Nach Krawallnächten

Videoüberwachung in Stuttgart: Wo in der Innenstadt demnächst gefilmt wird

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Vor etwa einem Jahr kam es in Stuttgart zu Ausschreitungen. Eine Konsequenz daraus tritt bald in Kraft - mehrere Orte werden dann per Video überwacht.

Stuttgart - Die Ausschreitungen im sonst friedlichen Stuttgart sorgten im Juni vergangenen Jahres bundesweit für Entsetzen. Die Polizei bemühte sich danach, alle Verantwortlichen zu identifizieren und entsprechende Strafen zu verhängen. Darüber hinaus wurde viel über weitere Konsequenzen diskutiert. Unter anderem wurde beschlossen, dass die Videoüberwachung auf öffentlichen Plätzen in Stuttgart kommt.

Wie der SWR berichtet, soll die Videoüberwachung in den kommenden Wochen endlich umgesetzt werden. Das scheint angesichts der jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Feiernden und Polizei leider auch nötig. Denn Ende Mai hatten sich erneut etwa 600 Menschen mit der Polizei angelegt, weil sie Corona-Regeln nicht eingehalten hatten. Die Szenen erinnerten stark an die Eskalation vor einem Jahr.

Krawallnacht in Stuttgart: Videoüberwachung nicht einzige Konsequenz der Ausschreitungen

Auch die jüngste Konfrontation zwischen Feiernden und der Polizei Stuttgart blieb nicht folgenlos. Der Einsatz hatte seinen Ursprung ebenfalls am Schlossplatz in der Innenstadt. Stuttgart sperrte daraufhin die Freitreppe am Schlossplatz an bestimmten Tagen.

Konsequenz der Krawallnacht: In Stuttgart soll künftig Videoüberwachung am Schlossplatz und Oberen Schlossgarten für Sicherheit sorgen.

Der Schlossplatz soll in den kommenden Wochen laut SWR dann auch Ziel der Videoüberwachung werden. Sowohl Teile des Schlossplatzes als auch des Oberen Schlossgartens sollen künftig gefilmt werden. Das Innenministerium Baden-Württembergs begründet das damit, dass dies die Ausgangspunkte der Krawallnacht des vergangenen Jahres waren.

Ausschreitungen in Stuttgart: Krawalle wirken sich auf weitere Städte in Baden-Württemberg aus

In der Übergangsphase bis zur Inbetriebnahme der neuen Videoüberwachung will das Innenministerium die bereits bestehende Video-Objektschutzanlage am Finanzministerium am Neuen Schloss nutzen. Die Eskalation zwischen Feiernden und Polizei in der Landeshauptstadt hat darüber hinaus auch Auswirkungen auf andere Städte in Baden-Württemberg.

Wegen der Krawalle in Stuttgart zeigte die Polizei mehr Präsenz in Baden-Württembergs Städten. Sowohl in Tübingen als auch in Heidelberg und Mannheim waren an Fronleichnam deutlich mehr Beamte unterwegs, um bei den zahlreichen Versammlungen im Freien Präsenz zu demonstrieren.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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