Wohnen in der Landeshauptstadt

Immobilien in Stuttgart ohne Erbe fast nicht zu bezahlen - Preise am Limit

Blick über die Dächter von Stuttgart
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Teurer Traum vom Eigenheim: Preise für Immobilien in Stuttgart sind bereits am oberen Limit und für Normalverdiener kaum noch bezahlbar.
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
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Immobilien und Wohnen in Stuttgart sind teuer - das ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Eine Analyse zeigt jetzt, dass vor allem der Traum vom Eigenheim immer utopischer wird.

Stuttgart - Was die Beliebtheit von Städten angeht, steht Stuttgart* bei vielen wohl nicht gerade an vorderster Front. Dabei hat die Landeshauptstadt Baden-Württembergs viel zu bieten, das den Stuttgart-Hass vieler Nörgler (BW24* berichtete) mildern könnte. Ein Faktor, der die Zuneigung zur Autostadt aber erschwert, sind die Immobilienpreise in Stuttgart*.

Der Markt erlebte vor allem in den letzten Monaten aufgrund der Corona-Pandemie eine echte Achterbahnfahrt. Zuletzt führte die nämlich zu überraschenden Zahlen, da die Mieten in Stuttgart sanken*. Die Momentaufnahme sagt allerdings nur wenig über den langfristigen Trend aus. Außerdem gibt es auch Menschen, die sich irgendwann den Traum von eigenem Besitz - einer Wohnung oder einem Haus - erfüllen wollen. Für die besteht allerdings aktuell nur wenig Hoffnung, den Geldbeutel nicht bis auf den letzten Cent plündern zu müssen.

Immobilien in Stuttgart: Preise in der Landeshauptstadt sind bereits am Limit

Bereits Anfang Juli bewies eine Studie, dass in bestimmten Stadtteilen Stuttgarts die Immobilienpreise explodieren*. Wie das Handelsblatt berichtet, hat eine Analyse des Hamburger Immobilienspezialisten F+B diesen Eindruck jetzt erneut bestärkt. Grundsätzlich seien die Preise für Eigentumswohnung im zweiten Quartal 2021 besonders in Bayern und Baden-Württemberg nach oben gegangen.

Investoren würden sich laut der Analyse Eigentumswohnungen besonders als Kapitalanlagen, zur Altersvorsorge oder Selbstnutzung zulegen. Den stärksten Preisanstieg verzeichneten dabei eher die Einzugsgebiete deutscher Großstädte. In den Zentren von Städten wie Stuttgart sei „eine etwas gedämpfte, ja sogar stagnierende Preisentwicklung“ zu verzeichnen gewesen.

Doch das ist nicht wirklich eine gute Nachricht. Denn „stagnierend“ bedeutet in dem Fall, dass die Preise in Großstädten wie Stuttgarts bereits am Limit sind. „Offenbar sind die Preise schon so hoch, dass die Renditen für Kapitalanleger unter die Zwei-Prozent-Schwelle gedrückt wurden und die Preise für Normalverdiener ohne geerbtes Vermögen nicht mehr leistbar sind“, schreibt das Handelsblatt dazu.

Trotz teurer Immobilien: Stuttgart bei den Preisen im Vergleich immer noch eher günstig

Trotz der horrenden Preise ist die Landeshauptstadt Baden-Württembergs weit entfernt vom undankbaren Podium der teuersten Städte Deutschlands. An der Spitze steht nach wie vor München mit einem durchschnittlichen Preis von 7.190 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung.

In Stuttgart zahlen Interessenten hingegen „nur“ 5.220 Euro pro Quadratmeter für eine Eigentumswohnung. Damit ist die Schwabenmetropole derzeit auf Rang zwölf in Deutschland. Der Trend bleibt allerdings besorgniserregend. Die Veränderungsrate bei den Preisen zwischen den zweiten Quartalen von 2021 und 2020 betrugt für Stuttgart 3,2 Prozent - in Frankfurt lag sie im selben Zeitraum gerade einmal bei 0,5 Prozent. *BW24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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