Großeinsatz am Schlossplatz

Stuttgart: Hunderte ignorieren Corona-Regeln und widersetzen sich der Polizei

Polizisten stehen am Schlossplatz in Stuttgart
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Stuttgart: Nach den Ausschreitungen im Sommer erhöhte die Polizei ihre Präsenz am Schlossplatz - nun wurden Erinnerungen an die Krawallnacht wach

In Stuttgart feierten am Freitag Hunderte junge Menschen am kleinen Schlossplatz. Als die Polizei die Einhaltung der Corona-Maßnahmen durchsetzen wollte, kam es zu Gewalt.

Stuttgart - Ein Vorfall in der Innenstadt der Landeshauptstadt weckte am Freitag beunruhigende Erinnerungen an die Ausschreitungen in Stuttgart vom Sommer 2020. Mehrere Hundert Menschen haben sich am Samstag in der Innenstadt getroffen und gegen Corona-Regeln verstoßen.

Die überwiegend jungen Menschen haben sich am Abend im Bereich des Schlossplatzes in Stuttgart getroffen, ein Großteil von ihnen hielt sich nicht an Abstandsregeln und trug keinen Mund-Nasen-Schutz, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag mitteilte.

Stuttgart: Jugendliche verstoßen gegen Corona-Regeln, werfen Steine und Flaschen nach Polizisten

Weil auch gegen das Ansammlungs- und Alkoholverbot verstoßen worden sei, habe sich die Polizei dazu entschieden, die Menschen zum Gehen aufzufordern. Etliche wurden dabei nach Angaben der Polizei aggressiv, es bildeten sich Sprechchöre gegen den Einsatz. Mehrere Flaschen und Steine wurden demnach in Richtung der Polizisten geworfen. Ein Beamter soll von einem Gegenstand am Helm getroffen worden sein, er blieb jedoch unverletzt.

Die jungen Menschen gingen anschließend in Kleingruppen davon und rissen Baustelleneinrichtungen, Blumenkübel, Leihräder sowie Mülleimer um. Die Menge zerstreute sich nahe des Hauptbahnhofs. Mehrere Menschen müssen nun mit Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Widerstands gegen Beamte rechnen. Die Ermittler prüfen zudem den Tatbestand des Landfriedensbruchs.

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