Silvester 2020/2021

Wegen Corona: Stuttgart erlässt komplettes Verbot von Feuerwerk

Zahlreiche Menschen feiern auf dem Schlossplatz mit reichlich Feuerwerk in das neue Jahr.
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Ein Feuerwerk zum Jahreswechsel wird es in Stuttgart auch dieses Jahr nicht geben (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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In diesem Jahr ist durch die Corona-Krise alles anders. Stuttgart prüfte bereits ein komplettes Verbot von Silvesterböllern, nun ist es offiziell - ein Feuerwerk wird es in diesem Jahr nicht geben.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg verändert in diesem Jahr so ziemlich alles. Ministerpräsident Winfried Kretschmann sagte erst kürzlich, dass ein normales Weihnachten sehr unwahrscheinlich wäre.

Auch in Bezug auf das traditionelle Feuerwerk in der Landeshauptstadt Stuttgart gab es bereits Diskussionen. Ganz Baden-Württemberg prüfte ein komplettes Verbot von Silvesterböllern. In der Innenstadt der Schwaben-Metropole gilt seit Oktober ein Alkoholverbot, nun wurde auch ein weiteres Verbot beschlossen, dass viele bedauern dürften.

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg sind Feuerwerk und Silvesterböller zum Jahreswechsel nahezu in allen Bereichen der Innenstadt von Stuttgart verboten. Das kündigte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Freitag an, wie die Stuttgarter Zeitung (StZ) berichtet.

Stuttgart: Wegen Corona kein Feuerwerk in der Silvesternacht

Bereits 2019 dürften die Bürger der Landeshauptstadt das neue Jahr nicht mit bunten und vor allem lauten Lichtern am Himmel begrüßen. In diesem Jahr kommt erschwerend noch die Corona-Pandemie hinzu. „Das Feuerwerksverbot auf dem Schlossplatz hat sich bewährt“, sagte OB Kuhn laut der StZ. „Das nehmen wir dieses Jahr auf und erweitern es auf die aktuelle Pandemiesituation.“

Seit Wochen gilt Stuttgart durch den schnellen Anstieg der neuen Corona-Infektionen als Risikogebiet. In der ganzen Innenstadt herrscht eine Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Laut Kuhn werden doch sogar die einfachsten Regeln unter Alkoholeinfluss gerne mal vergessen. Deshalb gelte am gesamten Silvestertag ein Alkoholverbot auf dem Schlossplatz.

Während es im letzten Jahr noch eine Alternative zu dem verbotenen Feuerwerk in Stuttgart gab, ist diese in diesem Jahr ebenfalls undenkbar. Der Veranstalter in.Stuttgart organisierte zum Silvester 2019 eine aufwändige Lasershow, zu der rund 10.000 Bürger von Stuttgart kamen. Durch die hohe Ansteckungsgefahr ist eine Wiederholung in diesem Jahr nicht möglich. Die Polizei möchte jedoch einen Vorteil der Lasershow wieder verwenden, wie die StZ berichtet. „Es hat sich aus unserer Sicht vor allem auch bewährt, den Schlossplatz freizuhalten“, sagte Polizeipräsident Franz Lutz gegenüber der Zeitung.

Die Aussage des Präsidenten der Polizei Stuttgart bezieht sich auf die für die Einsatzkräfte sehr nützlichen Absperrungen, die im letzten Jahr auf dem Schlossplatz errichtet wurden. Dadurch konnten die Beamten die Situation besser im Auge behalten.

Stuttgart: Stadt weitet Verbot von Feuerwerk weiter aus

Wie die StZ berichtet, gilt das beschlossene Verbot von Feuerwerk und Silvesterböllern in diesem Jahr nicht nur auf dem Schlossplatz in Stuttgart. Betroffen sind unter anderem auch der Marienplatz, das Gebiet um den Feuersee oder der Höhenpark auf dem Killesberg.

Die Polizei befürchtet dadurch jedoch eine Umverteilung und damit erhöhte Ansammlungen an anderen Orten in Stuttgart. „Wir müssen auch damit rechnen, dass sich die Schwerpunkte in die Peripherie verlagern“, sagte Polizeisprecher Jens Lauer laut der StZ. Deshalb werden in der Silvesternacht mehrere Hundert Polizeibeamte zusätzlich im Einsatz sein. „Wir können nicht lückenlos überall gleichzeitig sein“, sagte Lauer.

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