Fazit nach dem Lockdown

„Grausam“: Schüler aus Stuttgart rechnet mit technischer Inkompetenz vieler Lehrer ab

Der Zwölfjährige Gymnasiast Julius löst am Computer in seinem Zuhause seine Schulaufgaben, die ihm seine Lehrer für jeden Tag über den Schulserver geschickt haben.
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Monatelang mussten Schüler in Baden-Württemberg den Unterricht von zu Hause bestreiten (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Der Heim-Unterricht aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg machte vielen Schülern Probleme. Ein Schüler aus Stuttgart rechnete in einer Sendung mit der technischen Inkompetenz seiner Lehrer ab.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg verändert das alltägliche Leben trotz stark sinkender Inzidenzzahlen noch immer. In der Hochphase der Pandemie mussten sich Schüler und Eltern im Südwesten mit dem Home-Schooling auseinandersetzen, was für viele in dieser Form Neuland bedeutete. Auch die eingesetzte Lernsoftware machte immer wieder Probleme. Die Lernplattform Moodle trieb Eltern bereits am ersten Schultag zur Verzweiflung.

In den Schulen der Landeshauptstadt Stuttgart waren Schüler teilweise seit Dezember 2020 nicht mehr im Unterricht. Um die Motivation der Schüler steht es nach monatelangem Home-Schooling dramatisch. Aufgrund der sinkenden Inzidenzzahlen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg konnten die Schüler vor wenigen Wochen wieder in die Einrichtungen zurückkehren.

Seit Montag müssen Schüler zudem im Unterricht vielerorts keine Maske mehr tragen. Die Home-Schooling-Zeit war für viele Schüler jedoch äußerst belastend und das lag nicht nur an den Umständen. Im ARD Morgenmagazin rechnet ein Schüler aus Stuttgart mit der technischen Inkompetenz vieler Lehrer ab.

Schüler aus Stuttgart: Rückkehr an Schule war „echt überwältigend“

Durch die Corona-bedingten Umstände sahen die Schüler in Baden-Württemberg ihre Mitschüler mehrere Monate lang nur über die Webcam oder hörten sogar nur deren Stimme. Die Rückkehr in die Einrichtungen war deshalb ungewöhnlich, sagt ein Schüler aus der Landeshauptstadt nun im ARD Morgenmagazin. „Als man wieder 34 Schüler gesehen hat, war es echt überwältigend“, so der Schüler aus Stuttgart. Während in mehreren Bundesländern bereits die Ferien gestartet sind, müssen die Schüler in Baden-Württemberg noch ein paar Wochen in den Unterricht gehen. „Da wir ja so lange Home-Schooling hatten, finde ich es nicht schlecht, dass wir wieder Unterricht und nicht direkt Ferien haben.“

Während des Home-Schoolings aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg war der Unterricht schwierig, sagte der Schüler aus Stuttgart. „Es gab dauernd Unterbrechungen, die Verbindung war schlecht.“ Positiv fand er rückblickend jedoch, dass er keinen langen Schulweg hatte und dadurch erst um 8 Uhr aufstehen musste. Für manche Lehrer und vor allem deren technische Kompetenzen während der Home-Schooling-Phase findet der 13-Jährige dagegen deutliche Worte.

„Es war grausam“: Viele Lehrer kennen sich laut Stuttgarter Schüler nicht mit der Technik aus

Wie eingangs erwähnt war die coronabedingte Verlegung des Unterrichts vom Klassenzimmer in die eigenen vier Wände für Schüler und Eltern eine große Hürde. Laut dem Schüler kamen jedoch auch viele Lehrer nicht mit der Technik zurecht. „Es war grausam, viele kannten sich nicht wirklich mit der Technik aus“, sagte der Schüler aus Stuttgart. „Sie haben sich auch manchmal selber (aus dem Video-Call Anm. d. Red.) rausgeschmissen.“ Durch den Lockdown seien er und seine Brüder jedoch gut gekommen.

Durch den coronabedingten Lockdown war der Unterricht an Schulen in Baden-Württemberg oftmals schwierig. Der Stuttgarter Schüler kann der Home-Schooling-Zeit jedoch auch etwas Positives abgewinnen. „Ich fands gut, dass man viel mit der Familie zu Hause war und man hatte viel Zeit, um Sachen zu Hause zu machen.“

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