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Abfall, Schimmel, tote Maus: Stadt Stuttgart veröffentlicht Fotos ekliger Funde in Restaurants

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Von: Nadja Pohr

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Eine Collage zeigt verdorbene Lebensmittel, die in Stuttgarter Betrieben gefunden wurden
Die ekelerregenden Funde aus den geschlossenen Gastronomiebetrieben in Stuttgart teilte die Stadt auf ihren Social-Media-Accounts. © Fotomontage BW24/Screenshot Facebook/Stadt Stuttgart

Insgesamt 167 Gastronomiebetriebe in Stuttgart wurden wegen grober Hygieneverstöße geschlossen. So ist die Bilanz der zuständigen Dienststelle. Die Funde sind teils erschreckend und ekelerregend.

Stuttgart - Die Dienststelle für Lebensmittelüberwachung, Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Stadt Stuttgart sorgt dafür, dass ungenießbare Lebensmittel aus dem Verkehr gezogen oder Tiere geschützt werden. Am Dienstag (2. August) veröffentlichte die Dienststelle ihre Jahresbilanz 2021. Das traurige Ergebnis: Es gab mehr Verstöße als im Vorjahr. Und die Funde lassen einem teilweise jeglichen Appetit vergehen.

Stadt Stuttgart veröffentlicht ekelerregende Funde in Restaurants

Insgesamt 167 Betriebe in Stuttgart wurden wegen grober Verstöße geschlossen - das sind 36 Läden mehr als im Jahr 2020. Unter anderem entdeckten die Kontrolleure ein Fahrzeug, das frisch eingekauftes, rohes Fleisch ungekühlt transportierte. Lediglich in Plastiktüten verpackt, lag das Fleisch auf dem Beifahrersitz und im Kofferraum. Weitere ekelerregende Bilder will die Stadt nicht vorenthalten. Darauf zu sehen: Schimmel auf Arbeitsflächen und in Lebensmittelbehältnissen.

Das höchste Bußgeld musste ein Sushi-Lokal in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg zahlen. 5000 Euro wurden fällig, was jedoch auch daran lag, dass der Betreiber mit dem zunächst geforderten Strafe von 2750 Euro nicht einverstanden war, wie Leiter Thomas Stegmanns gegenüber der Stuttgarter Zeitung (StZ) berichtet. Schwere Mängel waren der Grund für das hohe Bußgeld: Bei dem Sushi-Lokal entdeckten die Kontrolleure beispielsweise hinter einem Kühlschrank Abfall, Mäusekot sowie eine tote Maus.

Die Kontrolleure des Lebensmittelschutzes stellten jedenfalls sicher, dass die vergammelten Speisen entsorgt wurden. „Dann machen wir noch eine Schicht Spüli drauf“, sagt Stegmanns. „Mit Spüli drüber ist alles ungenießbar, und das bekommt man auch nicht mehr weg.“

Hygienemängel in Stuttgarter Betrieben durch Lockdown und Personalknappheit

Laut Dienstleiter Thomas Stegmanns sei der Lockdown ein Treiber für Schmutz und Schädlinge in den Stuttgarter Betrieben gewesen. „Es war nicht regelmäßig jemand da, dann hat man sich aufgrund der geringen Einnahmen auch nicht regelmäßig die Schädlingsbekämpfung geleistet“, sagt er der StZ. Fehlende Sauberkeit könne auch auf Personalknappheit zurückzuführen sein. In Folge des Coronavirus in Baden-Württemberg haben auch Gäste weniger Missstände aus Betrieben gemeldet (245 Meldungen), da weniger außer Haus gegessen wurde. Auch die Zahl an Krankheitssymptomen nach einem Gastronomiebesuch war im Vergleich zu 2020 geringer und beläuft sich auf 53 Meldungen (zuvor 57).

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