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Stuttgarter Frühlingsfest „light“ ohne Zugangsbeschränkung und Maskenpflicht - dennoch keine Partys

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Von: Nadja Pohr

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Besucher des Stuttgarter Frühlingsfests fahren Kettenkarussell.
Das Stuttgarter Frühlingsfest findet vom 16. April bis 8. Mai auf dem Cannstatter Wasen in einer abgespeckten Version statt. Die Veranstalter verzichten auf Maskenpflicht und Zugangsbeschränkungen (Archivbild). © Arnulf Hettrich/dpa

Das Stuttgarter Frühlingsfest findet in diesem Jahr in einer abgespeckten Form statt. Dennoch wird auf Zugangsbeschränkungen und Maskenpflicht verzichtet.

Stuttgart - Nach zweijähriger Zwangspause durch das Coronavirus in Baden-Württemberg kehrt das Stuttgarter Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen zurück. Wie die Stadt bereits mitteilte, soll das Fest vom 16. April bis 8. Mai 2022 allerdings nur in einer abgespeckten Version stattfinden.

Die Ankündigung des Stuttgarter Frühlingsfests „light“ mit vielen Veränderungen sorgte bei vielen Bürgern in der Region für Missmut. Die abgespeckte Version beinhaltet nicht nur angepasste Öffnungszeiten, es werden auch keine Brauerei-Zelte auf dem Festplatz stehen - sehr zum Ärger der Besucher. Nun erfolgten weitere Bekanntmachungen zu den Rahmenbedingungen des Fests.

Frühlingsfest in Stuttgart ohne Maskenpflicht und Zugangsbeschränkungen

Nachdem in Baden-Württemberg am 2. April 2022 die Zugangsbeschränkungen gefallen sind und die Maskenpflicht nur noch im Nahverkehr und einigen anderen Bereichen besteht, hat dies auch Auswirkungen auf das Stuttgarter Frühlingsfest. So wird der Rummel ebenfalls von den Corona-Maßnahmen befreit. „Wer sich und seine Mitmenschen schützen möchte, kann selbst entscheiden, ob er eine Maske trägt“, sagt Andreas Kroll vom Veranstalter „in.Stuttgart“. In anderen Bundesländern könnte sich die Lage durch die Hotspot-Regelung kurzfristig ändern, wie in Nordrhein-Westfalen. Für die Deutzer Kirmes in Köln gibt es derzeit allerdings noch keine Beschränkungen, wie 24RHEIN* berichtet.

Dennoch setzt man bei der Umsetzung des Fests in Stuttgart auf Vorsicht. Es werde unter anderem keine Eröffnungsfeier geben, Bands dürfen nicht auftreten und auch Partymusik soll nicht gespielt werden, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet. Ebenso soll auf das Musikfeuerwerk am Ende verzichtet werden. „Was private Veranstalter machen, das ist deren Sache, doch bei einer städtisch-öffentlichen Veranstaltung wollen wir es bewusst ruhiger haben“, so Kroll. Auch der Krieg in Europa spiele dabei eine Rolle: „Das passt nicht in die aktuelle Zeit, wenn man die Bilder aus der Ukraine sieht.“

Veranstalter des Frühlingsfests haben keine Erwartungen an Besucherzahl

Die Veranstalter des Stuttgarter Frühlingsfestes haben keine Erwartungen an die Besucherzahl. Das liegt auch daran, dass man durch den Wegfall der Bierzelte ohnehin mit weniger Menschen rechne. „Es gibt ganz sicher ein Publikum, das wegbleiben wird“, glaubt Andreas Kroll. Für das Cannstatter Volksfest plane man immerhin derzeit wieder „ganz normal“.

Für die Schausteller ist das Frühlingsfest wichtiger denn je zuvor. „Wir brauchen einfach ganz dringend wieder Einnahmen“, sagt Mark Roschmann, Vorsitzender des Schaustellerverbandes Südwest. Die Spuren der Pandemie sind groß: Schausteller mussten aufgegeben, Betreiber ihre Fahrgeschäfte teilweise verkaufen oder vorzeitig in den Ruhestand gehen. Die Hoffnung ist groß, dass es jetzt mit dem Start des Stuttgarter Frühlingsfests wieder besser wird. *BW24 und 24RHEIN sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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