Gesperrter Bonatzbau

Hauptbahnhof Stuttgart: Chaos nach Fassaden-Einsturz - so geht es für Fahrgäste weiter

Ein Loch klafft in der Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
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Kleine Lücke, große Probleme: Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist für Passanten beschwert, sie müssen Umwege in Kauf nehmen.
  • Valentin Betz
    VonValentin Betz
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Beim Einsturz von Fassadenteilen am Hauptbahnhof Stuttgart kam zum Glück niemand zu schaden. Jetzt müssen Reisende aber Umwege in Kauf nehmen - und das noch eine Weile.

Stuttgart - Wer aktuell am Hauptbahnhof Stuttgart vorbeikommt, traut vermutlich seinen Augen nicht. Ganz oben an der Außenwand des Gebäudes klafft eine große Lücke. Die Fassade des Stuttgarter Hauptbahnhofs war auseinandergebrochen, seitdem beschäftigt das Thema die Landeshauptstadt.

Dass beim Einsturz der Fassade niemand zu Schaden kam, ist ein großes Glück. Denn direkt darunter sammeln sich tagsüber viele Taxis, die Pendler in Stuttgart weiterbefördern wollen. Weil sich die Steine aber mitten in der Nacht lösten, wurde niemand davon getroffen. Kritik wurde trotzdem laut, so etwas sollte natürlich niemals passieren. Gegner von Stuttgart 21 forderten gar einen sofortigen Baustopp des Megaprojekts am Hauptbahnhof.

Da die Gleise des Hauptbahnhofs aktuell ohnehin weit entfernt vom historischen Hauptgebäude beginnen, ist der eigentliche Bahnverkehr durch den Einsturz der Fassade zumindest nicht beeinträchtigt. Allerdings ist der Bereich um das Loch in der Wand großräumig abgesperrt, für Taxis und Fußgänger bedeutet das Umwege - die sie wohl noch einige Zeit in Kauf nehmen müssen.

Einsturz der Fassade am Hauptbahnhof Stuttgart: Chaos dauert wohl noch an

„Wann die Sperrung aufgehoben werden kann, steht derzeit noch nicht fest“, erklärte ein Bahnsprecher gegenüber der Deutschen Presseagentur. Der denkmalgeschützte Bonatzbau und der davorliegende Bereich der Taxivorfahrt am Arnulf-Klett-Platz seien weiterhin sicherheitshalber gesperrt. Für Passagiere, die von den Zügen kommen, bedeutet das weiterhin große Umwege.

Die Fahrgäste könnten sowohl über die Landesbank Baden-Württemberg als auch über den Steg vom Schlossgarten die Bahnsteige erreichen. Die Deutsche Bahn setze zusätzliche Mitarbeitende vor Ort ein, um die Reisenden bei ihrem Weg um das Gebäude zu unterstützen.

Loch im Hauptbahnhof Stuttgart: Verantwortliche betreiben noch Ursachenforschung

Wie es bei einem so massiven Gebäude wie dem Hauptbahnhof Stuttgart überhaupt so weit kommen konnte, dass Teile der Fassade einstürzen, wird derweil noch untersucht. Die Ursache stehe noch nicht fest, so ein Bahnsprecher zur Deutschen Presseagentur.

Auch wie die Steine in Zukunft verwendet werden, muss noch geklärt werden. Insgesamt hat das Loch der Fassade einen Durchmesser von rund drei Metern. Aktuell ruhen zudem die Renovierungsarbeiten am Hauptbahnhof Stuttgart, der im Zuge von Stuttgart 21 auf Vordermann gebracht werden sollte.

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