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Stadt Stuttgart will nächstes Millionenprojekt starten - Bauarbeiten für „Haus des Tourismus“ stehen an

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Von: Nadja Pohr

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Planung für den Umbau des Beitling-Gebäudes
Aus dem Breitling-Gebäude soll praktisch eine Wohlfühl-Oase entstehen. Geplant ist unter anderem eine teils begrünte Fassade sowie ein Dachaufbau. © Fotomontage BW24/asp Architekten GmbH/IMAGO/Lichtgut

Aus dem ehemaligen Herrenmodehaus Breitling in der Stuttgarter Innenstadt soll das „Haus des Tourismus“ entstehen. Die Kosten von derzeit 10,5 Millionen Euro könnten noch massiv steigen.

Stuttgart - Seit einigen Monaten laden Wasserfontänen und neue Sitzgelegenheiten auf dem Marktplatz zwischen Breuninger und Rathaus in der Landeshauptstadt Stuttgart zum Verweilen ein. Zuvor wurde der Platz im Rahmen seiner Umgestaltung bereits neu gepflastert. Insgesamt 12,58 Millionen Euro veranschlagte die Stadt dafür. Nun wartet bereits das nächste Millionenprojekt auf dem Marktplatz: Das frühere Herrenmodehaus Breitling wird umgebaut.

10,5 Millionen Euro für Haus des Tourismus in Stuttgart - Umbau startet im Herbst

Ursprünglich sollte die Baustelle bereits im Juni gestartet werden. Aus dem Herrenmodehaus wird für bisher kalkulierte stolze 10,5 Millionen Euro, das „Haus des Tourismus“ in Stuttgart entstehen. Mittlerweile hat sich dieser Plan allerdings auf Herbst verschoben. Denn der bisherige Rückbau sei aufwendiger gewesen als erwartet, erklärte Armin Dellnitz, Geschäftsführer der Stuttgart-Marketing GmbH gegenüber der Stuttgarter Zeitung (StZ). Darüber hinaus wartet man auf weitere Baugenehmigungen für Abbrucharbeiten, die von der Stadt noch nicht erteilt worden sind.

Aus dem Breitling-Gebäude soll praktisch eine Wohlfühl-Oase entstehen. Geplant ist unter anderem eine teils begrünte Fassade sowie ein Dachaufbau. Im Erdgeschoss soll es eine Gastronomie mit Außenbereich geben, im Untergeschoss sind öffentliche Toiletten und in den Stockwerken werden die Mietflächen und Konferenzräume untergebracht. Zudem werde das Treppenhaus entfernt und an einer anderen Stelle platziert. Mit dem Abschluss des Projekts seien dann Stuttgart-, Regio-Tourismus und Tourismus-Marketing Baden-Württemberg vereint. Im August 2023 soll es soweit sein.

Kosten für Millionenprojekt können massiv steigen - Toilettengänge als Einnahmequelle?

Nicht nur der große Aufwand für das Projekt könnte die Kosten für das Millionenprojekt massiv steigen lassen. Der Baupreisindex in Baden-Württemberg ist mittlerweile um rund 27 Prozentpunkte gestiegen. Dadurch würde sich eine Lücke von rund 2,6 Millionen Euro auftun, berichtet die StZ. Nach der Sommerpause wird Finanzbürgermeister Thomas Fuhrmann (CDU) der Politik in Stuttgart eine Liste teurer werdender Bauprojekte vorlegen. Man hofft vom Gemeinderat dann eine Prioritätensetzung.

Um einer Kostenexplosion entgegenzuwirken, bietet Stuttgart Marketing die Weiterverwendung bisheriger Büromöbel an. Außerdem werde inzwischen auch geprüft, ob die Toilettengänge im Haus des Tourismus eine künftige Einnahmequelle sein könnten. „Wir sollten nicht jede Einnahmequelle nutzen“, warnte Grünen-Sprecherin Petra Rühle hingegen bereits. Nachteil an den Bauarbeiten ist zusätzlich, dass der neue Belag auf dem Marktplatz durch die Baumaschinen bald stark strapaziert wird. „Der Platz muss was aushalten, wenn es Schäden durch die Baustelle gibt, kennen wir den Verursacher“, meinte Jürgen Mutz, Leiter des Tiefbauamts dazu nur. Weitere Kosten für die Baustelle könnten also noch folgen.

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