Konflikt mit Feiernden

Krawalle in Stuttgart: Polizei rüstet auf - mehr Präsenz in Baden-Württembergs Städten

  • Valentin Betz
    vonValentin Betz
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In Stuttgart kam es kürzlich wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Feiernden und der Polizei. Die erneuten Krawalle haben nicht nur in der Landeshauptstadt Konsequenzen.

Stuttgart - Kaum ein Jahr ist es her, dass es im sonst friedlichen Stuttgart gewalttätige Ausschreitungen gab. Seitdem wurde bundesweit viel über das Thema diskutiert. Dabei ging es nicht nur um die konsequente Verurteilung der Beteiligten. Ziel sollte es sein, dass eine solche Eskalation und Gewalt sich möglichst nicht wiederholen.

Zwischenzeitlich drohte wegen der Ausschreitungen in Stuttgart ein Alkoholverbot in Baden-Württemberg. Lange blieb es dann auch verhältnismäßig ruhig in der Landeshauptstadt Stuttgart. Doch Ende Mai kam es erneut zu Auseinandersetzungen zwischen Feiernden und der Polizei. Anlass waren die Corona-Regeln, die von den etwa 600 Menschen nicht eingehalten worden waren. Stuttgart hat daraus bereits Konsequenzen gezogen. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, hat die erneute Krawall-Nacht aber auch Folgen für andere Städte in Baden-Württemberg.

Krawalle in Stuttgart: Konsequenzen über die Landeshauptstadt hinaus

Wegen der Krawalle in Stuttgart wird die Freitreppe am Schlossplatz in Stuttgart an bestimmten Tagen gesperrt. Laut Ordnungsbürgermeister Clemens Maier war diese der Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung der Feiernden mit der Polizei. Jetzt sollen Bauzäune verhindern, dass sich wieder solche Menschenmengen an der Treppe versammeln.

Allerdings sind feiernde Menschen nicht nur in der Landeshauptstadt ein Problem. Neben den Bauzäunen versucht die Polizei Stuttgart auch mit verstärkter Präsenz der Lage wieder Herr zu werden. Diese Strategie wenden auch andere Städte in Baden-Württemberg an, beispielsweise Tübingen, Mannheim und Heidelberg.

Nach Krawallen in Stuttgart: Polizei zeigt in Städten Baden-Württembergs mehr Präsenz

In der Universitätsstadt Tübingen sind der Holzmarkt und der Botanische Garten beliebte Treffpunkte für Feiernde. In der Parkanlage hielten sich am Feiertag rund 600 Menschen auf, am Holzmarkt durchschnittlich ebenfalls 250. „In Tübingen sind solche Ansammlungen nicht ungewöhnlich“, teilte ein Polizeisprecher der Stuttgarter Zeitung mit. Die Beamten mussten auch hier Verstöße gegen die Corona-Regeln ahnden und Versammlungen auflösen.

Nach Krawallen in Stuttgart: Die Freitreppe ist durch Bauzäune abgesperrt, Polizisten zeigen Präsenz.

In Heidelberg zeigte die Polizei besonders in der Nacht zum Feiertag Präsenz. Hier ist die Heidelberger Neckarwiese oft gut besucht, am Mittwochabend waren es bereits 1.500 Menschen. Die verstärkte Anwesenheit von Beamten zeigte dort aber offenbar Wirkung, zu nennenswerten Auseinandersetzungen kam es kaum. Ein ähnliches Bild zeigte sich auch in Mannheim. Laut Stuttgarter Zeitung waren dort rund 800 Menschen am Stephanienufer sowie etwa 250 Menschen in der Innenstadt. Die Polizei musste aber nicht eingreifen.

Rubriklistenbild: © Christoph Schmidt

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