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Leben in Stuttgart wird teurer: höhere Gebühren für Müll, Wasser und ÖPNV in 2022

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Von: Franziska Vystrcil

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Zwei Mitarbeiterinnen der Müllabfuhr werfen Kartons in ein Müllauto.
Die Müllgebühren werden in Stuttgart 2022 teurer. Betroffen von der Erhöhung ist die Entsorgung des Restmülls. © Swen Pförtner/dpa

Auf die Bewohner der Landeshauptstadt Stuttgart kommen einige Erhöhungen von Gebühren zu. Müllentsorgung, Trinkwasser und öffentlicher Nahverkehr werden teurer.

Stuttgart - Der Jahreswechsel bringt viele Änderungen mit sich. Beim Einkaufen im Supermarkt gibt es künftig keine Plastiktüte mehr, das Briefporto der Deutschen Post wird teurer und der Mindestlohn wird 2022 erhöht. Und das ist nur ein kleiner Teil der Änderungen, die dieses Jahr in Kraft treten.

Mit einigen Regelungen soll die Umwelt geschont werden, andere kommen den Verbrauchern zugute. Einige bitten aber auch zur Kasse. Die Bewohner der Landeshauptstadt Stuttgart etwa müssen sich auf höhere Gebühren einstellen. Hier wird fortan mehr Geld fällig.

Entsorgung von Restmüll wird in Stuttgart teurer: So viel wird hier fällig

Die kommunalen Gebühren steigen mit jedem Jahr weiter an. Auch in Stuttgart ist dies wieder der Fall. Immerhin: Bei der Gewerbe- und Grundsteuer gibt es 2022 in Stuttgart keine Erhöhung. In anderen Bereichen wird es dafür teurer: Die Müllgebühren in der Landeshauptstadt steigen. Wie die Stuttgarter Zeitung berichtet, hat sich die Erhöhung im Vergleich zum vergangenen Jahr sogar verdoppelt. Durchschnittlich gehen die Gebühren 2022 5,57 Prozent nach oben, so die Zeitung. Grund für die Erhöhung sind unter anderem die gesteigerten Kosten bei Personal und Fahrzeugen sowie die teurere Verbrennung.

Für das zweiwöchige Leeren des 120-Liter-Restmüllbehälters werden 228,60 Euro statt bisher 216,60 Euro fällig. Die 240-Liter-Tonne kostet fortan 406,80 Euro statt 385,20 Euro. Großbehälter (1.100 Liter) kosten bei wöchentlicher Leerung nun 2.607,60 Euro.

Stuttgart: Trinkwasser steigt im Preis, Schmutzwasserentgelt wird günstiger

Nicht nur die Müllentsorgung, sondern auch Trinkwasser wird für Bewohner der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg teurer. Der Grund: Sowohl der Versorger EnBW als auch die beiden Zweckverbände, die Bodensee- und die Landeswasserversorgung, haben ihre Preise angehoben. EnBW erhöht den Preis pro Kubikmeter um 1,5 Prozent. Die Zweckverbände haben ihre Preise um 2,2 und 1,3 Prozent angehoben. Heißt für den Endverbraucher: 1.000 Liter Trinkwasser kosten künftig 4 Cent mehr und somit 2,91 Euro brutto. Laut Angaben der EnBW zahlt ein Haushalt bei einem Verbrauch von 150 Kubikmeter Wasser jährlich fortan 60 Cent mehr im Monat.

Die Preise bei der Stadtentwässerung für das Schmutzwasserentgelt sinken unterdessen von 1,69 Euro auf 1,66 Euro pro Kubikmeter verbrauchte Frischwassermenge.

Verkehrsverbund Stuttgart erhöht die Ticketpreise für Bus und Bahn

Wer künftig mit öffentlichen Verkehrsmitteln in, um und nach Stuttgart reist, muss 2022 tiefer in die Tasche greifen. Der Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) erhöht seine Ticketpreise zum 1. April 2022. Im Durchschnitt steigen die Preise um 2,5 Prozent. Betroffen von der Erhöhung sind unter anderem Einzeltickets für Kinder und Erwachsene. Diese kosten ab April 2022 knapp zehn Cent mehr. Onlinetickets über das Handy sind etwas günstiger.

Ein Gruppen-Tagesticket für zwei Zonen kostet künftig 13,60 Euro anstatt den ursprünglichen 12,40 Euro. Für das Viererticket für Kinder für eine Zone werden künftig 5,20 Euro statt derzeit 4,90 Euro fällig.

Grund für die Erhöhung der Ticketpreise seien steigende Kosten für Personal, Energie und Fahrzeuge. Auch die Auswirkungen der Coronapandemie mache die Erhöhung notwendig, berichtet die Stuttgarter Zeitung.

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