälle.

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